Beikheim ist ein Gemeindeteil von Schneckenlohe im oberfränkischen Landkreis Kronach in Bayern.
Geographie Das Dorf liegt an der Steinach im Obermainischen Hügelland, wo sich das Tal zwischen dem Berg Gubel und den Hängen des Leutendorfer Forstes verengt. Der Krebsbach und der Vierlitzenbach fließen durch Beikheim und münden als linke Zuflüsse in die Steinach. Die Bundesstraße 303 führt über die 228 Meter lange Steinachtalbrücke zur Anschlussstelle 10 der A 73 (12 km westlich). In entgegengesetzter Richtung wird sie als Staatsstraße 2200 fortgeführt, die zur Bundesstraße 173 bei Johannisthal verläuft (5 km östlich). Die Staatsstraße 2208 führt über Leutendorf nach Mitwitz (4 km nördlich) bzw. nach Mannsgereuth (2 km südlich). Die Kreisstraße KC 29 führt nach Schneckenlohe (2 km westlich).Entfernungsangaben gemessen, jeweils Luftlinie.
Geschichte Der Ort wurde erstmals im Jahr 1348 als „Beykhawe“ erwähnt. Der Ortsname ist slawischen Ursprungs. Im Mittelalter hatte die Familie von Redwitz die Dorfherrschaft. Im Jahr 1520 wurde die Reformation eingeführt. Beikheim war ein landwirtschaftlich geprägtes Dorf.
Gegen Ende des 18. Jahrhunderts bestand Beikheim aus 33 Anwesen. Das Hochgericht übte das bambergische Centamt Burgkunstadt-Marktgraitz aus. Die Dorf- und Gemeindeherrschaft hatte das bambergische Amt Fürth am Berg inne. Grundherren waren das Amt Fürth am Berg (2 Halbhöfe, 9 Söldengüter, 10 Sölden, 8 Söldengütlein, 1 Gütlein, 2 Tropfhäuser) und das sachsen-hildburghausische Amt Sonnefeld (1 Mahl- und Schneidmühle). Außerdem gab es ein Schulhaus, eine Gemeindemahlmühle, eine Gemeindeschmiede und ein Gemeindebräuhaus.H. Demattio: Kronach – Der Altlandkreis, S. 462. Hier werden unter Einberechnung der bewohnten kommunalen Gebäude 37 Anwesen als Gesamtzahl angegeben.
Beikheim kam 1803 zum Kurfürstentum Bayern. Mit dem Ersten Gemeindeedikt wurde Beikheim dem 1808 gebildeten Steuerdistrikt Schmölz zugewiesen. Infolge des Zweiten Gemeindeedikts entstand 1818 die Ruralgemeinde Beikheim, zu der Fahlenberg gehörte. Sie war in Verwaltung und Gerichtsbarkeit dem Landgericht Kronach zugeordnet und in der Finanzverwaltung dem Rentamt Kronach (1919 in Finanzamt Kronach umbenannt). Ab 1862 gehörte Beikheim zum Bezirksamt Kronach (1939 in Landkreis Kronach umbenannt). Die Gerichtsbarkeit blieb beim Landgericht Kronach (1879 in das Amtsgericht Kronach umgewandelt).H. Demattio: Kronach – Der Altlandkreis, S. 576. Die Gemeinde hatte eine Fläche von 3,464 km².
Im Zuge der Gebietsreform in Bayern wurde Beikheim am 1. Mai 1978 nach Schneckenlohe eingegliedert.
Baudenkmäler mini|Historische Felsenkeller an der Steinach In der Bayerischen Denkmalliste sind acht Baudenkmäler aufgeführt: Vier Wohn(stall)häuser Brunnen Brücke Felsenkeller Grenzsteine
Einwohnerentwicklung Jahr Einwohner Häuser Quelle 1818 187 35 1840 253 1852 244 1855 250 1861 256 1867 254 1871 269 41 1875 274 1880 278 1885 293 41 1890 281 44 1895 284 1900 277 41 Jahr Einwohner Häuser Quelle 1905 279 1910 256 1919 257 1925 244 43 1933 278 1939 242 1946 383 1950 384 44 1952 354 1961 289 53 1970 277 1987 271 68
Religion Beikheim war seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und nach St. Laurentius (Schmölz) gepfarrt.H. Demattio: Kronach – Der Altlandkreis, S. 462. Eine evangelische Bekenntnisschule befand sich im Ort. Diese besuchten auch die Schüler aus den Nachbargemeinden Schneckenlohe, Trainau und Mannsgereuth. 1936 wurde ein Friedhof angelegt. Die katholische Minderheit gehörte zur Pfarrei Heiligste Dreifaltigkeit (Theisenort).
Literatur
Weblinks
Einzelnachweise
Anmerkungen Es sind nur bewohnte Häuser angegeben. Von 1871 bis 1987 wurden diese als Wohngebäude bezeichnet.
Kategorie:Ort im Landkreis Kronach Kategorie:Schneckenlohe Kategorie:Ehemalige Gemeinde (Landkreis Kronach) Kategorie:Ersterwähnung 1348 Kategorie:Gemeindegründung 1818 Kategorie:Gemeindeauflösung 1978