Bärbel Reetz (* 30. Juli 1942 in Hameln) ist eine deutsche Schriftstellerin.
Leben und Schaffen Bärbel Hanna Ruth Reetz, geb. Scheffler, wurde am 30. Juli 1942 in Hameln an der Weser geboren und lebte dort während ihrer Kindheit und Schulzeit. Sie erkrankte mit acht Jahren an Polio und bezeichnet dies als einschneidende physische wie auch psychische Erfahrung.
Bärbel Reetz absolvierte Abitur und Studium, war anschließend als Lehrerin tätig und arbeitete freiberuflich als Literatur- und Theater-Rezensentin. Ab den 1980er Jahren veröffentlichte sie Lyrik und Kurzprosa in Zeitschriften und Anthologien (u. a. Jahrbuch der Lyrik).Jahrbuch der Lyrik 1979 – 2011 Jahrbuch der Lyrik 1979 – 2011
Von 1997 bis 2006 war sie Jurymitglied der Detlev von Liliencron Poetik Dozentur der Christian Albrechts Universität zu Kiel.Literaturhaus Schleswig-Holstein, Autoren SH, Reetz, Bärbel Literaturhaus Schleswig-Holstein, Autoren SH, Reetz, Bärbel
Ein Schwerpunkt ihrer Arbeit bilden Frauenbiografien in unterschiedlichen Epochen und Kontexten. Sie erhielt für ihre Bücher zahlreiche Auszeichnungen - unter anderem den Preis der Internationalen Hermann Hesse Gesellschaft im Jahr 2021. Zudem wurden die Werke von Bärbel Reetz in verschiedene Sprachen übersetzt.
Nach eigenen Angaben wurden ihre Arbeiten und Recherchen u. a. von der Stiftung Pro Helvetia gefördert.
Bärbel Reetz ist verheiratet und hat zwei Söhne. Sie lebt und arbeitet als Autorin und freie Journalistin in Berlin.
Werke Einzelausgaben zugvogelfrau – Gedichte (Frankfurt am Main 1992). Emmy Ball-Hennings. Leben im Vielleicht – Biographie (Frankfurt am Main 2001).Autorenseite Bärbel Reetz In: Suhrkamp Verlag Zeitsprung – Erzählung (Frankfurt am Main 2002). Abgetaucht – Kurzgeschichten (Frankfurt am Main 2004). Die russische Patientin – Roman (Frankfurt am Main 2006). Lenins Schwestern – Roman (Frankfurt am Main 2008). Hesses Frauen – Biographie (Berlin 2012). Das Paradies war für uns. Emmy Ball Hennings und Hugo Ball. – Biographie. (Berlin 2015).Tagesspiegel-Artikel über "Das Paradies war für uns. Hugo Ball und Emmy Ball-Hennings. Berlin, Marienstraße 23 – Biografie eines Hauses (Zürich 2021).
Texte in Anthologien (Auswahl) Die Strandläuferin, in: Liebe ohne Masken. (Frankfurt/München 1993). Virginia oder die Gleichzeitigkeit, in: Stimmen von morgen (München 1994). Einspänner, in Liebesgeschichten. Ein Lesebuch. (Frankfurt a. M. 2004). „Je suis là. Pardon.“ – Emmy Hennings et Dada-Zurich, in: Dada circuit total. (Lausanne 2005). Doppelt, in: Freundinnen, Feindinnen. Frauengeschichten. (Frankfurt a. M. 2007). Madonna-Mosaik – alphabetisch, in: Madonna und wir. (Frankfurt a. M. 2008). Weihnachten geschlossen, in: Der 24. Dezember. (Berlin 2011). Schnee bis in tiefe Lagen, in: Weihnachten in den Alpen. (Berlin 2013). Aus Land, aufs Land! in: Sommerausflüge. Die schönsten Geschichten vom Wegfahren. (Berlin 2013). Nächstes Jahr bei uns, in: Diesmal bei uns. (Berlin 2014). Engelchen, in: Alles Lametta. Neue Weihnachtsgeschichten. (Berlin 2015). Gans ohne Blümchen, in: Die Katze unterm Weihnachtsbaum. (Berlin 2017). Carona - Eine Fußreise auf den Spuren von Hermann Hesse – in: Erlebte Orte (Berlin 2023)
Herausgaben Hermann Hesse. Briefwechsel 1921–1927 mit Hugo Ball und Emmy Ball-Hennings. Herausgegeben und kommentiert von Bärbel Reetz. (Frankfurt 2003). Emmy Ball-Hennings und Hugo Ball. Seiltänzer noch im Dunkeln. Gedichte, Briefe und Zeichnungen ausgewählt und mit einem Vorwort versehen von Bärbel Reetz (Heidelberg 2022).
Wort- und Musik-Projekte (Auswahl) 1993 Zwei Veranstaltungen zu Johannes Brahms/Klaus Groth/Hans Olde d. Ä. (Hans Kock Stiftung Kiel). 1994 Sechs Veranstaltungen zu Detlev von Liliencron (Hans Kock Stiftung Kiel). 1995 Sechs Veranstaltungen zu Friedrich Nietzsche (Hans Kock Stiftung Kiel). 1996 Meer – Mythos – und mehr. Lyrisches Intermezzo an Bord STS Sedov (Kiel). 1997 Detlev Liliencron – champion of the world. (Kulturviertel, Kiel). 1999 „Nie habe ich mein Dasein so sehr gefühlt“. Der Weimarer Musenhof entdeckt Arkadien. In Zusammenarbeit mit Heide Hollmer. Musikalische Leitung: Cord Garben. (Schloß zu Kiel).
Theater 1999 Emmy 1 – 2 – 3 (Theaterwerkstatt Pilkentafel, Flensburg). 2016 Die Balls (sogarTheater, Zürich).
Auszeichnungen 1994: Bettina-von-Arnim-PreisBettina-von-Arnim-Preis im Bücher-Wiki Bettina-von-Arnim-Preis im Bücher-Wiki 1995: Dillinger Literaturpreis 1996: Preis „Kultur aktuell“ des Landes Schleswig-Holstein für das Liliencron-Projekt 1997: Preis der Künstlergilde Esslingen 2021: Preis der Internationalen Hermann Hesse Gesellschaft
Weblinks Literatur von und über Bärbel Reetz im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek Bärbel Reetz beim Suhrkamp-Verlag Bärbel Reetz in der Autorenliste des Literatur Haus Schleswig Holstein e.V. Website Bärbel Reetz
Einzelnachweise
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