mini|Fernand Melgar (2018) Fernand Melgar (* 4. Juli 1961 in Tanger) ist ein spanisch-schweizerischer Regisseur und Produzent von Dokumentarfilmen. Seine Filme haben zahlreiche Auszeichnungen gewonnen, unter anderem den Goldenen Leoparden „Cineasten der Gegenwart“ und zwei Schweizer Filmpreise.

Er ist Vertreter des Copyleft, und seine Filme sind gratis bei Plattformen wie vimeo verfügbar.

Leben Er ist Sohn spanischer Anarcho-syndikalisten der Confederación Nacional del Trabajo (CNT), die in den 1930er Jahren nach Marokko emigrierten. Mit ihnen wanderte er 1964 heimlich als Saisonarbeiter in die Schweiz aus.

In den 1980er Jahren unterbrach er sein Wirtschaftsstudium, um an der Bewegung Lôzane Bouge teilzunehmen und mit Freunden das Cabaret Orwell und den Rock Club La Dolce Vita in Lausanne zu gründen.

Ab 1983 dreht er als Autodidakt seine ersten Dokumentarfilme für das Schweizer Fernsehen und das Kino. 1985 tritt er der Vereinigung unabhängiger Filmregisseure Climage bei. 2018 verlässt er sie und gründet seine eigene Produktionsgesellschaft Le Dzè.

Fernand Melgar lebt und arbeitet in Lausanne in der Schweiz.

Filmografie

Kurzfilme 1983: Performances au Musée Deutsch sur huit jeunes artistes vaudois 1986: Le musée imaginaire über ein verlassenes Museum 1987: L'homme-nu über einen alten Mann, der nackt in einem Schweizer Wald wohnt 1997: Fou du jeu über Spielsucht in einem Madrider Vorort 2003: Collection Premier Jour über besondere Tage die das Leben verändern 2003: À table über die Ernährung während des Zweiten Weltkriegs in der Schweiz 2003: À l'arrière über die Rolle der Frauen während des Zweiten Weltkriegs in der Schweiz 2003: « J » über die Juden an der Schweizer Grenze während des Zweiten Weltkriegs 2005: La vallée de la jeunesse über die Arbeit des Choreographen Philippe Saire

Fernsehen 1990: Chroniques cathodiques sur la vidéo de création à New-York 1991: Je zappe donc je suis über das Fernsehen auf der Welt 2013: Le monde est comme ça über das Schicksal der Abgeschobenen aus dem Film Vol spécial

Spielfilme 1993: Album de famille über die Emigration der Eltern Fernand Melgars in die Schweiz 1998: Classe d'accueil über die Integration junger Ankömmlinge in Crissier 2002: Remue-ménage über einen Familienvater, der in Moudon als Transvestit auftritt 2005: Exit, le droit de mourir über Sterbehilfe in der französischsprachigen Schweiz 2008: La Forteresse über ein Asylbewerberheim in Vallorbe 2011: Vol spécial über ein Abschiebehaftzentrum bei Genf 2014: L'Abri über eine Notunterkunft für Obdachlose in Lausanne 2018: À l'école des philosophes über eine spezialisierte Schule in Yverdon-les-Bains

Installationen 2005: Le puits über die Mystik des Wassers 2009: Dans la forteresse über die visuelle und klangliche Atmosphäre des Films La forteresse

Auszeichnungen

Exit, le droit de mourir (2005) 2006: Beste Schweizer Dokumentation Prix du Cinéma Suisse; 2006: Beste europäische Koproduktion Golden Link AwardBeste europäische Koproduktion Golden Link Award 2006; 2006: Inspiration Award – Honorable Mention au Full Frame FestInspiration Award – Honorable Mention au Full Frame Fest 2006; 2006: Mention du jury au FIFF, Namur.

La forteresse (2008) 2008: Goldener Leopard „Cineasten der Gegenwart“, Filmfestival von Locarno

Vol spécial (2011) 2011: Erster Preis der jungen Jury beim Filmfestival von Locarno

Einzelnachweise

Bibliografie Vianney Schlegel, « Fernand Melgar, L’abri », Lectures, Les comptes rendus, 2016 (auf Französisch) Melgar, Fernand « Le Dzè» in Dolce Vita – A Music Club, 2015, ISBN 978-2-8251-4504-3, édition Âge d'homme

Weblinks

Fernand Melgar im Schweizer Film Directory

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