Von den 36.500 bekannten Fischarten (Stand: 12. August 2026) listet die Rote Liste gefährdeter Arten 2026 der International Union for Conservation of Nature and Natural Resources (IUCN) bei den Actinopterygii (Strahlenflosser), den Chondrichthyes (Knorpelfische), Myxini (Schleimaale oder Inger), Cephalaspidomorphi (Neunaugen) und Sarcopterygii (Fleischflosser) zusammen die folgenden Gefährdungsstufen auf.The IUCN Red List of Threatened Species Man kann dieser Liste entnehmen, dass mindestens 96 Fischarten ausgestorben sind. Darüber hinaus gilt eine unbekannte Anzahl von Fischtaxa als verschollen oder vermutlich ausgestorben, weil mindestens 7129 Arten noch keinen Eintrag in der IUCN-Liste gefunden haben. Sogar von den 898 vom Aussterben bedrohten Fischarten sind laut der IUCN 145 Arten wahrscheinlich tatsächlich schon endgültig ausgestorben, somit ist die Anzahl der ausgestorbenen Fischarten viel (?) höher als die angegebenen 96 Arten. Entweder sind sie seit Jahrzehnten nicht mehr nachgewiesen worden, oder ihr Lebensraum ist so stark zerstört, dass ein weiteres Überleben unwahrscheinlich erscheint. Das richtige Aussterbejahr ist meistens nicht bekannt, in der Literatur werden deswegen auch unterschiedliche Angaben gemacht, die sich durchaus um Jahrzehnte unterscheiden können. Es wird in dieser Liste in der Regel das bei der IUCN angegebene Aussterbejahr angegeben. Gefährdungsstufe AnzahlderFische Datei:DD IUCN 3 1.svg (Data Deficient – ungenügende Datengrundlage) 5465 Datei:LC IUCN 3 1.svg (Least Concern – nicht gefährdet) 18571 Datei:NT IUCN 3 1.svg (Near Threatened – potenziell gefährdet) 1059 Datei:VU IUCN 3 1.svg (Vulnerable – gefährdet) 1702 Datei:EN IUCN 3 1.svg (Endangered – stark gefährdet) 1568 Datei:CR IUCN 3 1.svg (Critically Endangered – vom Aussterben bedroht) 898 Datei:EW IUCN 3 1.svg (Extinct In The Wild – in der Wildnis ausgestorben) 12 Datei:EX IUCN 3 1.svg (Extinct – ausgestorben) 96 Summe der beschriebenen Arten: 29371 somit Datei:NE IUCN 3 1.svg (Not Evaluated – nicht beurteilt) 7129 Gesamtsumme: 36500

Aufnahme in die Liste In dieser Liste werden diejenigen Fischarten und -unterarten aufgenommen, deren IUCN-Gefährdungsstatus Datei:EX IUCN 3 1.svg oder Datei:CR IUCN 3 1.svg (PE) lautet und ausgestorben oder wahrscheinlich ausgestorben (Possibly Extinct) sind. Weiters, weil die IUCN-Liste nicht vollständig ist, werden auch Fischarten aufgenommen, die nach anderen Quellen ausgestorben sind.artensterben.de – Liste ausgestorbener Fische der NeuzeitThe Recently Extinct Plants and Animals Database – Chondrichthyes (Sharks, Rays etc.)The Recently Extinct Plants and Animals Database – Chondrostei (Cartilaginous Fish)The Recently Extinct Plants and Animals Database – Neopterygii (New-Finned Fish)The Recently Extinct Plants and Animals Database – Hyperoartia/Petromyzontida (Lampreys) Oft werden auch Synonyme erwähnt, weil in diversen Quellen ein und dieselbe Art mit verschiedenen wissenschaftlichen Namen benannt wird, obwohl es sich um dieselbe Art handelt. Die IUCN ist mit dem Urteil „ausgestorben“ sehr vorsichtig, deswegen haben auch Fische, die seit über einem halben Jahrhundert nicht gesichtet wurden, zum Teil sogar noch den Gefährdungsstatus Endangered, weil doch noch eine Chance besteht, dass diese Arten wieder auftauchen könnten (wie zum Beispiel die Schlankwels-Art Liobagrus kingi, die zuletzt im Jahr 1960 gesammelt werden konnte). Auch Tiere mit dem Gefährdungsstatus Data Deficient sind zum Teil schon seit über 200 Jahren nicht mehr gesichtet worden (wie zum Beispiel die Handfisch-Art Sympterichthys unipennis, die im Jahr 1802 das erste und gleichzeitig auch schon das letzte Mal gesichtet wurde). Es gibt auch Fischarten, die in der IUCN nicht auftauchen, also den Status Not Evaluated besitzen, die schon seit mehr als 80 Jahren nicht mehr gesichtet wurden (wie zum Beispiel die Bachschmerlen-Art Schistura myrmekia, die nur vom Holotyp aus dem Jahr 1935 bekannt ist). Die IUCN irrt sich allerdings auch nachweislich, zum Beispiel beim folgenden Fisch, welcher den Gefährdungsstatus extinct aufweist, aber nachweislich wiederentdeckt wurde bzw. nie ausgestorben ist: der tansanische Buntbarsch Ctenochromis pectoralis, der laut IUCN ausgestorben ist, aber laut der Online-Datenbank FishBase durchaus noch in mehreren Flüssen vorkommtfishbase.org – Ctenochromis pectoralis

In dieser Liste wird von einem Worst-Case-Szenario ausgegangen: wenn eine Art mehrere Jahre nicht mehr gesichtet oder gefangen wurde (und in einer der oben angegebenen Quellen auftaucht), wird angenommen, dass sie ausgestorben ist. Dies kann zwei Ursachen haben: entweder sind tatsächlich mehrere Wiederentdeckungs-Versuche gescheitert (dann kann davon ausgegangen werden, dass die Art tatsächlich ausgestorben ist), oder es wurde einfach nicht nach dieser Art gesucht (dann ist die Art zumindest verschollen).

Gründe des Aussterbens Es gibt viele Gründe, warum Fische aussterben. Ein wichtiger Grund ist die Überfischung, die Sedimentation oder die Phosphatüberdüngung der Gewässer (meist durch den Zufluss der Nährstoffe aus Abwässern sowie durch Eintrag aus intensiv gedüngten landwirtschaftlichen Nutzflächen). Auch wegen Stauanlagen sterben Fische aus (wie zum Beispiel der Gezhouba-Talsperre, wegen der der Schwertstör ausgestorben ist, weil er nicht mehr wandern konnte). Ein weiterer Grund für das Aussterben von Fischen ist die genetische Vermischung mit anderen Arten (also die Entstehung von Hybriden, da die durch zunehmende Wasserverschmutzung verringerte Sichttiefe des Wassers die Arterkennung und die Wahl des richtigen Geschlechtspartners erschwert wird (siehe auch Sammelart)). Ein wichtiger Grund für das Aussterben von vielen Fischen ist auch die Einführung von invasiven Arten, welche die zum Teil durch obige Faktoren ohnehin schon selten gewordenen Fischarten endgültig verdrängen, vor allem wenn das ursprüngliche Verbreitungsgebiet nur wenige Quadratkilometer betragen hat (zum Beispiel führten Bachforellen und Regenbogenforellen zum Aussterben vom Neuseeländischen Forellenhechtling; Karpfen trugen zum Aussterben von Salmo pallaryi bei, und es gibt noch eine Fülle weiterer Fischarten, die andere Arten zum Aussterben brachten). Auch die absichtliche Trockenlegung von Gewässern führt natürlich zum Aussterben von Fischarten. Es gibt auch Arten, die schon längere Zeit in freier Wildbahn ausgestorben sind, wie zum Beispiel der mexikanische Zahnkärpfling Megupsilon aporus. Diese Art starb in freier Wildbahn im Jahr 1994 aus, 20 Jahre später, im Jahr 2014 auch in Gefangenschaft. Sogar das Ansteigen des Meeresspiegels kann zum Aussterben von Fischen führen, zum Beispiel bei der Grundel-Art Asterropteryx gubbina, welche Riffbewohner auf den Seychellen war. Durch die rasante Geschwindigkeit der Meeresspiegel-Erhöhung wurde das dortige Seegras stark belastet und führte zum Absterben der Pflanzen, wodurch letztendlich der ohnehin sehr eingeschränkte Lebensraum dieser Art zerstört wurde.Climate change, species extinctions and ecosystem collapse – Asterropteryx gubbina

Auffällig ist, dass kaum Fische in der IUCN als ausgestorben gelten, welche im Meer leben. Dies liegt daran, dass man nur sehr schwer nachweisen kann, dass es im gesamten Meer weltweit keine solche Tiere mehr gibt. Daher kann man auch nie mit Gewissheit behaupten, dass eine Meeres-Fischart ausgestorben ist (siehe Quastenflosser, welche seit 70 Millionen Jahren, also gegen Ende der Kreidezeit, als ausgestorben galten und am 22. Dezember 1938 wiederentdeckt wurden).

Liste der nach 1500 ausgestorbenen Fische Die folgende Liste kann man nicht nur nach dem wissenschaftlichen Namen, dem (selten vorhandenen) deutschen Namen, der Familie und dem Gefährdungsstatus, sondern auch nach ihrer Verbreitung ordnen, wobei alphabetisch aufsteigend nach dem Staat, in dem die Art vorkommt, geordnet wird (dieser Staat wird in Klammern geschrieben). Auch nach dem Jahr der letzten Sichtung kann man diese Liste ordnen (leider ist nicht bei allen Arten das Jahr der letzten Sichtung bekannt bzw. eruierbar). In der Spalte mit dem wissenschaftlichen Namen sind auch die Wikidata-Links (die farbigen Balken) anklickbar.

in der Tabelle vorkommende Tierordnungen Klasse Petromyzontida, Ordnung Neunaugen (Petromyzontiformes) Klasse Knorpelfische (Chondrichthyes), Ordnung Grundhaie (Carcharhiniformes) Klasse Knorpelfische (Chondrichthyes), Ordnung Stechrochenartige (Myliobatiformes) Klasse Knorpelfische (Chondrichthyes), Ordnung Zitterrochenartige (Torpediniformes) Klasse Strahlenflosser (Actinopterygii), Ordnung Störartige, Knorpelschmelzschupper (Acipenseriformes) Klasse Strahlenflosser (Actinopterygii), Ordnung Kletterfischartige (Anabantiformes) Klasse Strahlenflosser (Actinopterygii), Ordnung Ährenfischartige (Atheriniformes) Klasse Strahlenflosser (Actinopterygii), Ordnung Batrachoidiformes Klasse Strahlenflosser (Actinopterygii), Ordnung Hornhechtartige (Beloniformes) Klasse Strahlenflosser (Actinopterygii), Ordnung Salmlerartige (Characiformes) Klasse Strahlenflosser (Actinopterygii), Ordnung Buntbarschartige (Cichliformes) Klasse Strahlenflosser (Actinopterygii), Ordnung Heringsartige (Clupeiformes) Klasse Strahlenflosser (Actinopterygii), Ordnung Karpfenartige (Cypriniformes) Klasse Strahlenflosser (Actinopterygii), Ordnung Zahnkärpflinge (Cyprinodontiformes) Klasse Strahlenflosser (Actinopterygii), Ordnung Grundelartige (Gobiiformes) Klasse Strahlenflosser (Actinopterygii), Ordnung Neuwelt-Messerfische (Gymnotiformes) Klasse Strahlenflosser (Actinopterygii), Ordnung Armflosser (Lophiiformes) Klasse Strahlenflosser (Actinopterygii), Ordnung Stintartige (Osmeriformes) Klasse Strahlenflosser (Actinopterygii), Ordnung Knochenzünglerartige (Osteoglossiformes) Klasse Strahlenflosser (Actinopterygii), Ordnung Barschartige, Barschfische (Perciformes) Klasse Strahlenflosser (Actinopterygii), Ordnung Lachsartige (Salmoniformes) Klasse Strahlenflosser (Actinopterygii), Ordnung Welsartige (Siluriformes) Klasse Strahlenflosser (Actinopterygii), Ordnung Kiemenschlitzaalartige (Synbranchiformes) Klasse Strahlenflosser (Actinopterygii), Ordnung Seenadelartige (Syngnathiformes)