Katja Rade (* 25. April 1965 in Darmstadt) ist eine deutsche Betriebswirtin, Hochschullehrerin und Hochschulmanagerin. Sie war Professorin für Betriebswirtschaftslehre an der Hochschule Pforzheim sowie Rektorin und Geschäftsführerin der SRH Hochschule Heidelberg. Seit dem 1. September 2020 ist sie Rektorin der Hochschule für Technik Stuttgart.
Leben und Wirken Katja Rade wurde am 25. April 1965 in Darmstadt geboren. Von 1984 bis 1987 absolvierte sie bei der Deutschen Lufthansa AG eine Ausbildung zur Luftverkehrskauffrau. Von 1987 bis 2000 war sie in verschiedenen Funktionen bei der Deutschen Lufthansa tätig. Sie arbeitete zunächst als Referentin im Controlling und übernahm später Aufgaben in der Stationsplanung sowie als Verkehrsleiterin vom Dienst.Hochschule Pforzheim: Business School Pforzheim – Wissen, worauf es ankommt. Pforzheim, 2015.
Parallel zu ihrer beruflichen Tätigkeit bei der Deutschen Lufthansa studierte Katja Rade von 1990 bis 1996 Betriebswirtschaftslehre an der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main. Das Studium schloss sie als Diplom-Kauffrau ab. Von 1996 bis 2000 war sie im Controlling des Personalressorts der Lufthansa Passage Airlines tätig. In den Jahren 2000 und 2001 wechselte Katja Rade an das Sustainable Business Institute (SBI) der European Business School in Oestrich-Winkel. Dort leitete sie Forschungs- und Beratungsprojekte mit den Schwerpunkten Supply-Chain-Management und Controlling.
Parallel dazu begann sie ihre Promotion an der Technischen Universität Berlin. Ihre Dissertation trug den Titel Erfolgs- und Beteiligungsrechnung für unternehmensübergreifende Supply Chain Management Systeme. Die Promotion erfolgte im Zeitraum 2000 bis 2004 zum Dr. rer. oec.; Doktorvater war Ulrich Steger.
Im November 2001 erhielt Katja Rade ihren ersten Ruf auf eine Professur für Betriebswirtschaftslehre an die Duale Hochschule Baden-Württemberg in Stuttgart. Dort lehrte sie von 2001 bis 2007, unter anderem in den Bereichen Allgemeine Betriebswirtschaftslehre, Rechnungswesen und Controlling.
Im Jahr 2007 wechselte Katja Rade an die Hochschule Pforzheim, an der sie bis 2017 als Professorin für Betriebswirtschaftslehre und Finanzwirtschaft tätig war. Zu ihren Lehr- und Arbeitsschwerpunkten gehörten unter anderem Investition und Finanzierung, Bilanzierung, Jahresabschlussanalyse, Kosten- und Leistungsrechnung sowie Controlling. Darüber hinaus leitete sie Planspiele und Managementsimulationen. Von 2012 bis 2014 war Katja Rade Prodekanin der Fakultät Wirtschaft und Recht der Hochschule Pforzheim. In dieser Funktion verantwortete sie die Bereiche Finanzen und Haushalt, Qualitätsmanagement sowie die internationale Akkreditierung nach AACSB. Von 2014 bis 2016 war sie zudem als Fachgebietsleiterin Betriebswirtschaftslehre tätig. Im November 2015 wurde Katja Rade zur nebenamtlichen Prorektorin der Hochschule Pforzheim gewählt und war bis 2017 für die strategische Planung und Hochschulentwicklung tätig und zugleich für das Weiterbildungsinstitut der Hochschule zuständig.
Von 2017 bis 2020 war Katja Rade Rektorin und Geschäftsführerin der SRH Hochschule Heidelberg. In dieser Funktion war sie für die akademische und strategische Entwicklung der privaten Hochschule verantwortlich.
Zum 1. September 2020 übernahm Katja Rade das Amt der Rektorin der Hochschule für Technik (HFT) in Stuttgart. Im Juli 2021 wurde sie in den Vorstand der Hochschulen für Angewandte Wissenschaften Baden-Württemberg e. V. (HAW BW) gewählt. Der Verband ist der freiwillige Zusammenschluss von 21 staatlichen und drei kirchlichen Hochschulen für angewandte Wissenschaften in Baden-Württemberg. An den 24 Mitgliedshochschulen studieren etwa ein Drittel aller Studierenden in Baden-Württemberg.
Auszeichnungen 2009: Lehrpreisträgerin der Hochschule Pforzheim 2018: Genius-Loci-Preis für Lehrexzellenz des Stifterverbands als Rektorin der SRH Hochschule Heidelberg
Veröffentlichungen (Auswahl) Erfolgs- und Beteiligungsrechnung für unternehmensübergreifende SCM-Systeme. Prognose, Erfassung und Verteilung des Erfolges aus der Integration vertikaler Wertschöpfungspartnerschaften. Dissertation, Universität Berlin 2004. mit Matthias Kropp: Jahrgangsbezogener Sammelposten und Poolabschreibung des § 6 Abs. 2 a EStG – endgültiger Abschied von der Einheitsbilanz? Die Wirtschaftsprüfung, Heft 1, 61. Jg. (2008), S. 13–22. mit Thomas Stobbe: Bilanzierung von Fußballspielerwerten in der Handelsbilanz – Aktivierung immaterieller Vermögensgegenstände nach altem und neuem Recht. In: Deutsches Steuerrecht (DStR), Heft 22, 47. Jg. (2009), S. 1109–1115. Seit 2010: Kommentierung des § 5 Abs. 4 a EStG, Anm. 2050–2068 und § 6 Abs. 1 Nr. 1 EStG, Anm. 290–373, in Herrmann/Heuer/Raupach, Kommentar zum Einkommensteuer- und Körperschaftsteuergesetz. "Angemessene" Herstellungskosten nach BilMoG – Keine Irrelevanz der Abgrenzung von Einzel- und Gemeinkosten. In: Deutsches Steuerrecht (DStR), Heft 28, 49. Jg. (2011), S. 1334–1338. mit Thomas Stobbe: Neukommentierung des § 6 EStG: Herstellungskosten. In: Herrmann/Heuer/Raupach (Hrsg.): Kommentar zum Einkommensteuer- und Körperschaftsteuergesetz, Lieferung 450, März 2012., Anm. 454–469. mit Robert Nothhelfer, Stefan Foschiani und Volker Trauzettel: Klausurtraining für allgemeine Betriebswirtschaftslehre. De Gruyter Oldenbourg, Berlin 2017, ISBN 978-3-110-48181-5.
Weblinks Katja Rade auf der Seite der Hochschule für Technik Stuttgart
Einzelnachweise
Kategorie:Absolvent der Goethe-Universität Frankfurt am Main Kategorie:Hochschullehrer (SRH Hochschule Heidelberg) Kategorie:Prorektor einer Hochschule in Deutschland Kategorie:Hochschullehrer (Pforzheim) Kategorie:Hochschullehrer (Duale Hochschule Baden-Württemberg Stuttgart) Kategorie:Hochschullehrer (Hochschule für Technik Stuttgart) Kategorie:Rektor einer Hochschule in Deutschland Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1965 Kategorie:Frau