Heilwig Jacob, geboren als Heilwig Gagelmann (* 24. Dezember 1957 in Klein Sisbeck, Landkreis Helmstedt) ist eine deutsche Malerin. Sie lebt und arbeitet in Hamburg.
Leben Heilwig Jacob kam 1975 aus ihrem Elternhaus in Kassel nach Hamburg und studierte zunächst von 1975 bis 1976 Kunst an der Schule für Freie Malerei und Grafik von Heidi Pulley-Boyes in Hamburg, anschließend von 1976 bis 1982 an der Hochschule für bildende Künste Hamburg Freie Kunst, unter anderem bei Claus Böhmler und bei der Gastdozentin Meret Oppenheim.
Werk Heilwig Jacob beschäftigt sich mit dem Phänomen des Sehens und schafft in ihren Bildern und Objekten mehrere Sichtebenen. Dazu verwendet sie Acrylfolien, Leinwand, Spiegel und Gaze, die sie zum Teil in mehreren Lagen neben- und übereinander derart positioniert, dass der Betrachter ein neues Raumgefühl erfährt. Dabei wird die Zweidimensionalität aufgehoben und durch das Aufteilen der Bilder in Lamellen zu dreidimensionalen Objekten gestaltet. Zeichnungen erfahren im Spiegel Bewegtheit und Auflösung und verbinden sich virtuell mit dem gespiegelten aktuellen Ort und jeder Bewegung des Betrachters.Ausstellungskatalog Sichtebenen im Raum, 2013.
Rezeption
Kataloge (Auswahl) 2006: L-a-n-d-s-c-h-a-f-t, Chiffren im Sehgefüge 2006: Sehgefüge, Westwerk 2009: Forsythien hinter dem Frappant, Galerie Kunst-Nah 2013/14: Sehen in Bewegung 2013: Sichtebenen im Raum 2018: Momente im bewegten Sehen
Einzelausstellungen (Auswahl) (K = Katalog) 2006: Sehgefüge. Westwerk Hamburg 2007: Zwischen Eiche und Holunder. Kunstpunkt Ahrensburg 2009: Forsythien hinter dem Frappant. KunstNah Hamburg (K) 2010: Da wo das eine ist, ist das andere nicht. echtzeit studio Hamburg 2010: Sichtebene Bild. Kühne Künste Hamburg 2012: Spazierengehen – Wahrnehmung mit jedem Schritt? Die Bedürfnisanstalt 2015: Malerei aus zehn Jahren. galerie!Allee Hamburg 2015, 2016, 2018: puzzelink_evidenz. m6 Marktstraße Hamburg-Karoviertel 2016: -p-e-r-m-e-a-b-e-l-. Einstellungsraum e.V., Hamburg (K) 2018: Ein ROT dem Huhn. Hühnerhaus.Volksdorf. Hamburg 2018: Momente im bewegten Sehen. Galerie Morgenland, Hamburg 2018: Weg und Zeit. Elbschlossresidenz. Hamburg 2019: ... es erscheint ... – visuell erweiterte Malerei, Galerie-W, Hamburg (K) 2025: Überlebensbäume und das Fließen des Flusses. Markthaus Blankenese, Hamburg
Gruppenausstellungen (Auswahl) 1992: Kunstpack. Galerie heimArt Hamburg 2002: Internationale PaperArt in Stormann. Kunsthaus Am Schüberg 2006: Landschaftlich reizvoll. Gedok Hamburg 2006: Prinzip Nüshu. Kunstforum Hamburg 2007: 2008 und 2012 Altonale-Kunstpreis nominiert 2009: Komm wir gehen in den Wald. Westwerk Hamburg 2009: Was ist wichtig. Kunsthaus Hamburg 2012: Der Weg entsteht im Sehen. Alles Wird Schön e.V. Hamburg-Heimfeld 2014: Blick ins Freie. Pleasureground Galerie Jenischpark 2015: BildraumRaumbild. Galerie Speckstraße Gängeviertel Hamburg 2015: Strich oder Linie. Kunsthaus Hamburg 2016: Audiovisuelle Momente. Atelier Hoheneichen, Hamburg 2016: Bühnenwelten, Scheinwelten. Künstlerhaus Sootbörn, Hamburg 2016: Farben des Augen–Blicks. Alles Wird Schön e.V. Hamburg-Heimfeld 2016: Jahresgaben 2016. Einstellungsraum e.V. 2017: Kunstaltonale 2017. Hamburg 2017: Ruhe. Galerie Morgenland, Hamburg 2018: Kunstpfad Gut Karlshöhe. Hamburg 2018: MailART Ein Jahrhundert Frauenwahlrecht. Gedok Hamburg 2018: Vor dem Sturm. Galerie Morgenland, Hamburg 2018: Werke im Postkarten-Format. Museo de Arte del Tolima, Kolumbien 2019: Me at the Zoo. Kunsthaus Hamburg 2023: arbor vitae – lebens?baum Wälderhaus
Auftragsarbeiten 1979 und 1983 Wandbilder in der Buch Handlung Welt. Hamburg
Quellen dagegen – dabei. Edition Michael Kellner, Hamburg 1998, ISBN 3-933444-02-0. Speichern – Akkumulieren. 10 Positionen von 10 Künstlern und Künstlerinnen aus 2016. hyperzineverlag, Hamburg 2017, ISBN 978-3-938218-86-0. PaperArt in Stormarn 2002. 53 internationale Künstlerinnen. Kulturstiftung der Sparkasse Stormarn. Sautter und Lackmann, Hamburg 2002, ISBN 3-88920-042-7.
Einzelnachweise
Kategorie:Maler (Hamburg) Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1957 Kategorie:Frau