Gero Priemel (* 27. Oktober 1913 in Frankfurt am Main, Deutschland; † 2002) war ein deutscher Regisseur, Produzent und Drehbuchautor von Kultur- und Dokumentarfilmen.

Leben und Wirken Der Sohn des Frankfurter Zoodirektors Kurt Priemel wuchs, dank des Berufs des Vaters, mit allen Fragen der Natur auf. Gero Priemel besuchte die Oberrealschule und studierte anschließend Biologie an den Universitäten von Frankfurt, Wien und München bis zur Promotion. Anschließend arbeitete er bis 1937 als Werbeberater und war von 1938 bis 1945 in der Kulturfilmabteilung der UFA angestellt. Für seine dort gezeigten Leistungen erhielt Gero Priemel 1942 den Ehrenpreis der Stadt München. In den letzten Kriegsjahren diente Dr. Priemel vor allem als Regisseur der Hauptfilmstelle des Reichsluftfahrtministeriums.

Nach dem Krieg setzte er seine Arbeit für mehrere kleine Produktionsfirmen fort, seit 1950 stellte er die kurzen Filme mit seiner eigenen Firma, der EGP-Film, her. Gut ein Jahrzehnt lang, zumeist in Zusammenarbeit mit seiner Ehefrau Erni Priemel-Brunner, inszenierte Gero Priemel eine Fülle von kurzen Filmen, zu denen beide oftmals auch das Buch schrieben. Die Filminhalte widmeten sich seltener Naturthemen, vor allem aber Bereichen wie der Stadtentwicklung, dem technischen Fortschritt und Produktionsproblemen in der Industrie. Was Gero Priemel nach 1962 tat, ist ebenso unbekannt wie sein genaues Sterbedatum.

Filmografie (Auswahl) 1938: Riesen deutscher Käferwelt 1939: Tragödien im Insektenreich 1939: Die Sommerwiese 1940: Eine brasilianische Rhapsodie 1941: Der Flusskrebs – eine kleine Lebensgeschichte 1942: Herbstlied 1947: Himmlisches Orchester 1948: Die San José-Schildlaus 1950: Schildbürger im Angriff 1950: Gezähmte Bazillen 1951: Wie ein Strumpf entsteht 1951: Wuppertal – 24 Stunden aus dem Leben einer deutschen Industriestadt 1952: Ein Auto wird gebaut 1952: Wuppertal lebt – Aufbau einer deutschen Stadt 1952: Ein Auto wird gebaut 1953: Johann, der Transportsünder 1953: Bodenfreie Hubförderer – Diener des Fortschritts 1954: Seife 1954: Margarine 1954: Ein Besuch bei Ford 1955: Wasser – Landschaft – Leben 1955: Insel des Friedens 1955: Bedrohter Lebensquell 1955: Gestern und heute 1955: Konservierung durch Kühlung 1955: Ein Idyll und seine Kehrseite (Co-Regie) 1956: Eine Auskunft wird erteilt 1956: Der Bleiakkumulator 1957: Inge entdeckt eine Stadt 1957: Der rechnende Verschluß 1957: Tapeten wandeln Räume 1957: Große Liebe zu kleinen Gärten 1958: Tapete 1958: Willkommen an Bord 1958: Zwischen Bonn und Berlin 1958: Zwischen Landung und Start 1959: Kunststudentin Ursula 1959: Geprüfte Zuverlässigkeit 1959: Die Einkaufsgenossenschaft 1960: Für Heute und Morgen 1960: Vorsicht – sonst ist’s passiert 1960: …und im Schwarzwald scheint die Sonne 1960: Für Heute und Morgen 1961: Im nie verlorenen Paradies 1961: Landschaftsmelodie Oberschwaben 1961: Verliebt in die Schwäbische Alb 1961: Pharmazeutische Spezialitäten 1962: Burgen, Wein und stille Wälder 1962: Heilbronn – lebendige Vergangenheit am Neckar

Literatur Johann Caspar Glenzdorf: Glenzdorfs internationales Film-Lexikon. Biographisches Handbuch für das gesamte Filmwesen. Band 3: Peit–Zz. Prominent-Filmverlag, Bad Münder 1961, , S. 1329.

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