mini|Sebastian Fleiter Sebastian Fleiter (* 24. März 1971 in Hamburg) ist ein deutscher Medienkünstler, Konzeptkünstler, Designer und Unternehmer.

Leben und Werk Sebastian Fleiter machte nach Schulbesuchen am Städtischen Gymnasium in Wülfrath und an der Ames High School in Iowa, 1991 das Abitur am Geschwister-Scholl-Gymnasium in Velbert. 1992–1997 folgten Zivildienst und Arbeit am Freien Werkstatt Theater Köln, 1995 ein Bühnenfeuerwerkerlehrgang an der Sprengschule Dresden. 1995–1999 arbeitete er am Age Exchange Theater in London. 1995 absolvierte er die Stage Design Summer School an der Royal Academy of Dramatic Art in London. Danach absolvierte Sebastian Fleiter zwei Studiengänge an der Kunsthochschule Kassel. Zum einen „Freie Bildende Kunst“ bei Rob Scholte, von 1998 bis zum Abschluss 2002 bei Karin Stempel und Alf Schuler. Zum zweiten „Visuelle Kommunikation“ mit dem Schwerpunkt „Neue Medien“, von 1998 bis zum Abschluss mit Auszeichnung 2006 bei Björn Melhus und Joel Baumann. 2004 verbrachte er einige Monate mit einem DAAD-AuslandsstipendiumKluge Köpfe. In: DAAD Newsletter. Nr. 1, 2016, S. 4. in Kalifornien. 2004 begründete Fleiter die „Nachrichtenmeisterei“, ein Kreativ-Gründungszentrum und Netzwerk in Leerstandsgebäuden der Deutschen Bahn in Kassel. 2007 gründete Sebastian Fleiter sein Label „Atelier Fleiter“. 2011 realisierte er das Projekt THE ELECTRIC HOTEL, eine mobile strom-, wissen- und ideengenerierende Plattform für Großveranstaltungen. Für dieses Projekt wurde Fleiter vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie und dem Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien als „Kreativpilot der Bundesrepublik Deutschland“The Electric Hotel. Kultur und Kreativpiloten Deutschland, abgerufen am 19. Januar 2019. ausgezeichnet.

Fleiter verbindet in seiner Arbeit häufig künstlerische Methodik und Entrepreneurship und arbeitet im Spannungsfeld Kunst-Wissenschaft-Politik. Seine Arbeiten waren unter anderem zu sehen auf der Vancouver Biennale 2005 bis 2006OpenAir Sebastian Fleiter – Swan. Vancouver Biennale 05–07, abgerufen am 19. Januar 2019. oder 2002 bei einer Gruppenausstellung des Museum für Moderne Kunst in Frankfurt am Main. Seit 2011 war er mit seinen künstlerischen Arbeiten an eher kunst-unüblichen Orten vertreten, auf internationalen Musikfestivals wie dem Wacken Open Air, dem Shambala-FestivalThe Electric Hotel. Shambala Festival, abgerufen am 19. Januar 2019. in Großbritannien, dem Pukkelpop-Festival in Belgien, oder dem DGTL-Festival in Amsterdam. Sebastian Fleiter war einige Jahre im Vorstand des KasselerKunstVereins, und Mitkurator der Medienkunstausstellung MONITORING des Kasseler Dokumentarfilm- und Videofest. Er hatte Lehraufträge und gab Workshops an Hochschulen und Grundschulen im In- und Ausland. Ferner ist er in einigen Ausschüssen zum Thema KreativwirtschaftNachrichtenmeisterei. Kreativwirtschaft Hessen, HMWEVL, abgerufen am 19. Januar 2019. tätig, und mit Vortragsreihen unterwegs. Sebastian Fleiter wurde ausgezeichnet vom Bundeswirtschaftsministerium mit dem Designpreis der Bundesrepublik Deutschland in Gold, und als Green Ambassador von der britischen Green Organisation. Er erhielt den internationalen Green Apple Award in Westminster Abbey, den Green World Award in Seoul und wurde Landessieger des EIT Climate KIC Start Up-Programms der Europäischen Union. Sebastian Fleiter wurde 2020 für den Green Guardians Guide des IQ-Magazins der ILMC ausgewählt. Die ILMC ist die größte jährlich stattfindende internationale Konferenz der Veranstaltungsbranche.

Seit 2016 ist Sebastian Fleiter mit der Illustratorin und Autorin Florentine Joop verheiratet. Sie leben mit vier Kindern, wovon drei aus vorherigen Partnerschaften stammen, sowie einer gemeinsamen Tochter in Potsdam.

Gruppenausstellungen

2001: „bürger. gehorsam.“, European Media Art Festival, Osnabrück 2002: „Schwanengesang“, Ausstellung Leuchtspur, Museum für moderne Kunst, Frankfurt am Main 2005/2006: „Swan Song“, Vancouver Biennale 2018: diverse Arbeiten, Ausstellung Lebenswege, Kunstverein Kassel 2018: diverse Arbeiten, Ausstellung Artcamp, Potsdam

Ehrungen

2001: European Media Art Award, OsnabrückHermann Nöring, Alfred Rotert, Ralf Sausmika (Hrsg.): Europäisches Medienkunst Festival. Osnabrück 2001, ISBN 3-926501-19-7, S. 184 (PDF). 2009: Kulturförderpreis der Stadt KasselKulturpreis der Stadt Kassel. (Preisträger 2009: "Die Nachrichtenmeisterei"), Stadtverwaltung Kassel, abgerufen am 20. Januar 2019. 2011: Kreativpilot der Bundesrepublik Deutschland 2012: Designpreis der Bundesrepublik Deutschland in Gold 2012: promotion Nordhessen Business Plan Wettbewerb, Sonderpreis Dezentrale Energie (SMA AG)Businessplanwettbewerb für Unternehmensgründer. (Sonderpreis Dezentrale Energie (SMA AG)), promotion Nordhessen, abgerufen am 20. Januar 2019. 2013: E.I.T Climate-KIC Startup of the Year, GermanyStart-Ups: The Electric Hotel. E.I.T Climate-KIC, abgerufen am 20. Januar 2019. 2016: Green World Award for Innovation, Global Gold AwardGreen World Awards 2016 For Innovation. The Green Organisation, abgerufen am 20. Januar 2019.

Publikationen 2001: European Media Art, Katalog „Inside | outside“ 2003: Blickachsen 4, Ausstellungskatalog 2004: Grenzüberschreitungen, Katalog, Kunstverein Ellwangen e.V. 2014: „Werde was du kannst“, Kerstin Gernig, Murmann Verlag, ISBN 978-3-86774-383-9 2015: Hundert Briefe an Deutschland, Nicolaische Verlagsbuchhandlung, ISBN 978-3-89479-964-9 2017: Berlin Design Digest, Slanted Publishers, ISBN 978-3-9818296-0-0

Einzelnachweise

Kategorie:Medienkünstler (Deutschland) Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1971 Kategorie:Mann