Joachim Bartholomäus Meyer (auch Joachim Barthel MeyerHerzoglich-Sachsen-Meiningisches Hof- und Staats-Handbuch 1843, S. 330 (Digitalisat).; * 1624 in NordhausenGeorg Mentz: Die Matrikel der Universität Jena, Band 1, Fischer, Jena 1944, S. 206 (Digitalisat).; † 18. April 1701 in Gotha) war ein deutscher Bibliothekar und Kirchenlieddichter.
Leben Meyer besuchte das Gothaer Gymnasium. Schon in seiner Schulzeit war er mit der Betreuung der Kinder des Hofes in Gotha betraut. Im Jahr 1644 wurde er zum Sommersemester an der Universität Jena immatrikuliert und erhielt seinen Studienplatz gratis. Nach seinem Studium wurde er von Herzog Ernst dem Frommen als Hofmeister für die Prinzen Friedrich und Albrecht angestellt. Er verblieb in seiner Stellung, bis Albrecht mit seinem Bruder Bernhard an die Universität Tübingen ging.
Meyer erhielt im Anschluss an seine Tätigkeit als Hauslehrer 1665 die Stellung des Bibliothekars der Hofbibliothek Gotha, die er von Samuel Reyher übernahm, der einem Ruf an die Universität Kiel gefolgt war. Er ordnete die Bibliothek nach den Regeln des Veit Ludwig von Seckendorff. Zudem begann er mit der Ausarbeitung eines Katalogs für die Gothaer Sammlung.
Meyer betätigte sich neben seiner Tätigkeit am Hof als Dichter. Er bat ab 1700 seinen Sohn als Gehilfen angestellt zu bekommen, da seine Kräfte zunehmend nachließen. Der Hof beschied mehrmals negativ, erlaubte jedoch, dass dieser am Katalog mitarbeitete. Nach seinem Tod wurde sein Sohn Johann Philip Meyer († 1746)Gerhard Pachnicke: Gothaer Bibliothekare. Dreißig Kurzbiographien in chronologischer Folge. Veröffentlichungen der Landesbibliothek Gotha, Heft 5, Gotha 1958, S. 8; Herzoglich-Sachsen-Meiningisches Hof- und Staats-Handbuch, 1843, S. 330. dann doch sein Nachfolger.
Werke (Auswahl) Apollinis und der Musen Reise nach dem Inselberge und dem Fürstl. Sächs. Residenz- und Lusthause Friedrichswerth, und was sich dabey begeben, Gedicht, Gotha 1690. Gewonnen, gewonnen: der Satanas lieget!, publiziert 1701, später bspw. Suhl’sches Gesangbuch von 1796. O Sünd, o Sünd, o schwerer Fall!, Gothaisches Gesangbuch von 1715. Wo denk’ ich armer Mensch doch hin!, Gothaisches Gesangbuch von 1715.
Literatur
Gerhard Pachnicke: Gothaer Bibliothekare. Dreißig Kurzbiographien in chronologischer Folge. Veröffentlichungen der Landesbibliothek Gotha, Heft 5, Gotha 1958, S. 8.
Weblinks Meyer, Joachim Bartholomäus im Consortium of European Research Libraries (CERL)
Einzelnachweise
Kategorie:Hofmeister Kategorie:Kirchenlieddichter Kategorie:Bibliothekar (Gotha) Kategorie:Absolvent der Friedrich-Schiller-Universität Jena Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1624 Kategorie:Gestorben 1701 Kategorie:Mann