mini|Wappen derer von Issendorff Issendorff, auch Issendorf ist der Name eines erzstiftisch-bremischen Adelsgeschlechts.

Geschichte Das Geschlecht gehört dem Bremischen Uradel an und nennt sich nach dem Stammhaus (ursprünglich Etzelenthorp, dann Issendorf) bei Horneburg. Mit Hermannus de Etsellendorpe wurde die Familie 1233Bremisches Urkundenbuch. 1. Band, Lieferung 2–3, 1863, Nr. 172. und 1236Hans Friedrich Georg Julius Sudendorf: Urkundenbuch zur Geschichte der Herzöge von Braunschweig und Lüneburg und ihrer Lande. Band 1, Hannover/Göttingen 1859, Nr. 19. urkundlich genannt. Die durchgängige Stammreihe beginnt mit Robertus de Edsielenthorpe, mutmaßlich ein Sohn des vorgenannten. Seit 1307 waren die Issendorff Erbschenken des Erzstiftes bzw. Herzogtums Bremen, was ihnen 1426, 1460 und 1498, zuletzt als Seniorat bestätigt wurde.

Zum umfangreichen Güterbesitz neben der kurz nach 1394 zerstörten Seeburg bspw. das Gut Gnarrenburg, das von 1605 bis 1746 in Familienbesitz war.

Zahlreiche Söhne des Geschlechts standen als Offiziere in der hannoverschen, dänischen, sächsischen, mecklenburgischen und preußischen Armee.

1726 hat der schwedische Oberst Johan Christoffer von Issendorff (1671–1736) das schwedische Indigenat erhalten und wurde im selben Jahr in die Adelsklasse der schwedischen Ritterschaft introduziert (Nr. 1792). Da er aus seiner Ehe mit Anna Margareta Reuter († 1749) ausschließlich Töchter hinterließ, ist die schwedische Linie mit ihm auch wieder erloschen.

1871 erfolgte für den lippischen Kammerherrn und Hofmarschall Hieronymus von Issendorf (1834–1876) eine Hebung in den lippischen Freiherrnstand. Auch dieser hatte aus seiner Ehe mit Georgette von Donop ausschließlich Töchter hinterlassen und somit die freiherrliche Linie gleichfalls beschlossen.

Der untitulierte Stamm besteht gegenwärtig fort.

Wappen Das Stammwappen ist von Rot über Silber mit drei gestürzten Spitzen geteilt. Auf dem Helm mit rot-silbernen Decken eine gestürzte, rote Lanzenspitze zwischen je drei natürlichen Pfauenfedern.

Bekannte Familienmitglieder Bernd von Issendorff, Professor an der Universität Freiburg Karl Gustav von Issendorff (1727–1802), braunschweig-lüneburgischer Generalleutnant, Kommandant von Osnabrück Franz von Issendorff (1851–1908), preußischer Generalmajor Franz Carl August von Issendorff, Landdrost der Landdrostei Lüneburg 1863/67Eventuell identisch mit Karl Friedrich Franz (1811–1874), Vgl.:Jahrbuch des deutschen Adels, S. 115. Friedrich Wilhelm von Issendorff (1870–1956), Probst von Uelzen 1926/47 Hieronymus von Issendorf (1834–1876), lippisch-fürstlicher Hofmarschall und Kammerherr

Johan Christoffer von Issendorff (1671–1736), schwedischer Oberst Klaus von Issendorff (Erbschenk) (1807–1848), Erbschenk des Herzogtums Bremen, Amtmann in Aschendorf 1839–1848 Klaus von Issendorff (General) (1839–1923), sächsischer GeneralleutnantJahrbuch des deutschen Adels, S. 114. Luise von Issendorff (1871–1903), Äbtissin des Stifts Bassum Thomas von Issendorff (1846–1913), preußischer Generalleutnant

Literatur Gabriel Anrep: Svenska adelns ättartavlor. Stockholm 1861, S. 376–377. Erwin Freytag: Beitrag zur Geschichte der Familie von Issendorff. In: Norddeutsche Familienkunde. 27, 1978, S. 161–173. Genealogisches Taschenbuch des Uradels 1. Brünn 1891, S. 275–278. Genealogisches Taschenbuch der Ritter- und Adels-Geschlechter 3. Brünn 1878, S. 309–312 (Stammreihe), S. 826–827; 6, 1881, S. 297–299. Gothaisches Genealogisches Taschenbuch. Justus Perthes, Gotha Freiherrlichen Häuser. 1900, S. 352; 1902–1942 (Fortsetzungen) Adeligen Häuser. 1900, S. 442–444; 1902–1941 (Fortsetzungen) Genealogisches Handbuch des Adels. C. A. Starke Verlag, Limburg/Lahn. Adelslexikon. Band 5, Band 84 der Gesamtreihe, 1984, S. 472–473; Band 17, Band 144 der Gesamtreihe, 2008, S. 342 (nennt weiterführende Literatur) Genealogisches Handbuch der adeligen Häuser. A 6, Band 29 der Gesamtreihe, 1962, S. 221–224; A 20, Band 93 der Gesamtreihe, 1988, S. 87–93. Jahrbuch des Deutschen Adels. Band 2, Berlin 1898, S. 109–116. (S.109ff bei Google) Ernst Heinrich Kneschke (Hrsg.): Neues allgemeines deutsches Adels-Lexicon. Band 4, Voigt, Leipzig 1863, S. 599 (nennt weiterführende Literatur)

Weblinks Issendorff auf Adelslexikon.com Von Issendorff nr 1792 auf Adelsvapen.com

Einzelnachweise

Kategorie:Ersterwähnung 1233 Kategorie:Niedersächsisches Adelsgeschlecht