Beschweren hat in der Textiltechnik zwei Bedeutungen, wobei die einfache Ablagerung der verschiedenen Substanzen auf der Faseroberfläche als eigentliches Beschweren bezeichnet wird, das Eindringen in den entbasteten Seidenraupenfäden als Erschweren. Autorenkollektiv: Textile Faserstoffe. Zweite, verbesserte Auflage. Fachbuchverlag, Leipzig 1967, S. 484.
Beschweren von Naturseide
Durch Beschweren, meist als Erschweren bezeichnet, wird der bei Naturseide entstandene Gewichtsverlust durch Metallsalze wieder aufgefüllt. Zu starkes Erschweren mit Metallsalzen macht die Seide allerdings brüchig, deshalb werden inzwischen Kunstharze verwendet.Ursula Völker, Katrin Brückner: Von der Faser zum Stoff – Textile Werkstoff- und Warenkunde Ursula, 35., aktualisierte Auflage, Verlag Dr. Felix Büchner. Hamburg 2014, ISBN 978-3-582-05112-7, S. 44.
Beschweren von sonstigen Geweben Bei den meist nicht waschfesten Appreturen von Baumwoll- und Viskose-Geweben wird durch Beschweren ein fülligerer Stoffgriff erzielt und ein schwereres oder dichteres Gewebe vorgetäuscht. Dies geschieht durch Auffüllen mit Leim- oder Stärkepräparaten oder mit organischen Kolloiden. Diese Technik war jedoch bereits in den 1990er Jahren von stark rückläufiger Bedeutung.Fabia Denninger, Elke Giese: Textil- und Modelexikon, Band 2, L – Z, 8., vollständig überarbeitete und erweiterte Auflage, Deutscher Fachverlag Frankfurt am Main 2006, ISBN 3-87150-848-9, S. 65.
Siehe auch Linon (Gewebe)
Einzelnachweise Alfons Hofer: Textil- und Modelexikon. 7. Auflage, Band 1, Deutscher Fachverlag, Frankfurt am Main 1997, Stichwort „Beschweren“. ISBN 3-87150-518-8.
Kategorie:Seide Kategorie:Textiltechnik