mini|hochkant|Costantino Bernasconi (1891) Costantino Bernasconi (* 11. April 1820 in Chiasso; † 20. Juni 1902 ebenda) war ein Schweizer Politiker, Nationalrat, Ständerat der Tessiner FDP-Radikalen und Oberst der Schweizer Armee.
Leben Costantino Bernaconi wurde als Sohn des Grundbesitzers Luigi von Chiasso und der Carolina Nolfi geboren. Er studierte Rechtswissenschaft an der Universität Modena. Nachher kehrte er nach Chiasso zurück, wo er als Rechtsanwalt und Notar arbeitete. Von 1852 bis 1857 war er Gemeindepräsident von Chiasso und blieb bis 1877 im Gemeinderat.
Als Politiker war er Tessiner Grossrat 1853 und 1893–1902 und von 1863–1872 und 1884–1893 Nationalrat, sowie von 1874 bis 1875 Ständerat.Costantino Bernasconi National- und Ständerat auf parlament.ch/de/biografie Im Herbst 1890 nahm er nach dem Tessiner Putsch an der von den Bundesbehörden für den Frieden zwischen den Tessiner Parteien in Bern einberufenen Konferenz teil. Im Jahr 1871 wurde er Oberst der Schweizer Armee.
Mit dem Bildhauer Vincenzo Vela, dem Dichter Giovanni B. Buzzi und Augusto Mordasini war er einer der ersten Verfechter der Feuerbestattung im Kanton Tessin (italienisch) auf crematoriolugano.ch. Er war einer der Konzessionäre der Eisenbahnlinie Chiasso–Lugano–Bellinzona (1856)Celestino Trezzini: Costantino Bernasconi. In: Historisch-Biographisches Lexikon der Schweiz. Band 2: Beringen – Bion. Paul Attinger, Neuenburg 1924, S. 186 (PDF Digitalisat).
Bernasconi starb 1902 im Alter von 82 Jahren in Chiasso.
Nachleben mini|hochkant|Bernasconis Familiengrab auf dem Friedhof Chiasso Bernasconi war offenbar im Besitz von Vincenzo Velas 1850 entstandenem Jugendwerk Der Engel der Auferstehung (L’Angelo della Resurrezione). Es befand sich ursprünglich in der Casa Bernasconi in ChiassoGiulio Cesare Marchi Castellini: Elenco delle principali opere eseguite dallo scultore Vincenzo Vela. In: Antonio Allegri detto il Correggio, Vincenzo Vela, Luigi Asioli. Fratelli Palazzi, Correggio 1880, S. 221–227, hier 225 (Digitalisat auf Google Books). und wurde später an sein Familiengrab auf dem Friedhof von Chiasso versetzt.
mini|hochkant|Allegorische Figur «Dankbarkeit» mit Bernasconis Reliefporträt in Händen, Bernasconi-Denkmal, Chiasso Am 30. März 1913 wurde in Chiasso das von Antonio Soldini geschaffene Costantino-Bernasconi-Denkmal eingeweiht.
Literatur Adolfo Bächtold: Toponomastica chiassese tra cronaca e storia. Tipo Print Offset di Roncoroni + Sulmoni, Mendrisio 1985. Severino Dotta: I Ticinesi nei consigli della confederazione e del ... il primo secolo di autonomia della repubblica e cantone del Ticino 1803–1903. Locarno 1902. Erich Gruner: Bundesversammlung. 1, Francke, Bern 1966, S. 724.
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