Carlheinz Riepenhausen (* 17. November 1905 in Göttingen, Deutsches Kaiserreich; † 8. November 1991 in ArolsenFreerk Bulthaupt: Nachruf in: Mitteilungsblatt des Berliner Schachverbandes e.V., Dezember 1991. S. 20.) war ein deutscher Dramaturg und Hörfunkregisseur.
Leben und Wirken Riepenhausen studierte an den Universitäten von Tübingen und Berlin Germanistik und Theaterwissenschaft und arbeite anschließend als Journalist. Von 1934 bis 1939 wirkte er als Verlagsdramaturg, von 1939 bis 1943 war er als Dramaturg bei der UFA angestellt. Nach dem Kriegsdienst bis 1945 kehrte Carlheinz Riepenhausen ins Verlagswesen zurück und arbeitete als Lektor und Übersetzer. 1946 begann er Rundfunksendungen zu inszenieren.
Rund 200 Schulfunksendungen inszenierte Carlheinz Riepenhausen bis 1960. In demselben Zeitraum führte er auch Regie bei einer Fülle von Erwachsenenhörspielen, die dem Hörer vor allem die Klassiker der Literatur aber auch moderne Stücke näher zu bringen versuchten. Zu seinen wichtigsten Hörspielinszenierungen gehören Kleists Der zerbrochene Krug, Schillers Die Räuber, Goethes Faust, Lysistrata von Aristophanes und André Gides Die Heimkehr des verlorenen Sohnes. Nach 1960 verliert sich Riepenhausens Spur.
Seit 1923 war er Mitglied der katholischen Studentenverbindung AV Guestfalia Tübingen.
Hörspiel-Regie (Auswahl) 1947: Johann Wolfgang von Goethe: Das alte Puppenspiel vom Doktor Faust 1948: Kurt Barthel (KuBa): Schlöffel 1949: Aristophanes: Lysistrata (auch Bearbeitung (Wort)) 1949: Johann Wolfgang von Goethe: Der Großkophta 1949: Werner Stewe: Legionäre 1952: Friedrich Schiller: Die Räuber 1955: Martin Kruse: Der dänische Molière 1955: Christoph Andreas: Elsa Brandström 1955: Richard Carti: E. T. A. Hoffmann 1955: Christoph Andreas: Jean Henri Dunant. Ein Hörbild 1955: Heinz Meising: Suchkind 2314 1955: Otto Zarek: Voltaire und der Fall Calas 1955: André Gide: Die Heimkehr des verlorenen Sohnes 1955: Leonhard Reinirkens: Friedrich von Bodelschwingh 1956: Andreas Fuchs: Blutdruck 220 1956: Andreas Fuchs: Alarm in Havel II 1956: Heinz Meising: Rembrandt van Rijn 1956: Karl Heinz Gies: Abenteuer der Straße 1957: Kurt Neubert: Mein Freund darf nicht blind werden 1957: Kurt Neubert: Die Versuchung des jungen Pitt 1959: Hermann Schneider: Recht gewünscht und schlecht gewünscht 1960: Heinrich von Kleist: Der zerbrochene Krug
Nur Bearbeitung (Wort): 1953: Rudyard Kipling: Der Ausgelöschte – Regie: Nicht angegeben 1954: Johannes von Saaz: Ackermann und Tod (Ackermann aus Böhmen) – Regie: Hans Bernd Müller
Literatur Johann Caspar Glenzdorf: Glenzdorfs internationales Film-Lexikon. Biographisches Handbuch für das gesamte Filmwesen. Band 3: Peit–Zz. Prominent-Filmverlag, Bad Münder 1961, , S. 1403 f.
Weblinks Riepenhausen-Inszenierungen in der ARD-Hörspieldatenbank
Einzelnachweis
Kategorie:Hörspielregisseur Kategorie:Dramaturg Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1905 Kategorie:Gestorben 1991 Kategorie:Mann Kategorie:Korporierter im CV