Das Europaschutzgebiet Innergamp (Natura-2000-Gebiete, auch: Spirkenwälder Innergamp) liegt in der Gemeinde Nenzing in Vorarlberg, Österreich im Rätikon. Es umfasst Wald, insbesondere Bergkiefern (Spirken). Die Bergkiefern gelten als „Überlebenskünstler“ und können auch wie hier vorliegend in sehr nährstoffarmen Gebieten wachsen aber auch in saurem Untergrund, wie in Hochmooren.
Zweck des Europaschutzgebietes Innergamp ist der Schutz hier lebender gefährdeter wildlebender heimischer Pflanzen- und Tierarten und ihrer natürlichen Lebensräume.
Rechtliche Grundlage Das Europaschutzgebiet Innergamp wurde gemäß Vorarlberger NaturschutzverordnungLGBl.Nr. 36/2003, Anlage 1, FFH-Schutzgebiete, Zif. 12. als solches mit einem einfachen Landesgesetz ausgewiesen. Grundlage für die Unterschutzstellung ist die Flora-Fauna-Habitat-Richtlinie 92/43/EWG (FFH-Richtlinie) der Europäischen Union.
Topografie Das Europaschutzgebiet Innergamp liegt nahe der Grenze zwischen Liechtenstein und Österreich (etwa 1,5 km Luftlinie entfernt) auf dem Gemeindegebiet von Nenzing und hat in etwa die Form eines Kopfs mit phrygischer Mütze.Siehe zeichnerische Darstellung des Amtes der Landesregierung vom 2. Mai 2003, Zl. IVe-106.00. Das gesamte Gebiet liegt in einer Höhe von etwa bis und hat eine Fläche von etwa 44 Hektar. Im nordöstlichen Teil liegt im Schutzgebiet der Lohnspitz (). Das vom Galinakopf () kommende Galinagrätle, zu dem die Lohnspitz gehört, bildet einen Teil der nordwestlichen Grenze des Schutzgebietes. Westlich, etwa 600 Meter Luftlinie entfernt, liegt die Galinalpe (etwa ) und nordöstlich, etwa 400 Meter entfernt, die Vortdergampalpe (etwa ) Die für das Schutzgebiet namensgebende Innergampalpe (etwa ) liegt etwa 500 Meter Luftlinie entfernt in südlicher Richtung.
Schutzzweck und -umfang Im Sinne der Flora-Fauna-Habitat-Richtlinie (Anhang I der FFH-Richtlinie) ist für dieses Schutzgebiet der Prioritärer Lebensraum des Bergkiefervorkommens (montaner und subalpiner Pinus uncinata) auf Wald auf Gips und Kalksubstrat besonders geschützt.
Dieses Europaschutzgebiet ist eines von drei weiteren im Rätikon zum Schutz der Bergkiefernvorkommen (Europaschutzgebiet Spirkenwälder Saminatal, Europaschutzgebiet Spirkenwald Oberer Tritt, Europaschutzgebiet Spirkenwälder Brandnertal). Mit diesen vier Schutzgebieten werden die größten Vorarlberger Vorkommen und etwa die Hälfte der österreichweiten Bestände der Spirke abgedeckt.
Nutzung und Verkehr Das Europaschutzgebiet wird wenig als Naherholungsgebiet genutzt. Es führt keine öffentliche Straße in das Schutzgebiet.
Literatur Europaschutzgebiete Spirkenwälder, Amt der Vorarlberger Landesregierung, Bregenz (online). P. Huemer: Wildnisgebiet Innergamp/Galinatal (Österreich, Vorarlberg; Fürstentum Liechtenstein) – ein Refugialraum für Schmetterlinge (Lepidoptera) , Dornbirn 2018, inatura – Forschung online.
Weblinks Europaschutzgebiete in Vorarlberg, Webseite: Vogis.at
Einzelnachweise
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