Sarkajmy () ist ein kleines Dorf in der polnischen Woiwodschaft Ermland-Masuren und gehört zur Gmina Korsze (Stadt- und Landgemeinde Korschen) im Powiat Kętrzyński (Kreis Rastenburg). Bis 1945 war Scharkeim Teil des Kreis Rastenburg in Ostpreußen.
Geographische Lage Sarkajmy liegt am Westufer der Zaine () in der nördlichen Mitte der Woiwodschaft Ermland-Masuren, 21 Kilometer nordwestlich der Kreisstadt Kętrzyn ().
Geschichte Das um 1414 Schawerkheim und bis 1945 Scharkein genannte kleine Dorf bestand im Wesentlichen lediglich aus ein paar kleinen Höfen.Dietrich Lange, Geographisches Ortsregister Ostpreußen (2005): Scharkeim Im Jahre 1874 wurde es in den neu errichteten Amtsbezirk Glaubitten () eingegliedert,Rolf Jehke, Amtsbezirk Glaubitten der zum Kreis Rastenburg im Regierungsbezirk Königsberg in der preußischen Provinz Ostpreußen gehörte. Am 1. Dezember 1910 zählte Scharkeim 33 Einwohner.
Am 30. September 1928 gab Scharkeim seine Eigenständigkeit auf und schloss sich mit den Gutsbezirken Hartels (), Kremitten (Krzemity) und Sprenglienen (nicht mehr existent) zur neuen Landgemeinde Kremitten zusammen.Scharkeim bei GenWiki
In Kriegsfolge kam 1945 das gesamte südliche Ostpreußen und mit ihm Scharkeim zu Polen. Das Dorf erhielt die polnische Namensform „Sarkajmy“. Heute ist es ein Ort innerhalb der Stadt- und Landgemeinde Korsze (Korschen) im Powiat Kętrzyński (Kreis Rastenburg), bis 1998 der Woiwodschaft Olsztyn, seither der Woiwodschaft Ermland-Masuren zugehörig.
Kirche Bis 1945 war Scharkeim in die evangelische Kirche Langheim () in der Kirchenprovinz Ostpreußen der Kirche der Altpreußischen Union sowie in die katholische Pfarrei Korschen im Bistum Ermland eingegliedert.
Heute gehört Sarkajmy katholischerseits weiterhin zu Korsze im Erzbistum Ermland. Evangelischerseits orientieren sich die Einwohner zur Pfarrei Kętrzyn (Rastenburg) mit der Filialkirche Bartoszyce (Bartenstein) in der Diözese Masuren der Evangelisch-Augsburgischen Kirche in Polen.
Verkehr Sarkajmy liegt an einer Nebenstraße, die von der Woiwodschaftsstraße 592 bei Korsze abzweigt und über Dzierżążnik (Hartels) nach Dłużec Wielki (Groß Langwalde) führt.
Die nächste Bahnstation ist Łankiejmy (Langheim) an der Bahnstrecke Toruń–Korsze, die vor 2000 bis nach Tschernjachowsk (Insterburg) in der russischen Oblast Kaliningrad (Gebiet Königsberg (Preußen)) verlief.
Einzelnachweise
Kategorie:Ort der Woiwodschaft Ermland-Masuren Kategorie:Gmina Korsze