mini|hochkant=2|Zwischen den Tabellen gibt es diese Karte noch einmal – in groß

Das Flusssystem der Peene weist außer seiner Sternförmigkeit noch weitere Besonderheiten auf. Im nördlichen Teil verlaufen viele Gewässer in Urstromtälern, deren Talgrund hier nur wenig über dem Meeresspiegel liegt und kaum Gefälle hat. Mehrere Gewässer hier sind durch Pseudobifurkationen verbunden oder erstrecken sich über Pseudobifurkationen hinweg, sodass sie abschnittsweise unterschiedliche Fließrichtungen haben. Derartige Pseudibfurkationen gibt es sowohl zu den benachbarten Einzugsgebieten des Ryck im Nordosten und der Zarow im Osten, als auch zwischen Zuflüssen der Peene. Mit eingeflochten ist auch der Anklamer Mühlgraben, der zwischen den Mündungen der Peene und der Zarow ins Stettiner Haff mündet. Die Peene selber hat zwischen Kummerower See und Peenestrom durchgehend eine mehr als einen Meter unter dem Meeresspiegel liegende Gewässersohle. Dies und der Kummerower See als großer Windkessel im Binnenland lässt sie bei entsprechenden Wetterlagen manchmal tagelang landeinwärts strömen, siehe Beschreibung im Flussartikel zur Peene. Der von eiszeitlichen Endmoränen, Tunneltälern und Zungenendbecken geprägte Süden des Peene-Einzugsgebietes grenzt an die Mecklenburgische Seenplatte. Hier strömen die Wasserläufe durch etliche Seen.

Flusssystemtafel Peene Aufgenommen wurden Wasserläufe mit mindestens 10 km Länge oder einem Einzugsgebiet ab etwa 20 km². Durch Name oder Gewässerkennzahl definierte Fließgewässer von geringerer Länge sind mit aufgelistet, wenn sie zusammen mit dem nachfolgenden Teil ihres Vorfluters eine größere Länge haben als der Vorfluter. Eingetragen sind auch „Partner“ von (Pseudo-)Bifurkationen, die über deren Scheitel hinweg längere Gewässer bilden. Eingetragen sind auch Natur- und Stauseen ab 1 ha Fläche im Verlauf oder in der Nähe aufgeführter Fließgewässer, nicht jedoch gewässerte Torfstiche.

Die Peene, ihre wichtigsten Zuflüsse und deren wichtigste Zuflüsse Erklärung der Darstellung (auch für die beiden anderen Tafeln): Reihenfolge flussaufwärts Ein Gewässer mündet in denjenigen der darüber aufgelisteten Flussläufe,dessen Name über der Angabe der Einmündungsseite („rechts“/„links“) des mündenden Gewässers beginnt. Die Seitenangabe ist eingeklammert, wo der abführende Gewässerabschnitt in geometrischer Fortsetzung des Zuflusses verläuft. Pfeile sind flussabwärts gerichtet und stehen vor geografisch oberen Teilen eines schon vorher erwähnten Flusslaufs. Pfeile mit Spitzen an beiden Enden stehen vor Fortsetzungen eines Gewässers jenseits einer Pseudobifurkation. (Obere) Abschnitte eines Gewässers sind zusätzlich eingetragen, wenn das Gewässer abschnittsweise unterschiedliche (topografische) Namen trägt, oder wo die Größe seines Einzugsgebietes oberhalb eines Zuflusses von besonderem Interesse ist. Längenangaben hinter einem Schrägstrich bezeichnen: den längsten Fließweg zu einer Mündung, wo dieser es durch Zuflüsse länger ist als der hydrografisch definierte Flusslauf (als die „LAWA-Route“), die Gesamtlänge eines durch eine Pseudobifurkation geteilten Gewässers. Längen von Abschnitten hydrografisch definierter Flussläufe sind in eckige Klammern gesetzt. Längenangaben zu Seen sind, wo aus dem Seenkataster übernommen, die effektiven Seelängen. Das ist die längste ungeknickt über Wasser führende Strecke, beschreibt also mehr die Angriffsmöglichkeit des Windes als den See als GewässerDefinition der effektiven Seelänge laut Forschungsbericht 299 24 274 des Umweltbundesamtes ist zweideutig: „Die effektive Länge bezeichnet die Verbindungslinie zwischen den zwei am weitesten voneinander entfernten Punkten auf der Uferlinie, ohne dass Land (Halbinseln, oder Inseln) gekreuzt werden. Diese beschreiben die wirkliche Entfernung von Ufer zu Ufer ohne dazwischenliegendes Land.“ Gewässer, die durch Bifurkationen und Pseudobifurkationen außer an der Mündung noch an anderer Stelle verknüpft sind, sind an zwei Stellen in die Tabelle eingetragen und zum besseren Verständnis farbig unterlegt: Bifurkation:abzweigender Ast einmündener Astaus Bifurkation Pseudobifurkation:vor dem Scheitel Pseudobifurkation:jenseits des Scheitels Pseudobifurkation ohne(dokumentierten) Scheitel Gewässerkreuzungen: ∩ = Düker unter … Entfernungsangabe einer Mündung, Abzweigung oder Quelle: F = Kilometrierung der Festlandsküste I = von der Mündung der Peene in den Peenestrom, bzw. der Mündung des Anklamer Mühlgrabens oder der Zarow ins Stettiner Haff II = von der Mündung eines Primärnebenflusses in die Peene (bzw. Zarow oder Ducherower Mühlgraben) III, IV, V = von der jeweils ranghöheren Mündung eines Nebenflusses eines Nebenflusses IIS, IIIS, … = von der Mündung eines Fließgewässers in einen zu einem Vorfluter (ranghöheren Fluss) gehörenden See IIP = vom Pumpwerk, also vom Ausgangspunkt des Ausgangsgewässers Q, O = von der Quelle oder einem anders gearteten oberen Ende eines Vorfluters, H = Hinteres Ende eines Quellsees O–I = Abstand der Quelle von der Mündung der Peene O–II = Abstand der Quelle von der Mündung in die Peene Wo ein relevanter See durch ein Gewässer geringer eigener Relevanz mit dem nächsten Fluss verbunden ist, wurde der Fließweg vom See zum Fluss mit bei der Station (Anbindungsstelle) am Fluss eingetragen. Einzugsgebiete: Bei Fließgewässern ist an der Mündung immer die Größe des Gesamteinzugsgebiet angegeben, weiter oben ggf. der Teil des Gesamteinzugsgebietes oberhalb eines Zuflusses oder eines Sees. Bei Seen ist zwar die GKZ des Teileinzugsgebietes eingetragen, die zusammen mit einem standardisierten Präfix auch die Kennzahl des Sees bildet, aber in km² ist das Gesamteinzugsgebiet des Sees angegeben, also die Summe der Teileinzugsgebiete, deren GKZ ≤ der GKZ des Sees ist. Wasserspiegelhöhen sind zumeist in [m] über HN angegeben.