Martin Geisen (* 1987 in Daun) ist ein deutscher Schauspieler.
Leben Geisen wuchs in Daun in der Eifel und ab seinem 12. Lebensjahr in Rheinbach bei Bonn auf. Nach dem Abitur studierte er von 2009 bis 2012 Geographie und Politikwissenschaften an der Justus-Liebig-Universität in Gießen, und arbeitete nebenbei mehrere Jahre für den Rettungsdienst.
Von 2012 bis 2015 absolvierte Geisen eine Ausbildung an der Schule für Schauspiel in Hamburg und arbeitete dort unter anderem mit Wladimir Tarasjanz, Ulrike Maack, Wilfried Minks, Cornelia Schirmer und Samuel Weiß.
Während der Ausbildung war er auf mehreren Hamburger Bühnen zu sehen, so z. B. dem Altonaer Theater, Thalia Theater oder Hamburger Kammerspiele. Nach dem Abschlussstück Was ihr wollt unter Regie von Annelore Sarbach, war Geisen 2015 als Lars Koch in Ferdinand von Schirachs Terror an den Mainzer Kammerspielen zu sehen, bevor er 2016 festes Ensemblemitglied am Westfälischen Landestheater wurde. Er wechselte 2017 unter Leitung von Caroline Stolz und Alexander May ans Stadttheater Trier. Er arbeitete außerdem am Staatstheater Mainz, Théâtre National du Luxembourg, Burgfestspiele Mayen, Scharoun-Theater Wolfsburg oder dem Theater Ansbach.
Ab 2021 absolvierte er nebenbei eine Weiterbildung in Kulturmanagement an der Hochschule für Musik und Theater Hamburg und arbeitete als Projektleiter und Disponent für verschiedene Theater- und Kulturprojekte.
Seit 2017 steht Geisen vermehrt auch vor der Kamera. Einem breiteren Publikum wurde er bekannt durch die Rolle des Markus Gelden in Die Füchsin: Spur in die Vergangenheit. Unter der Regie von Jan Frers drehte er 2017 den Kinofilm Just Drifting Along, welcher für den Max-Ophüls-Preis als „Bester Spielfilm 2018“ nominiert war. Geisen war für seine Rolle als David in dem Film ebenfalls für den Max-Ophüls-Preis als „Bester Schauspielnachwuchs 2018“ nominiert.
2020 war Geisen in einer Doppelhauptrolle als Zwillingspaar in der ARD-Serie Morden im Norden zu sehen. Seitdem war er außerdem zu sehen in SOKO Köln, SOKO Wismar oder Tatort.
Geisen ist in verschiedenen Kulturinitiativen und als Musiker und Konzertveranstalter aktiv.
Auszeichnungen 2018: Nominierungen Max-Ophüls-Preis als Bester Schauspielnachwuchs 2022: Nominierung für das Nachtkritik-Theatertreffen mit „Was ihr wollt“ (Theater Trier, Regie: Frank Hoffmann) 2025: Nominierung für fünf Preise bei den Internationalen Hofer Filmtagen mit „Sunny“
Theatertätigkeit (Auswahl) 2015–2016: Mainzer Kammerspiele 2016–2017: Westfälisches Landestheater 2017–2023: Stadttheater Trier seit 2023: u. a. Burgfestspiele Mayen, Theater Ansbach, Theater Trier, Theater Wolfsburg, Festspiele Heppenheim
Filmografie (Auswahl) 2015: Fritz Lang – Der andere in uns 2016: Eigengrau 2016: Verräter – Tod am Meer 2017: Alarm für Cobra 11 – Die Autobahnpolizei (Fernsehserie, Folge Autohacker) 2017: Just Drifting Along 2018, 2024: Die Pfefferkörner (Fernsehserie, 2 Folgen) 2018: Tatort: Zorn 2018: Die Füchsin: Spur in die Vergangenheit 2019: Sunny 2020: Morden im Norden (Fernsehserie, Folge Das Geständnis) 2020: How to sell Drugs online (fast) 2020: Rentnercops (Fernsehserie) 2021: Tilo Neumann & das Universum (Fernsehserie, 8 Folgen) 2022: SOKO Köln (Fernsehserie, Folge Die Perle) 2022: In aller Freundschaft – Die jungen Ärzte (Fernsehserie, Folge Lügen) 2023: SOKO Wismar (Fernsehserie) 2023: Bettys Diagnose (Fernsehserie, Folge Dr. Robot) 2025: Billy Kuckuck – Familiengeheimnisse 2026: WaPo Duisburg (Fernsehserie) 2025, 2026: In aller Freundschaft (Fernsehserie, Folge Unzertrennlich)
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Einzelnachweise
Kategorie:Filmschauspieler Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1987 Kategorie:Mann