Iclănzel [] (veraltet Iclandul Mic; oder Panit) ist eine Gemeinde im Kreis Mureș in der Region Siebenbürgen in Rumänien.

Der Ort ist auch unter den veralteten Bezeichnungen Iclănzăl und Iclănzelul bekannt.

Geographische Lage mini|links|Lage der Gemeinde Iclănzel im Kreis Mureș mini|Holzkirche in Mădărășeni Die Gemeinde Iclănzel liegt im Süden der Siebenbürgischen Heide (Câmpia Transilvaniei) – Teil des Siebenbürgischen Beckens. An der Mündung des Baches Icland in den Lechința – ein rechter Zufluss des Mureș (Mieresch) – und der Kreisstraße (drum județean) DJ 152A befindet sich der Ort Iclănzel 13 Kilometer nördlich von der Kleinstadt Iernut und 33 Kilometer westlich von der Kreishauptstadt Târgu Mureș (Neumarkt am Mieresch) (17 Kilometer Luftlinie).

Geschichte Der Ort Iclănzel wurde 1501 erstmals urkundlich erwähnt.

Auf dem Areal der eingemeindeten Dörfer Căpușu de Câmpie (Feldthor) wurden archäologische Funde in die Bronze- und Römerzeit datiert,Repertoriul Arheologic al României – Căpușu de Câmpie, abgerufen am 27. Januar 2019 (rumänisch). die bei Iclandu Mare (ungarisch Nagyikland) wurden einem etwas früheren Zeitabschnitt zugeordnet und befinden sich im Déri-Museum in der ungarischen Stadt Debrecen.Repertoriul Arheologic al României – Iclandu Mare, abgerufen am 27. Januar 2019 (rumänisch).

Im Königreich Ungarn gehörte der Ort dem Stuhlbezirk Marosludas in der Gespanschaft Torda-Aranyos anschließend dem historischen Kreis Mureș und ab 1950 dem heutigen Kreis Mureș an.

2017 wurde vom Gemeinderat entschieden, dass die Gemeinde Iclănzel an das Trink- und Abwassernetz angeschlossen werden sollte.

Bevölkerung Die Bevölkerung der Gemeinde Iclănzel entwickelte sich wie folgt: Volkszählung Ethnie Jahr Bevölkerung Rumänen Ungarn Deutsche andere 1850 2330 2086 111 - 133 1920 3296 2839 363 1 93 1956 4832 4604 189 1 38 2002 2292 2137 78 1 76 2011 2126 1995 50 2 79 2021 1902 1726 48 2 126 (42 Roma) Seit 1850 wurde auf dem Gebiet der heutigen Gemeinde die höchste Einwohnerzahl und die der Rumänen 1956 registriert. Die höchste Anzahl der Magyaren (529) wurde 1900, der Roma (122) 1850 und die der Rumäniendeutschen (11) wurde 1890 ermittelt.Varga E. Árpád: Volkszählungen 1850–2002 in Siebenbürgen bei kia.hu, letzte Aktualisierung am 2. November 2008 (PDF; 1,1 MB; ungarisch).

Sehenswürdigkeiten Im eingemeindeten Dorf Căpușu de Câmpie das Herrenhaus der ungarischen Adelsfamilie Sándor im 19. Jahrhundert errichtet, in dem heute ein Altersheim betrieben wird, steht unter Denkmalschutz.Liste historischer Denkmäler des rumänischen Kulturministeriums, 2015 aktualisiert (PDF; 12,7 MB; rumänisch) Die Holzkirche Sf. Arhangheli Mihail și Gavril im 18. Jahrhundert in Iclănzel errichtet, steht seit 1980 im Dorf Mădărășeni (ungarisch Hirtopa)Angaben zur Holzkirche in Mădărășeni bei biserici.org, abgerufen am 27. Januar 2019 (rumänisch) unter Denkmalschutz.

Persönlichkeiten

Petru Maior (1754–1821), geboren in Căpușu de Câmpie, war Theologe und Historiker.

Weblinks

Die Gemeinde Iclănzel bei ghidulprimariilor.ro

Einzelnachweise

Kategorie:Ersterwähnung 1501