mini|Freisinger Bischofskonferenz In der Freisinger Bischofskonferenz, historisch auch als Bayerische Bischofskonferenz bezeichnet, sind die Bischöfe der südbayerischen Erzdiözese München und Freising mit den Suffraganen Regensburg, Passau und Augsburg sowie der fränkischen Erzdiözese Bamberg mit den Suffraganen Würzburg, Eichstätt und Speyer vertreten.

Die Freisinger Bischofskonferenz hat die Aufgabe, gemeinsame pastorale Aufgaben zu fördern und die kirchliche Arbeit zu koordinieren. Anders als die heutige Deutsche Bischofskonferenz hat die Freisinger Bischofskonferenz keine Entscheidungsbefugnis. Sie vereinigt die Bischöfe des früheren bayerischen Staatsgebiets und ist damit (wie auch die Bischofskonferenzen im Vereinigten Königreich, die sich auf England und Wales, Schottland und Irland aufteilen) ein Sonderfall, da ansonsten Bischofskonferenzen nur auf der Ebene bestehender Staaten oder Staatengruppen existieren.

Sprengel und Vorsitz Das Territorium der Diözese Speyer ist zwar heute Teil der Bundesländer Rheinland-Pfalz und Saarland, die Grenzen der Kirchenprovinz Bamberg sind jedoch – mit der Ausnahme der Abtretung von thüringischen Gebieten des Bistums Würzburg an das Bistum Erfurt – seit 1920/1945 unverändert. So gelten für die Bestellung des Bischofs von Speyer auch heute noch die Regularien des Bayerischen Konkordates. auf der Seite des Bistums Speyer.

Vorsitzender der Freisinger Bischofskonferenz ist der Erzbischof von München und Freising (seit 2008 Erzbischof Reinhard Kardinal Marx), Stellvertreter ist der Metropolit der nordbayerischen Kirchenprovinz Bamberg (seit 2024 Erzbischof Herwig Gössl).

Geschichte Die Bischöfe der bayerischen Diözesen trafen sich erstmals 1848 und in den Folgejahren zunächst unregelmäßig zu Konferenzen in Freising.Geschichte der bayerischen Bischofskonferenz auf www.historisches-lexikon-bayerns.de Seit 1867 fanden die Konferenzen zweimal jährlich auf dem Freisinger Domberg statt. Derzeit tagt dort weiterhin die Herbstversammlung. Zur Frühjahrsversammlung treffen sich die Bischöfe reihum in einem anderen Bistum.

Zwischen 1873 und 1933 nahm der bayerische Episkopat nicht mehr an den Sitzungen der Fuldaer Bischofskonferenz teil. Den Anlass ihres Ausscherens gab ein Beschluss der preußischen Bischöfe zu „ungeteilter Einigkeit des Handelns und Leidens“ angesichts des Kulturkampfes in Preußen.Erwin Gatz (Bearb.): Akten der Fuldaer Bischofskonferenz, Bd. 1: 1871–1887. Matthias-Grünewald-Verlag, Mainz 1977, ISBN 3-7867-0622-0, S. 277. Demzufolge waren die Absprachen in der Fuldaer Bischofskonferenz fortan für die einzelnen Bischöfe zumindest moralisch verpflichtend.Erwin Gatz: Die Bischöfe der deutschsprachigen Länder von 1785/1803 bis 1945. Bemerkungen zu einem biographischen Lexikon. In: Stimmen der Zeit, Bd. 202 (1984), S. 137–141, hier S. 138.

Mitglieder Zur Freisinger Bischofskonferenz gehören alle Diözesan- und Weihbischöfe der zugehörigen Bistümer. Im Falle der Vakanz des Bischöflichen Stuhls, nimmt der Diözesanadministrator an der Konferenz teil. +NameAmtDiözeseMitglied seitAnton LosingerWeihbischofBistum Augsburg2000Karl-Heinz WiesemannBischofBistum Speyer2008Reinhard Kardinal MarxErzbischof VorsitzenderErzbistum München und Freising2008Wolfgang BischofWeihbischofErzbistum München und Freising2010Rudolf VoderholzerBischofBistum Regensburg2013Herwig GösslErzbischof Stv. VorsitzenderErzbistum Bamberg2014Stefan OsterBischofBistum Passau2014Josef GrafWeihbischofBistum Regensburg2015Rupert Graf zu StolbergWeihbischofErzbistum München und Freising2016Franz JungBischofBistum Würzburg2018Bertram MeierBischofBistum Augsburg2020Paul RederWeihbischofBistum Würzburg2024Christian WürtzBischof (ernannt)Bistum Eichstätt2026

Weblinks Informationen zu Freisinger Bischofskonferenz im Internet-Auftritt der Erzdiözese München und Freising

Einzelnachweise

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