mini|Pfarrkirche in Balzhausen mini|Gasthaus Krone in Balzhausen Oktober 2004 Balzhausen ist eine Gemeinde und ein Pfarrdorf im schwäbischen Landkreis Günzburg und ein Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Thannhausen.

Geografie Balzhausen liegt in der Region Donau-Iller.

Es gibt zwei Gemeindeteile (in Klammern ist der Siedlungstyp angegeben): Balzhausen (Pfarrdorf) Kirrberg (Weiler)

Es gibt nur die Gemarkung Balzhausen.

Geschichte Bis zur Gemeindegründung In Balzhausen befand sich zur Römerzeit ausweislich archäologischer Befunde eine Ziegelei.Ulrich Brandl, Emmi Federhofer: Ton + Technik. Römische Ziegel. Theiss, Stuttgart 2010, ISBN 978-3-8062-2403-0 (Schriften des Limesmuseums Aalen. Nr. 61).

Balzhausen wurde im Jahr 956 erstmals urkundlich erwähnt. Seit dem Mittelalter war die Markgrafschaft Burgau Landesherr, zu der die örtliche Herrschaft Seifriedsberg gehörte. In der Zeit der Bauernkriege eroberten Bauern im Februar 1525 Balzhausen und mehrere kleine Orte, darunter auch Thannhausen. Diesem Bauernhaufen brachte ein Heereszug aus Ulm am 31. Mai 1525 eine verheerende Niederlage bei, in dessen Folge die Orte Burg und Balzhausen niedergebrannt wurden.Ortsteil Burg, auf vg-thannhausen.de. Abgerufen am 5. September 2015. Balzhausen gehörte den Grafen Oettingen-Wallerstein. Es handelt sich um einen Teil der seit 1751 Oettingschen Herrschaft Seifriedsberg. Mit der Rheinbundakte 1806 kam der Ort zum Königreich Bayern. Im Zuge der Verwaltungsreformen im Königreich Bayern entstand mit dem Gemeindeedikt von 1818 die heutige Gemeinde.

Einwohnerentwicklung Bevölkerungsentwicklung Jahr196119701987199119952000200520102015 Einwohner 901930971103411231224120911841234 Zwischen 1988 und 2018 wuchs die Gemeinde von 964 auf 1209 um 245 Einwohner bzw. um 25,4 %.

Politik Bürgermeister Seit 1. Mai 2026 ist Tobias Mayr Erster Bürgermeister der Gemeinde. Er wurde mit 92,6 % gewählt. Zuvor war Mayr bereits 12 Jahre Marktgemeinderat des Marktes Dinkelscherben.

Gemeinderat Bei der Kommunalwahl am 15. März 2020 wurde lediglich ein Wahlvorschlag eingereicht, und zwar gemeinsam von CSU/Freie Wählern, die alle zwölf Sitze im Gemeinderat erhielten.

Partei/Liste202020142008%Sitze%SitzeSitze CSU / Freie Wähler96,81258,377 Wähler benannte Personen 3,20–––Balzhauser Neue Liste––41,755Gesamt100121001212 Wappen und Flagge

Die gleichzeitig genehmigte weiß-grün-gelbe Gemeindeflagge wird nicht verwendet.Eintrag zu Balzhausen auf der Seite kommunalflaggen.eu

Bau- und Bodendenkmäler

Wirtschaft und Infrastruktur Wirtschaft einschließlich Land- und Forstwirtschaft Es gab 1998 nach der amtlichen Statistik im produzierenden Gewerbe 286 und im Bereich Handel und Verkehr keine sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort. In sonstigen Wirtschaftsbereichen waren am Arbeitsort 33 Personen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 404. Im verarbeitenden Gewerbe gab es keine, im Bauhauptgewerbe zwei Betriebe. Zudem bestanden im Jahr 1999 44 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 975 ha; davon waren 402 ha Ackerfläche und 574 ha Dauergrünfläche.

Der Gewerbesteuerhebesatz beträgt zurzeit 310 %.

Bildung Im Jahre 2007 existierten folgende Einrichtungen: Kindergarten: 50 Kindergartenplätze mit 41 Kindern Grundschule: eine mit acht Lehrern und 130 Schülern SVE (schulvorbereitende Einrichtung): 40 Plätze; derzeit ca. 36 Kinder

Persönlichkeiten

Joseph Renftle (1823–1881), altkatholischer Geistlicher Abt Hyazinth Gaßner (1692–1745), Abt des Klosters Steingaden (1729–1745), Auftraggeber für den Bau der Wieskirche

Weblinks

Homepage

Einzelnachweise

Kategorie:Ort im Landkreis Günzburg

Kategorie:Ort in Oberschwaben Kategorie:Ersterwähnung 956 Kategorie:Gemeindegründung 1818 Kategorie:Kirchdorf (Siedlungstyp)