Suliki () ist ein kleiner Ort in der polnischen Woiwodschaft Ermland-Masuren und gehört zur Gmina Korsze (Stadt- und Landgemeinde Korschen) im Powiat Kętrzyński (Kreis Rastenburg).

Geographische Lage Suliki, nach 1945 kurzzeitig auch Dobroszewo, liegt am Flüsschen Guber in der nördlichen Mitte der Woiwodschaft Ermland-Masuren, 28 Kilometer nordwestlich der Kreisstadt Kętrzyn ().

Geschichte Das damalige große Vorwerk Döhrings und der heutige Weiler (), nach 1772 Dehrings genannt, wurde 1372 gegründet.Dietrich Lange, Geographisches Ortsregister Ostpreußen (2005): Döhrings Im Jahre 1874 kam der Gutsbezirk Döhrings zum neu errichteten Amtsbezirk PrassenRolf Jehke, Amtsbezirk Prassen () im Kreis Rastenburg im Regierungsbezirk Königsberg in der preußischen Provinz Ostpreußen.

Am 30. September 1928 gab Döhrings seine Selbständigkeit auf und schloss sich mit der Landgemeinde Oberteich () und den Gutsbezirken Klein Bloßkeim (Błuskajmy Małe) und Prassen (Prosna) zur neuen Landgemeinde Prassen zusammen.Döhrings (Landkreis Rastenburg) bei GenWiki

Im Jahre 1945 kam Döhrings in Kriegsfolge mit dem gesamten südlichen Ostpreußen zu Polen und erhielt die polnische Namensform „Dobroszewo“, später „Suliki“. Der Ort ist heute eine Ortschaft im Verbund der Stadt- und Landgemeinde Korsze (Korschen) im Powiat Kętrzyński (Kreis Rastenburg), bis 1998 der Woiwodschaft Olsztyn, seither der Woiwodschaft Ermland-Masuren zugehörig.

Kirche Bis 1945 war Döhrings in die evangelische Kirche LeunenburgWalther Hubatsch, Geschichte der evangelischen Kirche Ostpreußens, Band 3 Dokumente, Göttingen 1968, S. 473 (polnisch Sątoczno) in der Kirchenprovinz Ostpreußen der Kirche der Altpreußischen Union sowie in die katholische Kirche Sturmhübel (polnisch Grzęda) im Bistum Ermland eingepfarrt. Heute gehört Suliki zur katholischen Pfarrei Sątoczno im jetzigen Erzbistum Ermland sowie zur evangelischen Pfarrei Kętrzyn (Rastenburg) mit den Filialkirchen Barciany (Barten) und Bartoszyce (Bartenstein) in der Diözese Masuren der Evangelisch-Augsburgischen Kirche in Polen.

Östlicher Green-Velo-Radwanderweg mini|100px|links Durch Suliki verläuft der „Östliche Green-Velo-Radwanderweg“ (), der auf 2071 Kilometern Länge durch die Woiwodschaften Ermland-Masuren, Heiligkreuz, Karpatenvorland, Lublin und Podlachien führt, dabei fünf Nationalparks durchquert und Städte mit hoher natürlicher, kultureller und historischer Bedeutung berührt.Website Green-Velo-Radwanderweg

Verkehr Suliki liegt an einer Nebenstraße, die Sępopol (Schippenbeil) mit Prosna (Prassen) und Skandawa (Skandau) verbindet. Außerdem endet eine von Miedna (Honigbaum) und Romankowo (Romsdorf) kommende Landwegverbindung in Suliki. Ein Bahnanschluss besteht nicht.

Einzelnachweise

Kategorie:Gegründet 1372 Kategorie:Ort der Woiwodschaft Ermland-Masuren Kategorie:Gmina Korsze