mini|Gliederung der Seekommandantur Elbe-Weser mini|Britischer Luftangriff auf Helgoland am 18. April 1945 mini|Der Marinestützpunkt Helgoland im Zweiten Weltkrieg Der Kommandant der Seeverteidigung Elbe-Weser, kurz Seekommandant Elbe-Weser, war ein regionaler Küstenbefehlshaber der deutschen Kriegsmarine im Zweiten Weltkrieg, der dem Kommandierenden Admiral Deutsche Bucht unterstellt war. Die Dienststelle wurde im November 1944 mit Sitz in Otterndorf eingerichtet und bestand unter alliierter Aufsicht über das Kriegsende hinaus fort bis Januar 1946. Einziger Seekommandant war von 1944 bis 1946 Konteradmiral Rolf Johannesson.Walter Lohmann, Hans H. Hildebrand. Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945. Sammelwerk in drei Bänden. O.O. 1956. Band I, Hauptkapitel IX, Kapitel 6, S. 10 f.
Gliederung Die Seekommandantur Elbe-Weser bestand aus vier Abschnitten und mehreren direkt unterstellten Verbänden.
Die Marine-Flak-Abteilungen waren ab 1938 aufgestellt worden, siehe Marine-Flak.
Direkt unterstellte Verbände Marinefestungs-Pionierstab 2 (Cuxhaven-Sahlenburg) Marinefestungs-Pionier-Bataillon 314 (Sahlenburg) Marinefestungs-Pionier-Bataillon 360 (Bremervörde) 4. Marine-Kraftfahr-Abteilung (Cuxhaven)
Abschnitt Wesermünde-Bremerhaven Zum Abschnitt Wesermünde-Bremerhaven gehörte das Küstengebiet östlich der Weser. Marine-Flak-Abteilung 244 einschließlich der Flakbatterie Tabar Marine-Flak-Abteilung 264 ab April 1943
Die Abteilungen 244 und 264 hatten Stellungen in Weddewarden, Langlütjen, Langen, Grebswarden, Spaden, Schiffdorf, Stotel und Ellwürden. Gefechtsstand lag in Einswarden.Flakschutz im Großraum Bremerhaven (relikte.com)Bild des Flak-Leitstands WeddewardenReinhold Thiel: Die bremische Flugabwehr im II. Weltkrieg (8. Flakdivision). H.M. Hauschild, Bremen 1995. ISBN 978-3-929902-34-1.Chronik Grebswarden 2. September 1940 bis 14. April 1943.Burchard Scheper: Die Flakhelfer 1944/45 (Flakhelfer in der Batterie Spaden)
Abschnitt Helgoland Zum Abschnitt Helgoland gehörte die Insel Helgoland einschließlich der benachbarten Düne, siehe Leuchtturm Helgoland.
Marine-Artillerie-Abteilung 122 Marine-Flak-Abteilung 242
Abschnitt Cuxhaven mini|10,5-cm-Flugabwehrgeschütz im Fort Kugelbake in Cuxhaven Verantwortlich für die Südseite der Elbmündung einschließlich der Inseln Scharhörn und Neuwerk. Hafenschutzflottille Cuxhaven 4. Ersatz-Marine-Artillerie-Abteilung (Cuxhaven) Marine-Flak-Abteilung 214 (Fort Kugelbake, Cuxhaven) mit Stellungen in Fort Kugelbake, Neufeld (Groden), Drangst, Stand Heide (Duhnen) und AltenbruchDer Flakschutz im Großraum Cuxhaven (relikte.com) 4. Marine-Kraftfahr-Abteilung (Cuxhaven)
Abschnitt Brunsbüttel Zum Abschnitt Brunsbüttel gehörte die nördliche Seite der Elbmündung und die schleswig-holsteinische Westküste südlich der Eidermündung. ehemalige 8. Marine-Flak-Regiment (Brunsbüttel) (Die Aufgabe des Regimentskommandeurs wurde durch den Kommandanten im Abschnitt wahrgenommen.) Marine-Flak-Abteilung 224 (Wilhelmsburg-Hademarschen) Marine-Flak-Abteilung 254 (Sandhayn) Marine-Flak-Abteilung 274 (Brunsbüttel) Marine-Flak-Abteilung 294 (Balje) 10. Marine-Nebel-Abteilung (Brunsbüttel-Zweidorf)
Literatur Walter Lohmann, Hans H. Hildebrand: Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945. Sammelwerk in drei Bänden. O.O. 1956. Band I, Hauptkapitel IX, Kapitel 6 Rolf Johannesson: Offizier in kritischer Zeit. Herausgegeben vom Deutschen Marine Institut mit Unterstützung des Militärgeschichtlichen Forschungsamts. E. S. Mittler & Sohn, Herford und Bonn 1989, ISBN 3-8132-0301-8. 2. Auflage, herausgegeben von Heinrich Walle, Mittler & Sohn, Hamburg 2016 (Autobiografie)
Einzelnachweise
Elbe-Weser Kategorie:Marinegeschichte (Nordsee)