Die Gemeinde Zülz, ist eine Stadt- und Landgemeinde im Powiat Prudnicki der Woiwodschaft Opole in Polen. Ihr Verwaltungssitz ist die gleichnamige Stadt mit etwa 2500 Einwohnern.
Die Gemeinde ist seit 2006 amtlich zweisprachig (polnisch und deutsch).
Geographie und Verkehr Die Gemeinde liegt in Oberschlesien 30 km südwestlich der Woiwodschaftshauptstadt Opole (Oppeln). Die Kreisstadt Prudnik (Neustadt) liegt wenige Kilometer in südwestlicher Richtung. Zu den Gewässern gehört der Fluss Biała (Zülzer Wasser).
Die Stadt liegt an der Woiwodschaftsstraße DW 414. Personen- und Bahnverkehr wurden auf der Strecke Prudnik–Krapkowice 1991–1992 eingestellt.
Geschichte Seit 2006 ist die Gemeinde amtlich zweisprachig, weswegen 2008 zweisprachige Ortsbezeichnungen eingeführt wurden.
Bevölkerung Die Bevölkerung der Gemeinde Zülz nach Nationalitäten laut der letzten polnischen Volkszählung 2002.Vgl. Nationalitäten der Gemeinde Zülz Nationalität Anzahl Anteil Polnisch 5830 48,0 % Deutsch 5191 42,7 % „Schlesisch“ 571 4,7 % keine Angabe 536 4,4 %
Politik Bürgermeister An der Spitze der Stadtverwaltung steht der Bürgermeister. Seit 2015 ist dies Edward Plicko. Die turnusmäßige Wahl im April 2024 brachte folgendes Ergebnis:Ergebnis auf der Seite der Wahlkommission, abgerufen am 25. Juni 2024. Edward Plicko (Wahlkomitee Edward Plicko) 45,5 % der Stimmen Damian Tarnowski (Schlesische Kommunalverwaltung) 29,6 % der Stimmen Dawid Pientko (Wahlkomitee „Freundliche Gemeinde – Unsere Zukunft“) 17,7 % der Stimmen Kamil Wiertelarz (Wahlkomitee „Gemeinwohl der Gmina Biała“) 7,2 % der Stimmen
In der damit notwendigen Stichwahl wurde Plicko mit 60,8 % der Stimmen gegen Tarnowski, den Kandidaten der Deutschen Minderheit, wiedergewählt.
Die turnusmäßige Wahl im Oktober 2018 brachte folgendes Ergebnis:Ergebnis auf der Seite der Wahlkommission, abgerufen am 13. August 2020. Edward Plicko (Wahlkomitee Edward Plicko) 68,4 % der Stimmen Robert Roden (Wahlkomitee Deutsche Minderheit) 31,6 % der Stimmen
Damit wurde Plicko bereits im ersten Wahlgang wiedergewählt.
Stadtrat Der Stadtrat besteht aus 15 Mitgliedern und wird direkt in Einpersonenwahlkreisen gewählt. Die Stadtratswahl 2024 führte zu folgendem Ergebnis:Ergebnis auf der Seite der Wahlkommission, abgerufen am 25. Juni 2024. Schlesische Kommunalverwaltung (Deutsche Minderheit) 38,7 % der Stimmen, 11 Sitze Wahlkomitee Edward Plicko 34,3 % der Stimmen, 1 Sitz Wahlkomitee „Freundliche Gemeinde – Unsere Zukunft“ 18,4 % der Stimmen, 3 Sitze Wahlkomitee „Gemeinwohl der Gmina Biała“ 8,7 % der Stimmen, kein Sitz
Die Stadtratswahl 2018 führte zu folgendem Ergebnis:Ergebnis auf der Seite der Wahlkommission, abgerufen am 13. August 2020. Wahlkomitee Edward Plicko 54,5 % der Stimmen, 11 Sitze Wahlkomitee Deutsche Minderheit 26,2 % der Stimmen, 2 Sitze Wahlkomitee „Unsere Erde“ 12,8 % der Stimmen, 2 Sitze Sojusz Lewicy Demokratycznej (SLD) / Lewica Razem (Razem) 3,0 % der Stimmen, kein Sitz Übrige 3,5 % der Stimmen, kein Sitz
Partnerstädte und -gemeinden Marienheide, Nordrhein-Westfalen, Deutschland Město Albrechtice, Tschechien Vlčice, Okres Jeseník, Tschechien.
Gliederung Die Stadt- und Landgemeinde Zülz umfasst ein Gebiet von 195,8 km², auf dem etwa 10.700 Einwohner leben. Sie umfasst die Orte: Altzülz (Solec) Bresnitz (Brzeźnica; 1936–1945: Brese) Dambine (Dębina; 1936–1945: Klein Eichen) Ellguth (Ligota Bialska) Ernestinenberg (Górka Prudnicka) Grabine (Grabina; 1936–1945 Gershain) Groß Pramsen (Prężyna) Josefsgrund (Józefów) Neuhof (Józefówek) Kohlsdorf (Kolnowice) Krobusch (Krobusz; 1936–1945: Krähenbusch) mit Ziabnik (Żabnik; 1936–1945: Froschweiler) Laskowiec (Haselvorwerk) Legelsdorf (Ogiernicze) Lonschnik (Łącznik; 1936–1945: Wiesengrund O.S.) Mokrau (Mokra; 1936–1945: Nassau O.S.) Mühlsdorf (Miłowice) Neudorf (Nowa Wieś Prudnicka) Olbersdorf (Olbrachcice) Ottok (Otoki; 1936–1945: Auenwalde) Pogosch (Pogórze; 1936–1945: Brandewalde) mit Fronzke (Frączki; 1936–1945: Frankhäuser) Probnitz (Browiniec Polski; 1936–1945: Proben) Radstein (Radostynia) Rosenberg (Rostkowice) Schartowitz (Czartowice; 1936–1945 Fichtenwalde O.S.) Schelitz (Chrzelice) Schmitsch (Śmicz; 1936–1945: Lößtal) Simsdorf (Gostomia) Waschelwitz (Wasiłowice; 1936–1945: Tiefengrund) Wilkau (Wilków; 1936–1945: Willenau) Zülz (Biała)
Der Ort Czyżowice (Zeiselwitz) wurde in den 1990er Jahren aus der Gemeinde Biała in die Gemeinde Prudnik umgegliedert.
Bauwerke
Weblinks
Offizielle Webpräsenz der Gemeinde Zülz
Einzelnachweise