Mittenwalde ist eine Gemeinde im Landkreis Uckermark in Brandenburg (Deutschland). Sie wird vom Amt Gerswalde mit Sitz in Gerswalde verwaltet.

Geographie Die Gemeinde in der Region Uckermark liegt zwischen den Städten Prenzlau und Templin. Das Gemeindegebiet reicht bis an den Rand des Biosphärenreservates Schorfheide-Chorin. Das hügelige Gebiet erreicht Höhen bis zu 90 m ü NHN. Nördlich von Mittenwalde liegt der buchtenreiche, von sumpfigen Wiesen umgebene Kuhzer See als Teil der Uckermärkischen Seen.

Umgeben wird Mittenwalde von den Nachbargemeinden Boitzenburger Land im Norden, Gerswalde im Osten und Südosten sowie Templin im Westen.

Gemeindegliederung Die Gemeinde besteht aus den bewohnten Gemeindeteilen Blankensee Forsthaus Kienwerder Mittenwalde Pappelwerder Seeburg

Geschichte Die Gemeinde Mittenwalde existiert im Grunde erst seit 1928. In diesem Jahr wurde der Gutsbezirk Mittenwalde mit Pappelwerder, die Gutsbezirke Blankensee und Kienwerder, das Gut Seeburg des Gutsbezirks Ruhhof, und Parzellen der Gemarkung Seeburg des Gutsbezirks Kröchlendorff zur Gemeinde Mittenwalde vereinigt.

Mittenwalde gehörte zum Kreis Templin in der preußischen Provinz Brandenburg und ab 1952 zum Kreis Templin im DDR-Bezirk Neubrandenburg. Seit 1993 liegt die Gemeinde im brandenburgischen Landkreis Uckermark.

Bevölkerungsentwicklung Jahr Einwohner 1875 507 1890 382 1910 549 1925 531 1933 621 1939 590 Jahr Einwohner 1946 1 152 1950 1 163 1964 795 1971 753 1981 610 1985 581 Jahr Einwohner 1990 551 1995 527 2000 508 2005 483 2010 391 2015 372 Jahr Einwohner 2020 365 2021 374 2022 391 2023 403 2024 378 2025 364

Gebietsstand des jeweiligen Jahres, Einwohnerzahl: Stand 31. Dezember (ab 1991)Historisches Gemeindeverzeichnis des Landes Brandenburg 1875 bis 2005. Landkreis Uckermark. S. 22–25Bevölkerung im Land Brandenburg von 1991 bis 2017 nach Kreisfreien Städten, Landkreisen und Gemeinden, Tabelle 7Amt für Statistik Berlin-Brandenburg (Hrsg.): Statistischer Bericht A I 7, A II 3, A III 3. Bevölkerungsentwicklung und Bevölkerungsstand im Land Brandenburg (jeweilige Ausgaben des Monats Dezember), ab 2011 auf Basis des Zensus 2011, ab 2022 auf Basis des Zensus 2022

Politik Gemeindevertretung Die Gemeindevertretung von Mittenwalde besteht aus acht Gemeindevertretern und der ehrenamtlichen Bürgermeisterin. Die Kommunalwahl am 26. Mai 2019 führte zu folgendem Ergebnis:Ergebnis der Kommunalwahl am 26. Mai 2019

Partei / Wählergruppe Stimmenanteil Sitze Liste für Mittenwalde und Blankensee 39,6 % 3 Wahlinitiative Mittenwalde/Blankensee 29,4 % 3 Förderverein der Freiwilligen Feuerwehr Mittenwalde 27,0 % 2 Die Linke 4,1 % –

Bürgermeister 1998–2003: Anni von Ziemer. 2003–2019: Egbert-Wilhelm RadtkeKommunalwahlen 26.10.2003. Bürgermeisterwahlen, S. 34 seit 2019: Simone Boltz (Liste für Mittenwalde und Blankensee)

Boltz wurde in der Bürgermeisterwahl am 9. Juni 2024 ohne Gegenkandidat mit 69,1 % der gültigen Stimmen für eine weitere Amtszeit von fünf Jahren wiedergewählt.Ergebnis der Bürgermeisterstichwahl am 9. Juni 2024

Sehenswürdigkeiten In der Liste der Baudenkmale in Mittenwalde (Uckermark) stehen die in der Denkmalliste des Landes Brandenburg eingetragenen Denkmale. Dazu gehört unter anderem die Mittenwalder Kirche aus der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts. Das Herrenhaus des Gutes Blankensee wurde um das Jahr 1869 von der Familie von Arnim erbaut und wurde nach 1990 von deren Nachfahren aus der Familie Graf Hahn v. Burgsdorff zurückerworben.

Verkehr Durch Mittenwalde führt die B 109 zwischen Templin und Prenzlau. Südlich von Mittenwalde zweigt die Landesstraße L 100 nach Groß Schönebeck ab, die die Schorfheide durchquert. Hier verlief bis zur Abstufung dieses Streckenabschnitts im Jahr 2005 die B 109. Die nächstgelegene Autobahnanschlussstelle ist Pfingstberg an der A 11 Berlin–Stettin in rund 18 Kilometer Entfernung.

Der Haltepunkt Mittenwalde lag an der 2000 stillgelegten Bahnstrecke Templin–Prenzlau.

Weblinks

Gemeinde Mittenwalde beim Amt Gerswalde

Einzelnachweise Lieselott Enders: Historisches Ortslexikon für Brandenburg. Teil VIII: Uckermark. Hermann Böhlaus Nachfolger, Weimar 1986, S. 729/30.

Kategorie:Ort im Landkreis Uckermark