Der Hirth HM 501 ist ein deutscher Flugmotor aus der Zeit des Zweiten Weltkriegs.

Entwicklung Der HM 501 erschien 1939 zeitgleich mit dem HM 500 als dessen sechszylindrige Ausführung und als Nachfolger des HM 506 A, den er ersetzte. Von ihm wurde der Aufbau mit Einheitszylindern, Kurbeltrieb und Steuerung übernommen, verändert wurde die Form das Kurbelgehäuses aus Elektron, das eine geschlossene Tunnelform mit eingepressten Lagerringen für Kurbel- und Nockenwelle erhielt. Außerdem wurde der Ölbehälter, der sich bis dahin im Innern des Gehäuses befand, nach außen verlagert und sämtliche Anbauteile zur Reduzierung des Stirnwiderstands an der Rückseite des Motors angeordnet. Der HM 501 gelangte nicht in die Serienproduktion, da die Luftfahrtindustrie für die Leistungsklasse, die er abdeckte, keine geeigneten Flugzeugmuster entwickelte. Testweise wurde er in eine Fw 44 eingebaut und diente ebenso als Antrieb für die Ar 231.

Aufbau Der HM 500 ist ein luftgekühlter Sechszylinder-Viertakt-Reihenmotor mit einreihig hängend angeordneten Zylindern, automatischer Zündung und Frischöl-Trockensumpfschmierung. Das Anlassen kann sowohl elektrisch als auch per Hand durchgeführt werden.

Technische Daten Kenngröße Daten (HM 501 A) Länge 1272 mm Breite 485 mm Höhe 662 mm Bohrung 105 mm Hub 115 mm Zylinderhubraum 0,995 l Gesamthubraum 5,970 l Verdichtung 6,2 Zündfolge 1–5–3–6–2–4 Startleistung bei 2550/min Steigleistung bei 2470/min Dauerleistung bei 2380/min Hubraumleistung 26,80 PS/l Trockenmasse 148 kg Einbaumasse 155 kg Leistungsmasse 0,93 kg/PS Kraftstoffverbrauch 230 g/PSh bei Startleistung220 g/PSh bei Steig- und Dauerleistung Schmierstoffverbrauch 2–3 g/PSh Oktanzahl 80

Einzelnachweise

Kategorie:Reihenmotor (Luftfahrt)