Nuno Maulide (* 17. Dezember 1979 in LissabonCV Maulide. In: Journées de Chimie Organique. Abgerufen am 7. Jänner 2019 (PDF; 70 kB).) ist ein portugiesischer Chemiker. Seit 2013 ist er Professor für Organische Synthese an der Universität Wien. Vom Klub der Bildungs- und Wissenschaftsjournalisten wurde er als österreichischer Wissenschafter des Jahres 2018 ausgezeichnet.Nuno Maulide ist "Wissenschafter des Jahres". Artikel vom 7. Jänner 2019, abgerufen am 7. Jänner 2019.

Leben Nuno Maulide begann 1998 ein Chemiestudium am Instituto Superior Técnico in Portugal. Später studierte er an der belgischen Université catholique de LouvainUniv.-Prof. Dr. Nuno Maulide Seite von Nuno Maulide auf der Homepage der Universität Wien, abgerufen am 23. Januar 2021. und der École polytechnique in Paris. Parallel absolvierte er ein Klavierstudium. 2003 beendete er sein Studium als Master of Science, danach absolvierte er ein Doktoratsstudium an der Katholieke Universiteit Leuven, wo er 2007 promovierte. 2007/08 folgte ein Aufenthalt an der Stanford University als Postdoktorand bei Barry M. Trost. Ab 2009 forschte er mit seiner eigenen Forschungsgruppe am Max-Planck-Institut für Kohlenforschung in Mülheim an der Ruhr.

Im Juli 2013 habilitierte er sich auf dem Gebiet der Organischen Chemie an der Ruhr-Universität Bochum, anschließend wurde er als Nachfolger von Johann Mulzer als ordentlicher Professor an die Universität Wien berufen. 2018 wurde er zum korrespondierenden Mitglied der mathematisch-naturwissenschaftlichen Klasse der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (ÖAW) ernannt, seit Herbst 2018 forscht er auch am Forschungszentrum für Molekulare Medizin (CeMM) der ÖAW als Adjunct Principal Investigator.Österreichische Akademie der Wissenschaften: Nuno Maulide ist Wissenschafter des Jahres. Abgerufen am 7. Jänner 2018. Im Jänner 2020 wurde er Leiter des neu eröffneten Christian Doppler Labors für Entropieorientiertes Drug Design an der Universität Wien. 2021 wurde er zum wirklichen Mitglied der ÖAW gewählt.

Maulide forscht auf dem Gebiet der Stereoselektiven Synthese organischer Verbindungen und beschäftigt sich mit der Totalsynthese biologisch aktiver Moleküle. Er entwickelte unter anderem eine neue Synthesemethode für 1,4-Dicarbonyle, die in der Entwicklung der Krebstherapie eine Bedeutung haben.Neue Reaktion soll Krebsmittel verbessern. auf Science orf.at.

Auszeichnungen (Auswahl) 2012: Starting Grant des Europäischen Forschungsrates (ERC)CV Nuno Maulide. Abgerufen am 7. Jänner 2019. 2013: Heinz-Maier-Leibnitz-Preis 2016: Consolidator Grant des ERC 2019: Wissenschafter des Jahres 2018 des Klubs der Bildungs- und Wissenschaftsjournalistenorf.at: Chemiker und Pianist Nuno Maulide. Artikel vom 7. Jänner 2019, abgerufen am 7. Jänner 2019. 2019: Lieben-Preis 2018derStandard.at: Chemiker Nuno Maulide erhält weitere hohe Auszeichnung. Artikel vom 28. Jänner 2019, abgerufen am 29. Jänner 2019.Nuno Maulide: Ignaz L. Lieben-Preis 2018. Abgerufen am 29. Jänner 2019. 2020: Novartis Chemistry Lectureship 2020/21 2021: Wirkliches Mitglied der Österreichischen Akademie der Wissenschaften 2021: Guthikonda Lectureship der Stanford University 2023: ERC Proof of Concept (PoC) Grant 2024: ERC Advanced Grant 2024: Korrespondierendes Mitglied im Ausland der Akademie der Wissenschaften von Lissabon

Publikationen (Auswahl) mit Dainis Kaldre und Immo Klose: Stereodivergent synthesis of 1,4-dicarbonyls by traceless charge–accelerated sulfonium rearrangement. In: Science. Vol. 361, Nr. 6403, 17. Aug 2018, S. 664–667. mit Tanja Traxler: Die Chemie stimmt! Eine Reise durch die Welt der Moleküle. Residenz Verlag, Salzburg/Wien 2020, ISBN 978-3-7017-3505-1.

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Einzelnachweise

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