Als Linon (englisch: lawn, ein korrumpiertes linon) bezeichnet man ein feines bis kräftiges leinwandbindiges Baumwollgewebe mit leichter Leinenoptik. Thomas Meyer zur Capellen: Lexikon der Gewebe. 5., grundlegende überarbeitete und erweiterte Auflage. Deutscher Fachverlag, Frankfurt am Main 2015, ISBN 978-3-86641-258-3, S. 251. Ursula Völker, Katrin Brückner: Von der Faser zum Stoff – Textile Werkstoff- und Warenkunde. 35., aktualisiert Auflage. Verlag Dr. Felix Büchner. Hamburg 2014, ISBN 978-3-582-05112-7, S. 240.

Linon ist ein gebleichter und kalandrierter Baumwollstoff auf der Basis von Kretonne oder Renforcé durch eine nicht waschfeste Füllappretur mit einem leinenähnlichen Glanz.

Ursprünglich war Linon ein feines Leinengewebe in Leinwandbindung, Paul-August Koch, Günther Satlow: Großes Textil-Lexikon: Fachlexikon für das gesamte Textilwesen. Deutsche Verlags-Anstalt, Stuttgart 1965, Bd. L–Z, S. 25. Fabia Denninger, Elke Giese: Textil- und Modelexikon Bd. L–Z. 8., vollständig überarbeitete und erweiterte Auflage. Deutscher Fachverlag GmbH, Frankfurt am Main 2006, ISBN 3-87150-848-9, S. 418. wie es Schedels Warenlexikon von 1814 verzeichnet:Johann Heinrich Moritz Poppe: Johann Christian Schedels neues und vollständiges, allgemeines Waaren-Lexikon […]. Erster Teil A bis L. Vierte durchaus verbesserte Auflage, Verlag Carl Ludwig Brede, Offenbach am Mayn 1814. S. 613–614.

Einzelnachweise Alfons Hofer: Textil- und Modelexikon. 7. Auflage, Band 2, Deutscher Fachverlag, Frankfurt am Main 1997, Stichwort „Linon“. ISBN 3-87150-518-8.

Kategorie:Flachgewebe