80px|right Die Liste der Kulturdenkmale der Großsiedlung Trachau enthält die Einzeldenkmale und Sachgesamtheitsteile der Großsiedlung Trachau in Dresden-Trachau, die in der Denkmalliste des Freistaates Sachsen unter der ID-Nr. 09217340 als Sachgesamtheit ausgewiesen sind.Denkmalliste des Landes Sachsen Die Anmerkungen sind zu beachten.
Diese Liste ist eine Teilliste der Liste der Kulturdenkmale in Trachau (A–J) und der Liste der Kulturdenkmale in Trachau (K–Z).
Legende
Kulturdenkmale der Großsiedlung Trachau Diese Liste enthält alle Einzeldenkmale und Sachgesamtheitsteile, die denkmalpflegerisch zur Sachgesamtheit der Großsiedlung Trachau gehören. Jetzt im Besitz der WGTN (Wohnungsgenossenschaft Trachau-Nord eG).Die WGTN (abgerufen am 3. Februar 2019) Errichtet wurden die Gebäude von den Wohnungsbaugesellschaften ASSV, GEWOG, GEWOBAG und der Siedlergemeinschaft „Sonnenlehne e.V.“ASSV = Allgemeiner Sächsischer Siedlerverband, GEWOG = Gemeinnützige Wohnungs- und Heimstättengesellschaft für Arbeiter, Angestellte und Beamte GmbH. Dresden, Kopernikusstr. 72, GEWOBAG = Gemeinnützige Wohnungsbau-Aktiengesellschaft der Stadt Dresden und der Siedlergemeinschaft Sonnenlehne e.V. der ASSV. Geschäftsführer der GEWOG war Richard Rösch. Im Mai 1933 wurde die GEWOG als gewerkschaftseigenes Wohnungsunternehmen enteignet und unter dem Namen Neue Heimat weitergeführt. Die Bauausführung erfolgte durch drei Architekturbüros: Schilling & Graebner Baubüro der GEWOG von Hans Waloschek Baubüro der GEWOBAG von Hans Richter. Es werden 3 Bauabschnitte unterschieden: 1. Bauabschnitt bis 1933: bekanntestes Beispiel des Neuen Bauens in Dresden und repräsentativ für den gemeinnützigen Wohnungsbau der Weimarer Republik mit den Architekten Hans Richter (1882–1971) und Hans Waloschek (1899–1985). Danach wurden die Bauten konsequent in traditioneller Bauweise fortgesetzt, damit exemplarisch für den Paradigmenwechsel in Architektur und Städtebau nach 1933, besonders ablesbar an der Häuserzeile Kopernikusstraße (ID-Nr. 09217460).Großsiedlung Trachau – Flachdächer contra Schrägdächer (abgerufen am 3. Februar 2019) 2. Bauabschnitt 1934 bis 1936 (mit den Architekten der GEWOBAG Ernst Ufer und Kurt Müller) und 1937 bis 1938 (mit dem Architekten der GEWOBAG Willimartin Romberger) 3. Bauabschnitt 1957–1958 Die historische Bedeutung der Sachgesamtheit ergibt sich aus dem Denkmaltext des Landesamts für Denkmalpflege Sachsen: „Die Großsiedlung Trachau, unter Beteiligung mehrerer Architekten von 1929 bis Ende der 1950er Jahre entstanden, ist das bedeutendste Beispiel des Neuen Bauens in Dresden, modern, funktionalistisch, mit klaren Baukuben, Flachdächern, Fensterbändern, Loggien usw., dem Bauhaus nahestehend, dabei auch exemplarisch für den Paradigmenwechsel in Architektur und Städtebau nach 1933, sie ist neben Hellerau die bedeutsamste Siedlungsanlage aus der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts in Dresden, darüber hinaus größte Anlage des Kleinwohnungs- und Siedlungsbaus um 1930 in Sachsen (LfD/2010).“
Anmerkungen
Ausführliche Denkmaltexte
Literatur Karl-Heinz Löwel: Die Großsiedlung Dresden-Trachau – Zur Baugeschichte einer Wohnungsbaugenossenschaft, Dresden 2012, 60 S. online als PDF-Datei (abgerufen am 3. Februar 2019) Karl-Heinz Löwel: Zur Baugeschichte der Großsiedlung Dresden-Trachau. In: Trachauer Bürgerzeitung, Beilage, Nr. 41 vom August 1996 Pedro Waloschek: Auf den Spuren des Architekten Hans Waloschek: Ein Teilbericht über seine Bauten in Deutschland 1928–1933, zusammengestellt und herausgegeben von Pedro Waloschek, Hamburg 2009, 152 S., ISBN 978-3-8370-9416-9 (online Auszug S. 1–49) (abgerufen am 3. Februar 2019)
Weblinks
Klaus Brendler: Die Hans-Richter-Siedlung in Trachau (abgerufen am 3. Februar 2019)
Einzelnachweise
Trachau Grosssiedlung !