Kosjowa (; ) ist ein Dorf im Süden der ukrainischen Oblast Lwiw mit etwa 950 Einwohnern (2001)Ortswebseite auf der offiziellen Webpräsenz der Werchowna Rada; abgerufen am 10. Januar 2019 (ukrainisch) und einer Fläche von 4,4449 km². auf der offiziellen Webseite der Landratsgemeinde; abgerufen am 10. Januar 2019 (ukrainisch) mini|links|Die restaurierte Holzkirche St. Nikolaus von 1926
Im Dorf befindet sich die St.-Nikolaus-Holzkirche von 1926 und ein Lyzeum der Nationalen Universität Lwiw. Außerdem besitzt die Ortschaft eine Ölpumpstation an der Druschba-Erdölpipeline, die durch Kosjowa führt.Über das Dorf Kosjowa auf skole.com.ua; abgerufen am 10. Januar 2019 (ukrainisch)
Geographische Lage mini|links|Die Fernstraße M 06 in Kosjowa
Kosjowa liegt auf Höhe im Tal der Orjawa (), einem 29 km langen, linken Nebenfluss des Opir am Bergrücken des Zwinin in den Waldkarpaten am Rand des Nationalparks Skoler Beskiden. Durch das Dorf verläuft die Passstraße M 06/E 471.
Das ehemalige Rajonzentrum Skole befindet sich 18 km nordöstlich und das Oblastzentrum Lwiw 125 km nordöstlich vom Dorf.
Gemeinde Kosjowa war das administrative Zentrum der gleichnamigen, 31,54 km² großen auf der offiziellen Webseite der Landratsgemeinde; abgerufen am 10. Januar 2019 (ukrainisch) Landratsgemeinde im Westen des Rajon Skole, zu der noch die Dörfer Orjawtschyk (, ) mit etwa 180 Einwohnern und Tyssowez (, ) mit etwa 150 Einwohnern und einem WintersportkomplexWebsite Tyssowez; abgerufen am 10. Januar 2019 (ukrainisch) gehörten.
Am 12. Juni 2020 wurde das Dorf zum Zentrum der neu gegründeten Landgemeinde Kosjowa (Козівська сільська громада/Kosiwska silska hromada) im Rajon Stryj. Zu dieser zählen noch die 23 in der untenstehenden Tabelle aufgelistetenen Dörfer;Розпорядження Кабінету Міністрів України від 12 червня 2020 року № 718-р "Про визначення адміністративних центрів та затвердження територій територіальних громад Львівської області die bis dahin bestehende Zugehörigkeit zum Rajon Skole wurde aufgelöst und die Landgemeinde wurde ein Teil des Rajons Stryj.
Folgende Orte sind neben dem Hauptort Kosjowa Teil der Gemeinde: Name ukrainisch transkribiert ukrainisch russisch polnisch Dolyniwka Долинівка Долиновка (Dolinowka) Felizienthal Dowschky Довжки Должки (Dolschki) Dołżki Klymez Климець Климец (Klimez) Klimiec Krasne Красне Красное (Krasnoje) Krasne Krywe Криве Кривое (Kriwoje) Krywe Matkiw Матків Матков (Matkow) Matków Mochnate Мохнате Мохнатое (Mochnatoje) Mochnate Myta Мита Мыта Myta Nahirne Нагірне Нагорное (Nagornoje) Annaberg, Anówka Orjawa Орява Орява Orawa Orjawtschyk Орявчик Орявчик (Orjawtschik) Orawczyk Plawja Плав'я Плавья Pławie Pohar Погар Погар (Pogar) Pohar Rossochatsch Росохач Росохач Rosochacz Rykiw Риків Рыков (Rykow) Ryków Sadilske Задільське Sadelskoje (Sadelskoje) Zadzielsko Sawadka Завадка Завадка Zawadka Schupany Жупани Жупаны Żupanie Smosche Сможе Сможе Smorze Suchyj Potik Сухий Потік Сухой Поток (Suchoi Potok) Suchy Potok Tucholka Тухолька Тухолька Tucholka Tyssowez Тисовець Тисовец (Tissowez) Tysowiec Werchnjatschka Верхнячка Верхнячка Wyżlów
Geschichte mini|links|Deutsche Postkarte aus dem Ersten Weltkrieg
Bei dem 1538 gegründeten DorfKosjowa auf karpaty.info; abgerufen am 10. Januar 2019 (ukrainisch) fand 1915 die als „Erstürmung des Zwinin“ bekannt gewordene Schlacht des Ersten Weltkriegs zwischen dem Russischen Kaiserreich und den Mittelmächten statt.
Bis zur Ersten Teilung Polens 1772 gehörte das Dorf zur Adelsrepublik Polen-Litauen. Anschließend lag es im Königreich Galizien und Lodomerien, einem Kronland der Habsburgermonarchie bzw. des habsburgischen Kaiserreichs/Österreich-Ungarns. Nach Ende des Ersten Weltkrieges gehörte die Ortschaft kurzzeitig zur Westukrainischen Volksrepublik, bevor sie nach dem polnisch-ukrainischen Krieg an die Zweite Polnische Republik fiel. Nach dem Beginn des Zweiten Weltkrieges wurde Kosjowa zunächst von der Sowjetunion und im Sommer 1941 vom Deutschen Reich besetzt und in das Generalgouvernement, Distrikt Galizien eingegliedert. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde das Dorf Teil der Ukrainischen SSR innerhalb der Sowjetunion und nach deren Zerfall 1991 Bestandteil der unabhängigen Ukraine.
Weblinks
Webseite des Gemeinderates auf rada.info (ukrainisch)
Kosjowa auf castles.com.ua (ukrainisch) Kosjowa auf carpathians.eu (ukrainisch)
Einzelnachweise
Kategorie:Ort in der Oblast Lwiw Kategorie:Rajon Stryj Kategorie:Gegründet 1538 Kategorie:Wintersportgebiet in der Ukraine