Robert Horky (* 20. März 1908 in Wien; † 26. Jänner 1983) war ein österreichischer Schauspieler bei Bühne und Film, ein Hörfunk-Regisseur sowie ein Drehbuchautor.

Leben und Wirken Der Sohn des Chefkorrektors Anton Horky besuchte nach seinem Schulabschluss am Gymnasium das Max Reinhardt Seminar im heimatlichen Wien und ließ sich dort zum Schauspieler ausbilden. Anschließend verpflichtete Max Reinhardt Robert Horky 1931 an das Theater in der Josefstadt, dem er viele Jahre lang die Treue halten sollte. Horky trat aber auch am Deutschen Volkstheater (beides Wien) auf. 1932 war Horky am Drehbuch zu dem Filmklassiker Ekstase beteiligt, sein erster Kinokontakt.

Als überzeugter Nationalsozialist wurden er und das zu diesem Zeitpunkt in Österreich noch illegale NSDAP-Parteimitglied Erik Frey 1934/35 von der NSDAP beauftragt, das Personal des Theaters in der Josefstadt nationalsozialistisch zu „unterwandern“.Gwendolyn von Ambesser: Die Ratten betreten das sinkende Schiff (2005), S. 135 ff. Dementsprechend erhielt Horkys Karriere nach dem Anschluss Österreichs im März 1938 einigen Anschub. In Filmproduktionen der Wien-Film spielte er diverse Chargenrollen, mehrfach an der Seite von Hans Moser. Am 10. Juni 1938 beantragte er die Aufnahme in die NSDAP und wurde rückwirkend zum 1. Mai aufgenommen (Mitgliedsnummer 6.149.272).Bundesarchiv R 9361-IX KARTEI/16890747

Nach Kriegsende 1945 wurde Robert Horky weder beim österreichischen noch beim deutschen Film sonderlich beschäftigt; stattdessen fand er Arbeit als Regisseur und Autor beim Sender Rot-Weiß-Rot, beim Sender Radio Wien sowie bei heimischen Kabaretts (Sendung „Der Watschenmann“). Außerdem beschäftigte ihn auch sporadisch das österreichische Fernsehen; vor allem in den 1970er Jahren konnte man ihn immer mal wieder mit kleinen Rollen in ORF-Produktionen sehen.

Filmografie Als Schauspieler, wenn nicht anders angegeben

1933: Ekstase (Drehbuch-Mitarbeit) 1934: Hohe Schule 1939: Unsterblicher Walzer 1939: Anton der Letzte 1940: Krambambuli 1940: So gefällst du mir 1941: Liebe ist zollfrei 1941: Oh diese Männer 1942: Brüderlein fein 1943: Schwarz auf weiß 1944: Glück bei Frauen (Co-Drehbuch) 1951: Dämonische Liebe 1970: Scheibenschießen 1971: Wenn der Vater mit dem Sohne (TV-Serie, eine Folge) 1974: Tatort: Mord im Ministerium 1975: Der Sohn eines Landarbeiters wird Bauarbeiter und baut sich ein Haus 1979: Das Licht der Gerechten

Literatur Johann Caspar Glenzdorf: Glenzdorfs internationales Film-Lexikon. Biographisches Handbuch für das gesamte Filmwesen. Band 2: Hed–Peis. Prominent-Filmverlag, Bad Münder 1961, , S. 713.

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Einzelnachweise

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