mini|Günter Kleinjohann 2016 Günter Kleinjohann (* 13. Oktober 1926 in Dortmund; † 4. März 2021 in TrierVolksfreund vom 9. März 2021: Nachruf. Vordenker des Brutalismus gestorben, abgerufen am 11. März 2021) war ein deutscher Architekt und Professor für Architektur der Hochschule Trier.
Leben und Ausbildung Nach Jugend- und Schulzeit am Bismarck-Realgymnasium in Dortmund, Teilnahme am Zweiten Weltkrieg (1943–1945) als Flakhelfer und Abitur (1947) studierte Kleinjohann von 1948 bis 1953 Architektur an der Universität Stuttgart und an der RWTH Aachen bei Rudolf Schwarz, Hans Schwippert und Rudolf Steinbach.Professor Günter Kleinjohann verstorben, abgerufen am 4. März 2026
Nach Abschluss als Dipl.-Ing. an der RWTH begann Kleinjohann 1957 im Architekturbüro Rudolf Schwarz in Köln und arbeitete eng mit Rudolf und Maria Schwarz zusammen. 1960 erhielt Kleinjohann eine Berufung als Dozent an die Staatliche Ingenieur Schule für Bauwesen in Trier und lehrte an der späteren Fachhochschule, heute Hochschule Trier, von 1972 bis 2016 als Professor für Entwerfen und Baugeschichte. Von 1960 bis 2000 führte Kleinjohann ein Architekturbüro in Trier, mit dem er zahlreiche Architektur-Wettbewerbe gewann und in Rheinland-Pfalz, Hessen und im Saarland Kirchen, Gemeindezentren und Kindergärten sowie Wohn- und Verwaltungsgebäude entwarf und baute. Zu den wichtigsten Bauten Kleinjohanns zählen das Verwaltungsgebäude der Stadtwerke Trier, die Hangbebauung „Auf der Hill“ in Trier mit 75 Einfamilienhäusern, die um kleine Plätze herum angesiedelt sind, und das Pfarr- und Gemeindezentrum mit Kirche „Christkönig“ in Saarlouis-Roden (1966–1968), das als Meilenstein der Betonmoderne („Brutalismus“) der 1960er Jahre gilt und unter Denkmalschutz steht.
Ehrenamtliche Tätigkeit Kleinjohann war Mitglied in zahlreichen Wettbewerbs-Jurys und Beiräten, u. a. in der Bischöflichen Baukommission des Bistums Trier, des Denkmalrates der Stadt Trier, Mitglied des Bundes Deutscher Architekten (BDA), von 1977 bis 2002 Vorstandsmitglied der Architektenkammer Rheinland-Pfalz für den Wahlbezirk Trier und seit 2001 Ehrenmitglied der Architektenkammer Rheinland-Pfalz. 1989 wurde Kleinjohanns Wirken als Architekt mit dem Staatspreis für Architektur und Bildende Kunst des Landes Rheinland-Pfalz gewürdigt.
Bauwerke (Auswahl) mini|Kirche mit Glockenturm Christkönig in Saarlouis-Roden mini|Psychologie-Gebäude Universität Trier in Trier-Tarforst1960 Gemeindezentrum St. Barbara, Idar-Oberstein
mini|Katholisches Gemeindezentrum St. Barbara in Idar-Oberstein1964 Pfarrkirche und Kindergarten, Emmersweiler
1966: Gemeindezentrum Christkönig, Saarlouis-Roden 1967: Wohnsiedlung „Auf der Hill“, Trier (s. 16 VOR)mini|Wohnsiedlung Auf der Hill in Trier1970 Pfarrkirche St. Hildegard, Koblenz-Horchheim 1970: Gemeindezentrum Heilig-Kreuz, Saarbrücken 1970: Kindergarten St. Maternus, Trier-Heiligkreuz 1971: Verwaltungsgebäude der Stadtwerke Trier mini|Kirchen- und Gemeindezentrum St. Maternus in Trier-Heiligkreuz 1974: Pfarrzentrum St. Maternus, Trier-Heiligkreuz 1974: Gemeindezentrum Wixhausen, Darmstadt 1976: Clubhaus der Tennisgesellschaft Trier 1977: Gemeindezentrum Zeppelinheim, Frankfurt am Main 1981: Fachbereichsgebäude Psychologie der Universität Trier 1982: Kindergarten der Universität Trier 1982: Stadthalle Lebach 1982: Pfarrheim und Kindergarten, Lebach 1989: Pfarr- und Jugendheim (mit Paul Schuh), Remagen 1990: Gemeindezentrum (mit Paul Schuh), Ober-Eschbach
Einzelnachweise
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