mini|Deisenhausen an der Günz mini|Oberbleichen Deisenhausen ist eine Gemeinde im bayerisch-schwäbischen Landkreis Günzburg und ein Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Krumbach (Schwaben).

Geografie Die Gemeinde liegt in der Region Donau-Iller an dem Fluss Günz.

Es gibt sechs Gemeindeteile (in Klammern ist der Siedlungstyp angegeben): Deisenhausen (Pfarrdorf) Unterbleichen (Pfarrdorf) Oberbleichen (Kirchdorf) Nordhofen (Dorf) Ende (Einöde) Kiesberg (Einöde)

Es gibt die Gemarkungen Deisenhausen, Oberbleichen und Unterbleichen.

Geschichte Bis zur Gründung der Gemeinden Deisenhausen war vor 1800 Herrschaft und gehörte zur St. Jakobspfründe in der Freien Reichsstadt Augsburg. Oberbleichen und Unterbleichen gehörten verschiedenen Patrizierfamilien. Seit den Friedensverträgen von Brünn und Preßburg 1805 gehörte der Ort zum neu entstandenen Königreich Bayern. Im Zuge der Verwaltungsreformen im Königreich Bayern entstanden mit dem Gemeindeedikt von 1818 die Gemeinden Deisenhausen, Oberbleichen und Unterbleichen.

Eingemeindungen Im Zuge der Gebietsreform in Bayern wurden am 1. Januar 1977 die Gemeinden Oberbleichen und Unterbleichen eingegliedert.

Einwohnerentwicklung Bevölkerungsentwicklung Jahr19611970198719952000200520102015 Einwohner 106711401321 14391464153814911476

Zwischen 1988 und 2018 wuchs die Gemeinde von 1342 auf 1472 Einwohner, mithin um 130 Einwohner bzw. 9,7 %.

Politik Der Gemeinderat hat zwölf Mitglieder. Bei der Kommunalwahl 2020 entfielen auf die Wählergruppe Deisenhausen (52,5 %) und die Wählerliste Bleichen (47,5 %) jeweils sechs Sitze.

Erster Bürgermeister ist seit 1. Mai 2020 Bernd Langbauer (Wählergruppe Deisenhausen); er wurde am 15. März 2020 mit 83,8 % der Stimmen gewählt. Sein Vorgänger Norbert Weiß (* 1957, Alte Wählergruppe) war 24 Jahre von Mai 1996 bis April 2020 im Amt.

Wappen

Baudenkmäler

Katholische Pfarrkirche St. Stephan

Bodendenkmäler

Wirtschaft und Infrastruktur Wirtschaft einschließlich Land- und Forstwirtschaft Es gab 2020 nach der amtlichen Statistik im produzierenden Gewerbe 86 und im Bereich Handel, Verkehr und Gastgewerbe 74 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort. In sonstigen Wirtschaftsbereichen waren am Arbeitsort 23 Personen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 678.

Im Bauhauptgewerbe gab es drei Betriebe. Zudem bestanden im Jahr 2020 24 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 860 ha, davon waren 543 ha Ackerfläche.

Bildung Es gibt folgende Einrichtungen (Stand: 2021): Kindergärten: 65 Kindergartenplätze mit 63 Kindern Volksschulen: eine mit neun Lehrern und 112 Schülern

Persönlichkeiten mini|110px|Eduard Rüber 1833 Johann Baptist Mayer (1803–1892), Textilunternehmer. Gerd Müller (* 1955), Politiker (CSU), 2013–2021 Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, ist in Unterbleichen aufgewachsen. Meike Pfister (* 1996), Skirennläuferin, lebt in Deisenhausen. Eduard Rüber (1804–1874), deutscher Architekt und bayerischer Baubeamter, der als Erbauer zahlreicher Bahnhofsgebäude in Bayern gilt. Die weitverzweigte Familie Spaun stammt aus Deisenhausen.

Siehe auch Liste der Straßennamen von Deisenhausen

Weblinks

Gemeinde Deisenhausen

Einzelnachweise

Kategorie:Ort im Landkreis Günzburg Kategorie:Ort in Oberschwaben Kategorie:Gemeindegründung 1818

Kategorie:Kirchdorf (Siedlungstyp)