Lotta () ist die auf sieben Folgen erweiterte Fernsehfassung der schwedischen Kinofilme Lotta aus der Krachmacherstraße und Lotta zieht um nach den gleichnamigen Kinderbüchern von Astrid Lindgren. Beide Schnittfassungen enthalten exklusive Szenen. Zum ersten Film fügt die Serie mehr als 30 Minuten hinzu, Lotta zieht um wird jedoch etwas kürzer. Im Gegensatz zu Schweden ist die Fernsehserie in Deutschland vor den Filmen erschienen. Die deutsche Synchronfassung entstand bei der Arena Synchron GmbH in Berlin nach einem Dialogbuch und unter der Dialogregie von Ruth Leschin.

Lotta Grete Havnesköld Viola Scherff Jonas Martin Andersson Sebastian Schulz Mia-Maria Linn Gloppestad Berenice Weichert Doris, Lottas Mama Beatrice Järås Sonja Deutsch Stefan, Lottas Papa Claes Malmberg Wolfgang Condrus Tante Berg Margreth Weivers Christel MerianSchornsteinfegerKlas DykhoffMatthias Klages

Titelfigur Lotta lebt Ende der 50er Jahre mit ihren Geschwistern Mia und Jonas in der Krachmacherstraße. Lotta ist sehr willensstark, weiß was sie möchte und ist bereit dafür zu kämpfen. Sie stellt allerhand an, doch niemand kann ihr für lange Zeit böse sein.

Kritik

Mark Spörrle bemerkte in der Zeit, dass seine Tochter nach dem Schauen der Fernsehserie Lottas Ausdrücke übernahm, wie zum Beispiel „zum Teufel“ oder „Oberdoofer Papi!“, als dieser sie nicht noch eine Folge schauen ließ. Außerdem stampfte sie, wie Lotta, mit den Füßen auf. Er glaubt daher, dass die filmische Umsetzung von Lotta sich eher negativ auf Kinder auswirken könne. Viele der Kommentatoren des Artikels stimmten jedoch nicht mit Spörrles Meinung überein. Einige sehen in dem Verhalten der Auflehnung der Tochter einen ganz normalen Entwicklungsschritt. So erklärte Leser Phantasie, dass das Aussprechen von Schimpfworten der „Fähigkeit zur Selbstbehauptung und dem Wunsch, sich in einer anderen Rolle (frei von Zwängen) auszuprobieren“ gleich käme. Anstatt die Serie zu verbieten, solle der Vater seine eigenen Grenzen aufzeigen und ihr erklären, wie er sich fühle, wenn seine Tochter diese Worte nutze. Auch Leser raabbel unterstützt diesen Vorschlag und glaubt, dass bei der Tochter nur so ein Lerneffekt eintreten könne. Er glaubt, dass die Tochter gelernt habe, dass man diese Wörter benutzt, wenn man wütend ist. Die Eltern sollen ihre Ausbrüche zulassen, wenn sie eine Ich-Botschaft mit dazugehörigem Grund nennen würde, wie „Ich möchte weiter Fernsehen, weil ich finde es gerade so spannend“. Leserin Mirinord glaubt, dass Astrid Lindgren den Kindern eine Stimme verleihe und sie aussprechen lasse, wie ihnen wirklich zumute sei. Das sei nicht immer angenehm, aber für die psychische Gesundheit sehr hilfreich. DeralteFritz kritisiert, dass der Autor seiner Meinung nach erwarte, dass die Kinder aus der Krachmacherstraße lieb und angepasst sein müssten und keinen Krach machen dürften. Ma Rou findet es unangebracht, die eigenen Erziehungsschwierigkeiten auf Astrid Lindgren zu schieben. Sie glaubt, dass es in der beschriebenen Situation eher um eine Streitfrage bezüglich Fernsehen oder nicht Fernsehen ging und das wenig mit der gezeigten Serie zu tun habe. Ein gemeinsames Schauen und Reflektieren der Serie hielten viele der Kommentatoren für angebracht.

Episodenliste

Weblinks

Einzelnachweise

Kategorie:Film über Lotta Kategorie:Astrid-Lindgren-Verfilmung (Serie) Kategorie:Kinderfilm Kategorie:Jugendfilm Kategorie:Fernsehserie (Schweden) Kategorie:Fernsehserie der 1990er Jahre