Sigrun Fritsch (* 9. September 1959 in Frankfurt am Main) ist eine deutsche Theaterregisseurin und Künstlerische Leiterin des in Freiburg im Breisgau ansässigen Aktionstheater PAN.OPTIKUM.
Nach einem Politik- und Kunststudium in Kassel absolvierte sie zunächst eine Ausbildung zur Tanz- und Gestalttherapeutin in Frankfurt am Main und Würzburg, bevor sie sich im Jahr 1988 dem damals in Berlin ansässigen Aktionstheater PAN.OPTIKUM anschließt. Schwerpunkte ihrer Arbeit bilden große Inszenierungen im öffentlichen Raum sowie genreüberschreitende Theaterproduktionen, diese entwickelt sie häufig in Kooperationen mit anderen Künstlern und Institutionen. Fritsch überschreitet bewusst Genregrenzen der einzelnen Gattungstraditionen und entwickelt ihre eigenen Produktionen aus einer tiefenpsychologischen Sichtweise. Dieser Interpretationsansatz zieht sich auch durch ihre Musiktheater-Inszenierungen.
Inszenierungen 1998: Claudio Monteverdis Il ballo delle ingrate mit dem Freiburger Barockorchester 2000: Franz Schuberts Winterreise mit dem Freiburger Barockorchester 2004: Philip Glass The Civil Wars mit der Deutschen Oper am Rhein 2004: eigene Produktion des Orpheus-Mythos, RuhrTriennale 2007: Philip Glass The Civil Wars mit dem Theater Freiburg 2008: Carl Orffs Carmina Burana mit dem Theater Basel 2010: Christoph Willibald Glucks Orpheus gemeinsam mit Georg Rootering von für die Philharmonie Tallinn 2011: Stadtrauminszenierung in Margate (Kent) gemeinsam mit Wayne McGregor, Royal Ballet, London im Auftrag des British Arts Council 2015–2018: Künstlerische Leiterin des Power of Diversity. The Crossing Lines Project, ein Kooperationsprojekt mit zehn Partnern in insgesamt acht Ländern.
Auszeichnungen Für ihre Arbeit mit dem Ensemble des Aktionstheaters Pan.optikum erhielt sie 2005 den Kulturpreis Baden-Württemberg.
Einzelnachweise
Kategorie:Theaterregisseur Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1959 Kategorie:Frau