Sarnów (deutsch Sarnau) ist ein Ort der Gmina Byczyna in der Woiwodschaft Opole in Polen.

Geographie mini|links|Der Bach Pratwa in Sarnów Geographische Lage Sarnów liegt im nordwestlichen Teil Oberschlesiens rund fünf Kilometer südlich vom Gemeindesitz Byczyna, rund 11 Kilometer nördlich der Kreisstadt Kluczbork und etwa 60 Kilometer nordöstlich der Woiwodschaftshauptstadt Opole.

Das Dorf liegt am Pratwa (Proschlitzer Bach), einem linken Nebenzufluss der Prosna. Durch den Ort verläuft die Landesstraße Droga krajowa 11. Nordöstlich des Ortes liegt der Bahnhof Biskupice koło Kluczborka, ein Haltepunkt an der Bahnstrecke Kluczbork–Poznań.

Nachbarorte Nachbarorte von Sarnów sind im Norden Biskupice (Bischdorf), im Osten Chudoba (Eichborn), im Südosten Łowkowice, im Süden Krzywizna (Schönwald), im Südwesten Rożnów (Rosen) und im Nordwesten Kochłowice (Kochelsdorf).

Geschichte mini|Friedhofskapelle St. Johannes der Täufer mini|Dorfpartie an der DK 11 1506 wird das Dorf erstmals erwähnt. In einem Dokument wird Hanusz Ezammer als Besitzer des Dorfes Sarnau genannt.

Das Dorf Sarnau wurde als Kolonie gegründet.Johann Georg Knie: Alphabetisch-statistisch-topographische Uebersicht der Dörfer, Flecken, Städte und andern Orte der Königl. Preuss. Provinz Schlesien. Breslau 1845, S. 579. Der slawische Name Sarnów leitet sich vom polnischen Wort Sarna (dt. Reh) ab. Der Dorfname ist in etwa mit Rehdorf oder Rehfeld zu übersetzen.Heinrich Adamy: Die schlesischen Ortsnamen Ihre Entstehung und Bedeutung – Ein Bild aus der Vorzeit, Breslau, Priebatsch, 1889, S. 72

1845 bestanden im Dorf ein Schloss, ein Vorwerk und weitere 24 Häuser. Im gleichen Jahr lebten in Sarnau 221 Menschen, davon 30 katholisch. 1861 lebten in Sarnau 264 Menschen. 1874 wurde der Amtsbezirk Bischdorf gegründet, zu dem Sarnau eingegliedert wurde.Territorial Amtsbezirk Bischdorf

1933 lebten in Sarnau 370, 1939 wiederum 339 Menschen. Bis 1945 gehörte das Dorf zum Landkreis Kreuzburg O.S.

Als Folge des Zweiten Weltkriegs fiel Sarnau 1945 wie der größte Teil Schlesiens an Polen. Nachfolgend wurde der Ort in Sarnów umbenannt und der Woiwodschaft Schlesien angeschlossen. 1950 wurde er Teil der Woiwodschaft Opole, 1999 kam der Ort zum neu gegründeten Powiat Kluczborski (Kreis Kreuzburg).

Sehenswürdigkeiten Das Schloss Sarnau wurde in der Wende des 18. und 19. Jahrhunderts im klassizistischen Stil erbaut. 1913 wurde der Bau im Auftrag von Alfred Schmirgel umgebaut.Hetman Roma Byczyna sp. Z o. O.Schloss Sarnau Der ehemalige Schlosspark ist noch teilweise erhalten. Friedhofskapelle St. Johannes der Täufer

Weblinks

Einzelnachweise

Kategorie:Ort der Woiwodschaft Opole Kategorie:Gmina Byczyna Kategorie:Ort in Schlesien Kategorie:Ersterwähnung 1506