Christian Pfeufer (* 24. August 1781 in Bamberg; † 28. März 1852 ebenda)Taufmatrikel St. Martin (Bamberg), Signatur M8/19, S. 351 (Rückseite). In der Literatur findet sich abweichend das Geburtsjahr 1780.Sterbematrikel St. Martin, Signatur M25/45, S. 105 (Vorderseite). In der Literatur findet sich abweichend der 23. März 1852 als Todestag. war ein deutscher Mediziner.
Leben Christian Pfeufer studierte Medizin und wurde bereits mit 21 Jahren Dozent an der in seiner Vaterstadt neu errichteten Universität. Nach deren Aufhebung 1804 wurde er als Landesgerichtsphysikus nach Scheßlitz und von dort 1809 als Stadtphysikus nach Bamberg zurückversetzt. 1816 wurde er als Nachfolger von Adalbert Friedrich Marcus Chefarzt des dortigen allgemeinen Krankenhauses; auch war er Direktor von dessen Medizinal-Komitee. Im Bereich der Gerichtsmedizin befasste er sich mit der Feststellbarkeit der Zurechnungsfähigkeit von Straftätern. Er war in seinen jüngeren Jahren wegen seiner Lehrgabe als Professor und später als wissenschaftlich und praktisch ausgezeichnet gebildeter Arzt hochgeschätzt. 1852 starb er 70-jährig in Bamberg.
Von Christian Pfeufers Söhnen schlug Carl Pfeufer, aus erster Ehe mit Margarete Ellermann († 1813), ebenfalls eine medizinische Laufbahn ein, während Sigmund Heinrich Pfeufer, aus zweiter Ehe mit Charlotte Gräfin von Rothenhan, Jurist und Politiker wurde.
Schriften (Auswahl) Pfeufer wendete seine Aufmerksamkeit auch anderen sozialen Fragen als den im ärztlichen Bereich gelegenen Aufgaben zu, wie u. a. folgende Schriften bezeugen: Über öffentliche Erziehungs- und Waisenhäuser und ihre Notwendigkeit für den Staat, Bamberg Das Obermayersche Besserungssystem in den Strafanstalten zu Kaiserslautern und München und die körperliche Züchtigung, Heidelberg 1841
Von seinen medizinischen Schriften sind zu nennen: Der Scharlach, sein Wesen und seine Behandlung mit besonderer Berücksichtigung des 1818 zu Bamberg herrschenden Scharlachs. Bamberg/Würzburg 1819. Handbuch der allgemeinen Heilkunde. Bamberg 1824. Geschichte des allgemeinen Krankenhauses zu Bamberg von seiner Entstehung bis auf die gegenwärtige Zeit. Bamberg 1825. Beobachtungen über die Krätze. Bamberg 1833. Die Mineralquellen zu Kissingen und ihre Beziehungen zu denen von Brückenau und Bocklet. Bamberg 1842.
Literatur Seitz: Pfeufer, Christian, in: August Hirsch (Hrsg.): Biographisches Lexikon der hervorragenden Ärzte aller Zeiten und Völker, Bd. 4 (1886), S. 552 f.
Weblinks Christian Pfeufer, in: Menschen aus Bayern
Einzelnachweise
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