Die Liste von Zwischenfällen mit der Douglas DC-9 zeigt eine Übersicht über Totalschäden bei Zwischenfällen von Flugzeugen des Typs Douglas DC-9 mit Todesfolge, einem abgeschriebenen Flugzeug oder einem globalen Medienecho.
1960er-Jahre Am 1. Oktober 1966 flog eine Douglas DC-9-14 der US-amerikanischen West Coast Airlines (Luftfahrzeugkennzeichen N9101) beim Anflug auf den Flughafen Portland (Oregon) in einen Bergrücken. Bei diesem CFIT (Controlled flight into terrain) wurden alle 18 Insassen getötet. Dies war der erste Totalverlust einer DC-9.Unfallbericht DC-9-14 N9101, Aviation Safety Network (englisch), abgerufen am 2. Januar 2017.
Am 9. März 1967 kollidierte eine Douglas DC-9-15 der US-amerikanischen Trans World Airlines (N1063T) auf dem Flug vom Greater Pittsburgh Airport zum Flughafen Dayton (Ohio) bei Urbana, Ohio mit einem Privatflugzeug des Typs Beechcraft Baron und stürzte ab. Alle 25 Insassen der DC-9 sowie der alleinfliegende Pilot der Beechcraft starben (siehe auch TWA-Flug 553).Unfallbericht DC-9-15 N1063T, Aviation Safety Network (englisch), abgerufen am 26. August 2017.
Am 16. März 1969 stürzte eine von der venezolanische AVENSA geleaste Douglas DC-9-32 (YV-C-AVD) auf einem Flug der ebenfalls venezolanischen VIASA kurz nach dem Start am Flughafen Maracaibo, Venezuela ab. Alle 84 Insassen sowie 71 Menschen am Boden, insgesamt 155, starben beim schwersten Unfall einer DC-9.
Am 9. September 1969 kollidierte eine Douglas DC-9-31 der US-amerikanischen Allegheny Airlines (N988VJ) im Anflug auf den Indianapolis International Airport mit einer Piper PA-28 bei Shelbyville, Indiana (USA). Alle 83 Menschen starben, die 78 Passagiere und 4 Besatzungsmitglieder in der DC-9 und der Pilot der Piper.Unfallbericht DC-9-30 N988VJ, Aviation Safety Network (englisch), abgerufen am 29. August 2019.
1970er-Jahre Am 15. Februar 1970 stürzte eine Douglas DC-9-32 der Dominicana de Aviacion (Luftfahrzeugkennzeichen HI-177) in Santo Domingo, Dominikanische Republik kurz nach dem Start ins Meer. Alle 102 Menschen an Bord kamen ums Leben (siehe auch Dominicana-de-Aviación-Flug 603).Unfallbericht DC-9-32 HI-177, Aviation Safety Network (englisch), abgerufen am 6. September 2016.
Am 2. Mai 1970 musste eine Douglas DC-9-33CF der US-amerikanischen Overseas National Airways (N935F) vor der Küste von Saint Croix wegen Treibstoffmangel notwassern. Die Maschine befand sich auf einem Linienflug für ALM Antillean Airlines von New York nach St. Martin. Nach drei Fehlanflügen auf den dortigen Princess Juliana International Airport entschloss sich die Besatzung zu spät, nach Saint Thomas auszuweichen. Bei der Notwasserung kamen 23 der 63 Insassen ums Leben (siehe auch ALM-Flug 980).Unfallbericht DC-9-33 N935F, Aviation Safety Network (englisch), abgerufen am 6. September 2016.
Am 14. November 1970 wurde eine Douglas DC-9-31 der US-amerikanischen Southern Airways (N97S) kurz vor der Landung in Huntington (USA) wegen Unterschreitung der Entscheidungshöhe bei schlechter Sicht in einen Hügel geflogen. Bei diesem CFIT (Controlled flight into terrain) wurden alle 75 Insassen getötet, 71 Passagiere und 4 Besatzungsmitglieder.Unfallbericht DC-9-31 N97S, Aviation Safety Network (englisch), abgerufen am 11. November 2017.
Am 6. Juni 1971 stürzte eine Douglas DC-9-31 der US-amerikanischen Hughes Airwest (N9345) nach einer Kollision mit einer ..McDonnell F-4 Phantom II des US Marine Corps (Bu 151458) bei Duarte (Kalifornien) ab. Alle 49 Insassen der DC-9 und der Pilot der F-4 starben (siehe Hughes-Airwest-Flug 706).Unfallbericht DC-9-31 N9345, Aviation Safety Network (englisch), abgerufen am 27. November 2017.
Am 21. Januar 1972 musste eine Douglas DC-9-32 der Turkish Airlines (TC-JAC) auf einem Flug vom Flughafen Ankara zum Flughafen Damaskus aufgrund von Problemen mit dem Kabinendruck auf dem Flughafen Adana notlanden. Beim zweiten Landeanflug mit Rückenwind stürzte die Maschine ab. Es befanden sich keine Passagiere an Bord. Von den fünf Besatzungsmitgliedern kam eine Person ums Leben.Unfallbericht DC-9-32 TC-JAC, Aviation Safety Network (englisch), abgerufen am 21. Januar 2019.
Am 26. Januar 1972 brach eine Douglas DC-9-32 der jugoslawischen Fluggesellschaft JAT (YU-AHT) über dem tschechoslowakischen Dorf Sbrská Kamenica auseinander. Die Flugbegleiterin Vesna Vulović überlebte den Absturz aus angeblich mehr als 10.000 m Flughöhe, die anderen 23 Passagiere und 4 Besatzungsmitglieder kamen ums Leben. Flughöhe und Absturzgrund sind umstritten.
Am 19. März 1972 flog eine Douglas DC-9-32 der jugoslawischen Inex Adria Airways (YU-AHR), die für Egypt Air betrieben wurde, etwa 7 Kilometer vor der Landebahn des Flughafens Aden in Shamsam, Südjemen in einen Berg. Bei diesem CFIT (Controlled flight into terrain) wurden alle 30 Menschen an Bord getötet (siehe auch Egyptair-Flug 763).Unfallbericht DC-9-32 YU-AHR, Aviation Safety Network (englisch), abgerufen am 6. September 2016.
Am 28. Mai 1972 machte eine Douglas DC-9-31 der US-amerikanischen Eastern Air Lines (N8961E) in Fort Lauderdale, Florida, Vereinigte Staaten, eine Bruchlandung. Dabei brach das Hauptfahrwerk zusammen, die Tragflächen brachen ab; es kam zu einem Brand, bei dem das Flugzeug völlig zerstört wurde. Die 10 Personen an Bord überlebten alle den Unfall.Unfallbericht DC-9-31 N8961E, Aviation Safety Network (englisch), abgerufen am 25. Februar 2019.
Am 30. Mai 1972 stürzte eine Douglas DC-9-14 der US-amerikanischen Delta Air Lines (N3305L) auf einem Trainingsflug auf dem Greater Southwest International Airport in Fort Worth (Texas) während eines Touch-and-Go-Manövers auf die Landebahn und explodierte. Zu dem Absturz war es gekommen, nachdem die Maschine in Wirbelschleppen einer kurz zuvor gestarteten McDonnell Douglas DC-10, geraten war, wobei die Piloten die Kontrolle verloren. Alle 4 Personen an Bord starben (siehe Delta-Air-Lines-Flug 9570).Unfallbericht DC-9-10 N3305L, Aviation Safety Network (englisch), abgerufen am 25. Februar 2019.
Am 20. Dezember 1972 kollidierte eine Douglas DC-9-31 der US-amerikanischen North Central Airlines (N954N) während des Starts mit einer Convair CV-880 (N8807E) US-amerikanischen der Delta Air Lines, die dieselbe Startbahn am O’Hare International Airport in Chicago, Illinois, kreuzte. Die DC-9 wurde zerstört, 10 Menschen wurden getötet und 15 der 45 Personen an Bord verletzt; zwei der 93 Personen an Bord der Convair 880 erlitten leichte Verletzungen. Als Hauptursache wurden Fehler der Flugsicherung angegeben.
Am 5. März 1973 kollidierte eine Douglas DC-9-32 der spanischen Iberia (EC-BII) mit einer Convair CV-990 der ebenfalls spanischen Spantax (EC-BJC) über Nantes, Frankreich. Alle 68 Insassen der DC-9 starben. Die Spantax-Maschine konnte erfolgreich auf dem Militärflugplatz Cognac-Châteaubernard notgelandet werden.
Am 31. Juli 1973 stürzte eine Douglas DC-9-31 der US-amerikanischen Delta Air Lines (N975NE) in Boston, Massachusetts beim Landeanflug kurz vor dem Flughafen Boston-Logan ab. Ein Passagier überlebte vier Monate, alle anderen 88 Personen an Bord wurden beim Unfall getötet.
Am 11. September 1974 stürzte eine Douglas DC-9-31 der US-amerikanischen Eastern Air Lines (N8984E) kurz vor der Landebahn in Charlotte, North Carolina, ab. Dabei wurden 72 der 82 Insassen getötet.
Am 30. Oktober 1975 flog eine aus Tivat kommende Douglas DC-9-32 der jugoslawischen Inex Adria (YU-AJO) beim Landeanflug acht Kilometer vor dem Flughafen Prag in einen Hügel. Während des Unfallzeitpunkts herrschte Nebel mit Sichtweiten unter 1500 Meter. Unfallursache war ein Controlled flight into terrain. Von den 120 Flugzeuginsassen wurden 75 getötet.Unfallbericht DC-9-32 YU-AJO, Aviation Safety Network (englisch), abgerufen am 25. Februar 2019.
Am 10. September 1976 stieß eine Douglas DC-9-32 der jugoslawischen Inex Adria (YU-AJR) über Zagreb, Jugoslawien bei der Flugzeugkollision von Zagreb mit einer Hawker Siddeley Trident der British Airways (G-AWZT) zusammen. Alle 176 Insassen der beiden Maschinen sowie eine Person am Boden kamen ums Leben (siehe auch Flugzeugkollision von Zagreb).
mini|Überreste der DC-9-31 des Southern-Airways-Flugs 242
Am 4. April 1977 fielen bei einer Douglas DC-9-31 der US-amerikanischen Southern-Airways (N1335U) bei Hope, Georgia, beide Triebwerke aus, nachdem das Flugzeug in eine Schlechtwetterfront geflogen war. Man geht davon aus, dass die Triebwerke durch Hagelschlag ausfielen. Die Piloten versuchten eine Notlandung auf einer zweispurigen Landstraße. Von den 85 Insassen starben 63, ebenso 9 Personen, die sich auf der Landstraße befanden (siehe auch Southern-Airways-Flug 242).
Am 26. Juni 1978 brachen die Piloten einer Douglas DC-9-32 der Air Canada (CF-TLV) in Toronto den Start ab, nachdem an der Maschine einen Reifen geplatzt war. Die Maschine rollte über das Startbahnende hinaus und stürzte einen Abhang herunter, wobei der Rumpf auseinanderbrach. Von den 107 Menschen an Bord wurden 2 Passagiere getötet (siehe auch Air-Canada-Flug 189).Unfallbericht DC-9-32, CF-TLV, Aviation Safety Network (englisch), abgerufen am 25. Februar 2019.
Am 23. Dezember 1978 wurde eine Douglas DC-9-32 der Alitalia (I-DIKQ) in Palermo, Sizilien, beim Landeanflug etwa 3 Kilometer vor dem Flughafen ins Mittelmeer geflogen. Bei diesem CFIT (Controlled flight into terrain) wurden 108 Insassen getötet. Besatzungen von Fischerbooten retteten 21 Insassen (siehe auch Alitalia-Flug 4128).
Am 9. Februar 1979 wurden mit einer Douglas DC-9-14 der Eastern Air Lines (N8910E) am Dade-Collier Training and Transition Airport Übungsflüge durchgeführt. An Bord befanden sich ein Fluglehrer und vier Flugschüler. Bei einem der Starts stellte der Ausbilder während der Rotation das linke Triebwerk ab, um einen Triebwerksausfall zu simulieren. Daraufhin rollte das Flugzeug nach links und die linke Tragfläche berührte den Boden. Beim folgenden Aufprall wurde die Unterseite des Bugbereichs der Maschine fast völlig zerstört. Alle fünf Personen an Bord wurden verletzt, zwei davon schwer. Das Flugzeug musste abgeschrieben werden.Crash of a Douglas DC-9-14 in Dade-Collier auf der Website des Bureau of Aircraft Accidents Archives, abgerufen am 17. Mai 2025Unfallbericht (mit Fotos) auf der Website des Aviation Safety Network, abgerufen am 17. Mai 2025
Am 14. September 1979 wurde eine aus Alghero kommende Douglas DC-9-32 der italienischen Aero Trasporti Italiani (ATI) (I-ATJC) beim Landeanflug auf den Flughafen Cagliari bei Capoterra in bergiges Gelände geflogen. Der Kapitän nahm an, dass man sich über dem Meer befand, während der Erste Offizier zu Recht davon ausging, dass sich das Flugzeug über den Bergen befand. In nur 610 Metern Höhe kollidierte die Maschine 18 Kilometer südwestlich des Flughafens mit den Felsen, woraufhin sie auseinanderbrach, aufschlug und Feuer fing. Bei diesem CFIT (Controlled flight into terrain) wurden alle 31 Insassen getötet, vier Besatzungsmitglieder und 27 Passagiere (siehe auch Aero-Trasporti-Italiani-Flug 12).
1980er-Jahre Am 7. Januar 1980 brannte eine Douglas DC-9-32 (Luftfahrzeugkennzeichen I-DIKB) der Alitalia am Flughafen Rom-Fiumicino im Hangar 2 der zona tecnica aus, wo sie einem C-Check unterzogen wurde. Niemand kam ums Leben, das Flugzeug musste jedoch abgeschrieben werden.Unfallbericht DC-9-32, I-DIKB, Aviation Safety Network (englisch), abgerufen am 25. Februar 2019. mini|Überreste der DC-9-15 des Itavia-Flugs 870
Am 27. Juni 1980 brach eine Douglas DC-9-15 der italienischen Itavia (I-TIGI) in der Luft auseinander und stürzte 80 km nördlich von Ustica ins Mittelmeer. Die Gründe für den Absturz konnten nicht vollständig geklärt werden. Alle 81 Insassen der DC-9 kamen ums Leben (siehe auch Itavia-Flug 870).
mini|Überreste der DC-9-32 des Air-Canada-Flugs 797