Krzyżowice (deutsch: Kreisewitz) ist ein Dorf der Landgemeinde Olszanka (Alzenau) im Powiat Brzeski der Woiwodschaft Opole in Polen.
Geographie Krzyżowice liegt etwa drei Kilometer östlich von Olszanka, 13 Kilometer südöstlich von Brzeg (Brieg) und 35 Kilometer nordwestlich von Opole [Oppeln] in der Schlesischen Tiefebene. Westlich des Dorfes fließt der Pępicki Potok (Pampitzer Bach), der auch als Pępicki Kanał (Pampitzer Kanal) bezeichnet wird.Geschichte Krzyżowice (poln.)
Nachbarorte von Krzyżowice sind im Norden Żłobizna (Schüsselndorf), im Osten Gierszowice (Giersdorf), im Südosten Olszanka (Alzenau), im Südwesten Obórki (Schönfeld) und im Nordwesten Pępice (Pampitz).
Geschichte „Crisowiz“ wurde erstmals im Jahre 1288 erwähnt.Johann Georg Knie: Alphabetisch-statistisch-topographische Uebersicht der Dörfer, Flecken, Städte und andern Orte der Königl. Preuss. Provinz Schlesien. Breslau 1845, S. 321. Der Ortsname leitet sich von der Bestimmung des Ortes ab, das Grenzdorf.Heinrich Adamy: Die schlesischen Ortsnamen Ihre Entstehung und Bedeutung – Ein Bild aus der Vorzeit. Felix Priebatsch, Breslau 1889, S. 80.
Nach dem Ersten Schlesischen Krieg 1742 fiel Kreisewitz mit dem größten Teil Schlesiens an Preußen.
Nach der Neugliederung der Provinz Schlesien gehörte die Landgemeinde Kreisewitz ab 1818 zum Landkreis Brieg, mit dem sie bis 1945 verbunden blieb. Für das Jahr 1845 sind belegt: ein Schloss, ein Vorwerk, eine evangelische Kirche, eine Brauerei, eine Brennerei und weitere 60 Häuser. Von den damals 421 Einwohnern waren 18 katholisch. 1874 wurde der Amtsbezirk Alzenau gebildet, dem Kreisewitz eingegliedert wurde.Amtsbezirk Alzenau
Über die Generationen entwickelte sich das örtliche Rittergut, die letzten Besitzer stellte ab 1860 das Adelsgeschlecht Pfeil, die zugleich Politiker und Offiziere waren und von Kreisewitz aus Nebengüter erbten und bewirtschafteten. Neben dem Parlamentarier Graf Ewald von Pfeil war dies sein ältester Sohn Günter von Pfeil-Klein Ellguth, verheiratet mit Frieda von Rathenow, als Nutznießer und Verwalter. Erbe wurde nämlich im Minorat sein jüngster 1878 geborener Bruder, der deutsche Konsul Walter von Pfeil-Klein Ellguth, der mit seiner Ehefrau Friedemarie von Oheimb und den fünf Kindern das große Gutshaus bewohnte. Auf Gut Kreisewitz fanden auch zu allen Zeiten die Hochzeiten der Familienangehörigen statt, die bis in die 1920er Jahre ausnahmslos adelige Ehepartner wählten.Gothaisches Genealogisches Taschenbuch der Gräflichen Häuser. Zugleich Adelsmatrikel der Deutschen Adelsgenossenschaft. Teil A (Uradel). 1938. Jahrgang 111, Justus Perthes, Gotha 1937, S. 395 f.Vgl. Gothaisches Genealogisches Taschenbuch der Gräflichen Häuser. Zugleich Adelsmatrikel der Deutschen Adelsgenossenschaft. Teil A (Uradel). 1942. Jahrgang 115, Justus Perthes, Gotha 1941, S. 394.
1885 lebten 325 Einwohner in Kreisewitz.AGOFF Kreis Brieg 1933 waren es 420 Einwohner und für 1939 sind 403 Einwohner nachgewiesen.
Als Folge des Zweiten Weltkriegs fiel Kreiselwitz 1945 unter polnische Verwaltung. Nachfolgend wurde es in Krzyżowice umbenannt. Die einheimische deutsche Bevölkerung wurde, soweit sie nicht vorher geflohen war, weitgehend vertrieben. Die neu angesiedelten Bewohner waren teilweise Zwangsumgesiedelte aus Ostpolen, das an die Sowjetunion gefallen war.
Von 1945 bis 1950 gehörte Krzyżowice zur Woiwodschaft Schlesien und anschließend zur Woiwodschaft Opole. Seit 1999 gehört es zum Powiat Brzeski.
Sehenswürdigkeiten mini|Schrotholzkirche Mariä Himmelfahrt Die Kirche Mariä Himmelfahrt ist eine Schrotholzkirche aus dem 15. Jahrhundert. Der Holzturm stammt aus dem Jahr 1580. Seit der Reformation bis zum Übergang an Polen 1945 diente die Kirche der protestantischen Gemeinde. Im Inneren befinden sich Wandmalereien aus dem 15. Jahrhundert, die 1963 freigelegt wurden.Dehio-Handbuch der Kunstdenkmäler in Polen. Schlesien. Deutscher Kunstverlag, München u. a. 2005, ISBN 3-422-03109-X, S. 508. Die Kirche steht seit 1964 unter Denkmalschutz.Verzeichnis der Denkmäler der Woiwodschaft Oppeln S. 16 (polnisch). Das Schloss Kreisewitz wurde im 19. Jahrhundert im Stil des Klassizismus erbaut. Das Gebäude dient heute als Wohnhaus.Schloss Kreisewitz (polnisch)
Vereine Sportverein LKS Krzyżowice
Persönlichkeiten Ernst Carl Ludwig von Prittwitz und Gaffron (1743–1831), preußischer Leutnant, Rittmeister und Landrat Moritz von Prittwitz (1795–1885), preußischer General der Infanterie Bernhard Karl Heinrich von Prittwitz (1796–1881), preußischer Generalmajor Robert von Prittwitz und Gaffron (1806–1889), preußischer Regierungspräsident in Schlesien und Johanniterritter Ewald von Pfeil-Klein-Ellguth (1827–1889), Gutsbesitzer am Ort, Politiker
Literatur Kunstdenkmäler der Landkreise des_R/Tn8EAAAAYAAJ?hl=de&gbpv=1&dq=Kreisewitz+von+Pfeil&pg=PA349&printsec=frontcover Kreisewitz, In: Hans Lutsch: Die Kunstdenkmäler der Landkreise des Reg.-Bezirks Breslau. In: Verzeichnis der Kunstdenkmäler der Provinz Schlesien. Band II, Wilhelm Gottlieb Korn Breslau 1889, S. 349f.
Weblinks
Einzelnachweise
Kategorie:Ort der Woiwodschaft Opole Kategorie:Gmina Olszanka Kategorie:Ort in Schlesien