Der Diamant ist in der Heraldik eine gemeine Figur und kann mit anderen Wappenfiguren in einem Wappenfeld sein.

Dargestellt wird die Figur einmal in der Draufsicht und ein anderes Mal in der Seitenansicht. Zu erkennen ist der Diamant im Wappen durch die sogenannte facettierte Darstellung, die einen Schmucksteinschliff symbolisiert und dem ungefassten natürlichen aufbereiteten Schmuckstein ähnelt.

Alle heraldische Farben sind möglich, aber Silber wird bevorzugt.

Besonderheiten Dargestellte Diamanten, im erweiternden Sinn alle Edelsteine in heraldischen Kronen, werden aber in der Wappenbeschreibung nicht erwähnt. Wird im Wappen (z. B. an einer Hand) ein Stein im Ring dargestellt, kann der Stein meistens als Diamanten angesprochen werden. Gottfried von Bülow: Geschichte des Wappens des Geschlechts von Bülow. Ein heraldisch-sphragistischer Versuch auf Grund der ältesten Denkmäler des Geschlechts. Mitscher & Röstel, Berlin 1871, S. 37.

Im Wappen von Navarra ist ein grüner Diamant in der Schildmitte im Kreuz der Navarrakette, der das Koranbuch des Sultans symbolisiert soll.

Diamant wurde von den älteren Heraldikern als ein Begriff für die schwarze heraldische Farbe verwendet.Gert Oswald: Lexikon der Heraldik. VEB Bibliographisches Institut, Leipzig 1984, ; Lizenzausg.: Bibliographisches Institut, Mannheim/Wien/Zürich 1984, ISBN 3-411-02149-7; 3., unveränd. Aufl. Battenberg, Regenstauf 2011, ISBN 978-3-86646-077-5 (Titelzusatz: Von Apfelkreuz bis Zwillingsbalken) S. 98.

Die facettierte Raute ist ein Beispiel für ein Edelstein im Wappen. Als Diamant aber ist die Wappenfigur nur dann richtig, wenn die Wappenbeschreibung das aussagt.

Beispiele

Einzelnachweise

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