Hermann Maria Wette, vollständig Hermann-Maria Eduard Wette,In: Deutsches Geschlechterbuch, Band 169, Verlag C. A. Starke, Limburg a. d. Lahn 1980, S. 123, 124 (). (* 9. Februar 1900 in Köln; † 1982) war ein deutscher Musikwissenschaftler, Komponist und Kunstmaler.
Leben Wette war das siebte Kind des Arztes und Schriftstellers Hermann Wette und der Textdichterin der Oper Hänsel und Gretel Adelheid Wette, geborene Humperdinck. Bereits als Jugendlicher stand auch er, durch die Bekanntschaft seines Vaters mit Arnold Mendelssohn, mit diesem in Briefkontakt.Postkarte von Hermann Maria Wette und Hermann Wette an Arnold Ludwig Mendelssohn. Eberstadt, 31. Juli 1916 [Poststempel].Postkarte von Hermann Maria Wette an Arnold Ludwig Mendelssohn. Darmstadt, 28. April 1917 [Poststempel].
Wette studierte an der Musikhochschule Mannheim bei Ernst Toch, der auch dafür sorgte, dass Stücke von Nikolai Lopatnikoff, Kurt Spanich, Trude Rittmann, Wette und anderer seiner Schüler in die Mannheimer Gesellschaft eingebracht wurden.Heiko Schneider: Wahrhaftigkeit und Fortschritt. Ernst Toch in Deutschland 1919–1933. Schott, 2007, S. 29, 39. Er komponierte zahlreiche Werke. 1929 schrieb Wilhelm Bopp anlässlich Wettes Debüt in Mannheim in der Juni-Ausgabe der Monatsschrift Die Musik:
Als im Herbst 1933 Max von Pauer Leiter der neugegründeten Städtischen Hochschule für Musik und Theater zu Mannheim wurde, wurde er zusammen mit Johann Eckart und Rudolf Boruvka als Lehrer an diese Schule berufen.Hochschulen, Konservatorien und Unterrichtswesen. In: Neue Zeitschrift für Musik, 100. Jahrg., Gustav Bosse Verlag, Regensburg, November 1933, S. 1174 (im Jahressammelband). (Digitalisat) Wette trat zum 1. April 1940 der NSDAP bei. Er war später Leiter der Musikhochschule des Saarlandes.
Aus der Ehe mit seiner Frau Gertrud Wette, geb. Egli (1910–2002), einer promovierten, in Mannheim praktizierenden Zahnärztin, gingen vier Söhne hervor, darunter der Biologe und Statistiker Reimut Wette (1927–1997) und der Historiker Wolfram Wette (* 1940). Teile seiner Musikhandschriften befinden sich in der Sammlung der Musikabteilung der Bayerischen Staatsbibliothek in München.Nachlässe und personengebundene Sammlungen der BSB-Musikabteilung. Bayerische Staatsbibliothek, München, S. 13.; Stand: 13. Juni 2023
Kompositionen (Auswahl) Morgenlied (Männerchor)Georg Günther: Friedrich Schillers musikalische Wirkungsgeschichte. Ein Kompendium. Springer-Verlag, 2018, S. 324. ISBN 978-3-476-04620-8 Quintett für Panflöte, Violine, Cimbal, Klavier, KontrabassOriginalkompositionen für Panflöte. In: Ulrich Herkenhoff: The Art of Pan (Website). Nachtlieder. Für Sopran, Alt, Klavier. (1933; Uraufführung in Stuttgart)Neue Zeitschrift für Musik, 100. Jahrg., Heft 3, Gustav Bosse Verlag, Regensburg, 1933, S. 269 (im Jahressammelband). (Digitalisat)Heiko Schneider: Wahrhaftigkeit und Fortschritt. Ernst Toch in Deutschland 1919–1933. Schott, 2007, S. 151. Klaviersonate No. 3 (1932)Hofmeisters Musikalisch-literarischer Monatsbericht. 105. Jahrg., Nr. 1, Verlag von Friedrich Hofmeister, Leipzig, Januar 1933, S. 18. (Digitalisat) Dona nobis pacem (Missa; 1932)National register of microform masters. Band 2, Hrsg. von der Library of Congress, The Library, 1979, S. 653. ()Hofmeisters Musikalisch-literarischer Monatsbericht. 105. Jahrg., Nr. 1, Verlag von Friedrich Hofmeister, Leipzig, Januar 1933, S. 24. (Digitalisat) SinfoniettaNeue Zeitschrift für Musik, 109. Jahrg., Heft 3, Gustav Bosse Verlag, Regensburg, März 1942, S. 108 (im Jahressammelband). (Digitalisat) (1942; uraufgeführt unter GMD Karl Friderich (1899–1978))Neue Zeitschrift für Musik, 109. Jahrg., Heft 5, Gustav Bosse Verlag, Regensburg, März 1942, S. 237 (im Jahressammelband). (Digitalisat)
Literatur Fred K. Prieberg: Handbuch Deutsche Musiker 1933–1945. CD-ROM-Lexikon, Kiel 2009, 2. Auflage, S. 8241. online
Einzelnachweise
Kategorie:Musikwissenschaftler Kategorie:Leiter einer Hochschule in Deutschland Kategorie:NSDAP-Mitglied Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1900 Kategorie:Gestorben 1982 Kategorie:Mann Kategorie:Hochschullehrer (Musikhochschule Mannheim)