Die Altertumsforschende Gesellschaft zu Pernau war eine Gelehrtengesellschaft in Livland.
Geschichte Die Altertumsforschende Gesellschaft zu Pernau wurde im Jahre 1896 auf Anregung von Paul Schneider gegründet mit den Aufgaben, eine Sammlung kulturell wertvoller Gegenstände für ein Museum zu erstellen, die Geschichte Pernaus zu erforschen und archäologische Forschungen zu betreiben. Etwa 2000 Fundstücke aus neolithischer Zeit, die im Schwemmsand des Pernau-Flusses systematisch geborgen wurden, bildeten den Grundstock für das Museum, das im Zweiten Weltkrieg durch Brand vernichtet wurde. Die Bibliothek besaß etwa 5000 Bände.
Veröffentlichungen Sitzungsberichte der Pernauer Altertumsforschenden Gesellschaft. 12 Bände 1899–1939.
Die Stadt Pernau betreffend besonders: Richard Hausmann: Studien zur Geschichte der Stadt Pernau (SB 4 (1903–05)). Heinrich Laakmann: Das Bürgerbuch Pernau. (SB 11 (1936) und 12 (1939)).
Mitglieder Präsides (1896–1907) Theodor Czernay (1835–1907) (1908–1918) Eduard Glück (1866–1918) (1918–1920) Roderich Baron Freytag-LoringhovenWilhelm Lenz (Bearb.): Album Livonorum. Philisterverein der Livonia, Lübeck 1972. Nr. 1353 (1863–1936) (1920–1930) Leopold LaakmannWilhelm Lenz (Bearb.): Album Livonorum. Philisterverein der Livonia, Lübeck 1972. Nr. 832 (1855–1930) (1930–1939) Heinrich Laakmann (1892–1955)
Ehrenmitglieder 1897 Paul Schneider (1839–1910) 1905 Alexander Rosenberg (1839–1926)
Literatur Hellmuth Weiss: Die historischen Gesellschaften. In: Georg von Rauch (Hrsg.): Geschichte der deutschbaltischen Geschichtsschreibung. Böhlau, Köln und Wien 1986, ISBN 3-412-05085-7, S. 121–139, hier S. 137 f.
Einzelnachweise
Kategorie:Organisation (Gouvernement Livland) Kategorie:Vereinsgründung 1896 Kategorie:Pärnu Kategorie:Geschichtsverein Kategorie:Aufgelöst im 20. Jahrhundert