Eberhard Reppold (* 17. März 1934 in Effelder; † 18. März 2013 ebenda) war ein deutscher Bildhauer. Sein Hauptwirkungsbereich war der Thüringer Raum.

Leben und Werk mini|Lesende, Ecke Wendenstraße/Johannesplatz in Erfurt-Ilversgehofen Eberhard Reppold absolvierte nach dem erfolgreichen Besuch einer Oberschule ein Kunststudium an der Kunsthochschule Berlin-Weißensee, unter anderem bei Theo Balden.Anzeiger des Vereins Thüringer Ornithologen, abgerufen am 18. Januar 2019. Bald begann er seine Karriere als Bildhauer. Er war bis 1990 Mitglied des Verbandes Bildender Künstler der DDR. 1984 wurde er als Mitglied eines Kollektivs mit dem Orden Banner der Arbeit geehrt.

In mehr als 30 Jahren künstlerischer Tätigkeit schuf er zahlreiche Werke zu damaligen zeittypischen Themen.

Werkbeispiele 1961: Kind mit Blume, Bronze, 0,80 m; Guss in Lauchhammer; im egapark Erfurt, damals igaRuth Pape et al.: Bildende Kunst + Architektur. Katalog Teil 3, Karl-Marx-Stadt, Gera, Erfurt, Suhl. Bezirk Erfurt. Deutsche Bauakademie, Berlin, 1972, S. 150/151 1963: Liegender Akt; Bronze, Höhe 2,00 m; Guss in Lauchhammer; Tambach-Dietharz, im Betriebsgelände des damaligen VEB Schraubenfabrik.Ruth Pape et al.: Bildende Kunst + Architektur. Katalog Teil 3, Karl-Marx-Stadt, Gera, Erfurt, Suhl. Bezirk Erfurt. Deutsche Bauakademie, Berlin, 1972, S. 139/140 um 1965: Armaturenbrett des Pkw Wartburg., (in das Suchfenster „Reppold“ eingeben). Reppold war neben seiner bildhauerischen Tätigkeit auch Industriedesigner. um 1967 oder 1973Laut Inschrift auf dem Sockel am jetzigen Standort in der Wendenstraße.: Lesendes Mädchen oder einfach Lesende auf dem Gelände des egaparks (ursprünglich auf dem Erfurter Johannesplatz aufgestellt)Ortsteilrat wünscht sich Lesende zurück, auf tlz.de (Thüringische Landeszeitung), 2010; abgerufen am 18. Januar 2019. um 1967: Drei sibirische Kraniche, vormals am Stausee Hohenfelden. Ein weiterer Abguss der Kraniche steht in Gera auf einer Grünanlage., abgerufen am 17. Januar 2019. Seit 1999 befindet sich die Skulptur im Berliner Zoo an der Ameisenbären-Anlage. Laut Information des Berliner Bezirksamts Mitte handelt es sich um eine Leihgabe.Denkmal Kraniche im Berliner Zoo; abgerufen am 17. Januar 2019. 1972 und (unklar): Bronzebüsten Walter Krämer und Thomas MannHumanität kennt kein Parteibuch in Unsere Neue Zeitung (2012); aus Anlass der feierlichen Namensgebung der Medizinischen Fachschule Weimar 1972, die bis 1990 bestand., abgerufen am 17. Januar 2019. 1971: Durchbruchwand am Johannesplatz in ErfurtKunst am Bau auf www.flickr.com; abgerufen am 17. Januar 2019., gestaltet zusammen mit Kurt Grohmann und Klaus Fleischmann. Sie besteht aus quadratischen Betonplatten, in der Mitte kreisrund frei gearbeitet. Die Struktursteine bilden ein zusammenhängendes Band als Mauer, das auf nach unten halben Platten steht mit daraufgesetzten anderen Hälften. 1971: Mensch und Elektronik, Plastik aus Beton und Kupfer, Höhe 6,00 m, Ø 3,50 m; Ausführung Beton: Kurt Grohmann und Klaus Fleischmann; Kupfer: Edgar Nossmann / 1926–2015; Erfurt, heutiger Benary-Platz, vor dem damaligen Verwaltungsgebäude des Funkwerks ErfurtRuth Pape et al. (Bearbeitung): Bildende Kunst + Architektur. Katalog. Deutsche Bauakademie, Berlin, 1973 1974: Bodenturnerin, zur Eröffnung eines Schulneubaus in Erfurt (Polytechnische Oberschule W. I. Lenin) enthüllt. Die lebensgroße Bronzefigur stellt die Turnerin Siegfriede Weber-Dempe dar und wurde im Jahr 2017 oder davor zusammen mit weiteren Kunstwerken Reppolds gestohlen.Wo ist „Die Bodenturnerin“? Polizei Weimar sucht Statue des Humboldtgymnasiums. auf www.thüringer-allgemeine.de, 9. Februar 2017; abgerufen am 17. Januar 2019. 1975: Denkmal für Angehörige der sowjetischen Armee, am 8. Mai, dem Tag der Befreiung, im Park an der Ilm in Weimar eingeweiht, ehrt die Soldaten, die bei den Endkämpfen im Zweiten Weltkrieg getötet wurden oder ihren Verwundungen später erlagen. Es zeigt einen stilisierten Panzer und ist mit folgender Inschrift in Russisch versehen: .Gitta Günther, Wolfram Huschke, Walter Steiner (Hg.): Weimar. Lexikon zur Stadtgeschichte, Text zum Denkmal für die Sowjetsoldaten von Eberhard Reppold (S. 127), abgerufen am 17. Januar 2019. 1975: Büste für Engelbert SchonerLandschaften und Gesichter. Zur Kunstausstellung des Bezirkes Erfurt. In: Neues Deutschland, 11. Juni 1975, S. 4 1978: Sportlerin in Jena-LobedaDoris Weilandt: Jena-Lobeda – ein Kunstspaziergang im Plattenbauquartier, auf scottyscout.com; abgerufen am 18. Januar 2019. 1984: Ehrenmal für die Opfer des Faschismus auf dem Weimarer Hauptfriedhof, am 9. September (dem in der DDR jeweils im September begangenen Tag der Opfer des Faschismus) eingeweiht. Die Relieffiguren waren von den Bildhauern Harald Stieding (linke Seite, Opfer) und Eberhard Reppold (rechte Seite, die Auferstehenden) nach einer Grafik von Jürgen Ellenberg geschaffen worden.Opfer des Faschismus-Ehrenmal II auf thueringer-naturbrief.de; abgerufen am 17. Januar 2019. mini| Hand mit Chip in Erfurt vor 1987:Regieanweisung/Drehbuch für einen DEFA-Dokumentarfilm Erfurt - Gesichter eines Bezirkes. Hier wird die Skulptur "Hand mit Chip" definitiv genannt; abgerufen am 18. Januar 2019. Hand mit Chip, die Skulptur vor dem damaligen Funkwerk Erfurt besteht aus einer halbgeöffneten Hand, aus Stein oder Beton geformt. In der Mitte befindet sich der Chip wie ein Atomkern, den die Hand schützend umgibt. Hand und Chip, auf einem schmalen Postament montiert, werden von aus Metallstreifen symbolisierten Flugbahnen von Elektronen um den Atomkern umschlossen.Traueranzeige für Eberhard Reppold auf www.thueringen-gedenkt.de, 25. März 2013. 1998: Goethe-Skulptur im Treppenhaus des Neuen Museums Weimar, Restaurierung der aus weißem Marmor geschlagenen Skulptur

Ausstellungen (unvollständig)

1972/1973 und 1977/1978: Dresden, VII. und VII. Kunstausstellung der DDR 1975 und 1979: Erfurt, Bezirkskunstausstellungen 1974: Weimar, Galerie im Schloss („Kunst für uns“)

Literatur

Dietmar Eisold (Hrsg.): Lexikon Künstler in der DDR. Verlag Neues Leben, Berlin 2010, ISBN 978-3-355-01761-9, S. 759

Weblinks

Plastik in Thüringen, Diakassette mit Werken mehrerer DDR-Bildhauer, darunter auch von Eberhard Reppold

Einzelnachweise

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