Michael Beriegel (auch Berigel oder Briegel; * um 1630; † 1687/1693) war ein deutscher Orgelbauer, der in Norddeutschland wirkte.
Leben Michael Beriegel war ein Schüler und Schwiegersohn des Orgelbauers Friedrich Stellwagen, dessen Tochter Catharina Elisabeth (* 1638; † nach 1693) er heiratete.Ibo Ortgies: Stellwagen, Friedrich. In: Uwe Pape, Wolfram Hackel (Hrsg.): Sachsen-Anhalt und Umgebung (= Lexikon norddeutscher Orgelbauer. Band 3). Pape Verlag, Berlin 2015, S. 555. Er lebte in Lüneburg und wirkte in dessen Umgebung bis nach Mecklenburg. Ab 1669 baute er eine neue Orgel für den Dom zu Cammin in Pommern mit drei Manualen und 40 Registern, deren Prospekt bis heute erhalten ist. In jener Zeit lebte er wahrscheinlich in Stettin. Sein Sohn David Georg (auch David Jürgen) arbeitete mit ihm zusammen in Sternberg.Douglas E. Bush, Richard Kassel (Hrsg.): The Organ. An Encyclopedia. Routledge, New York, London 2006. ISBN 0-4159-4174-1. S. 539,
Werkliste (Auswahl) In der fünften Spalte bezeichnet die römische Zahl die Anzahl der Manuale, ein großes „P“ ein selbstständiges Pedal und die arabische Zahl in der vorletzten Spalte die Anzahl der klingenden Register. Die letzte Spalte führt Besonderheiten und weiterführende Weblinks links. Erhaltene historische Gehäuse (mit modernen Orgeln) werden durch Kursivschrift angezeigt. Jahr Ort Gebäude Bild Manuale Register Bemerkungen 1664 Lübeck Marienkirche I 5 Neubau eines Positivs; nicht erhaltenKerala J. Snyder: Partners in Music Making. Organist and Cantor in Seventeenth-Century Lübeck. In: Dies. (Hrsg.): The Organist as Scholar. Essays in Memory of Russell Saunders. Pendragon Press, New York 1994, S. 233–256, hier S. 251, . 1661–1665 Lüneburg Lambertikirche III/P 40 Umbau der Orgel eines unbekannten Orgelbauers, Reduzierung von 60 auf 40 Stimmen; nicht erhalten 1668 Sülfeld Kirche Sülfeld Vertrag über Neubau; nicht erhalten. Nr. 38, 2015, S. 41 (PDF). 1670, 1677–1684 Lübeck Marienkirche, Große Orgel zentriert|160x160px III/P 54 Reparaturen und Stimmarbeiten an der Orgel von Friedrich Stellwagen; nicht erhaltenIbo Ortgies: Über den Umbau der großen Orgel der Marienkirche zu Lübeck durch Friederich Stellwagen 1637–1641. In: Cleveland Johnson (Hrsg.): Orphei organi antiqui, Essays in Honor of Harald Vogel. Westfield Center, Seattle 2006, S. 313–335, hier: S. 314. 1670–1672 Cammin Dom zu Cammin zentriert|160x160px III/P 40 Neubau; verändertes Gehäuse und Prospektpfeifen erhalten→ Orgel des Camminer DomsUrania. Musik-Zeitschrift für Orgelbau. 25. Jahrgang, 1868, S. 86. 1673 Hamburg-Bergedorf St. Petri und Pauli große Reparatur der Orgel von Hans Scherer dem Ältere (1593); nicht erhalten 1674 Hamburg-Curslack St. Johannis Reparatur der Orgel von 1622; nicht erhalten 1678 Lüdingworth St.-Jacobi-Kirche II/P 20 Umbauten und Reparaturen der Orgel von Antonius Wilde (1598/1599) → Orgel der St.-Jacobi-Kirche (Lüdingworth)Präsentation Orgel Lüdingworth, Arp Schnitger Orgel Datenbank.1680PritzierPetruskirchezentriert|160x160px??Orgelprospekt von 1680 im Malchower Orgelmuseum erhalten. Orgelwerk nicht erhalten. 1888 Neubau durch Carl Börger aus Rostock. Zuschreibung der Pritzierer Orgel an Briegel. Nachweis noch nicht schlussgültig erfolgt. 1684 Lübeck Marienkirche I 5 Reparaturen des Positivs; nicht erhalten 1683–1687 Sternberg, Mecklenburg Stadtkirche Sternberg II/P 24 Reparaturen; nicht erhalten Orgelmuseum Malchow1687Groß EichsenJohanniter-Kirche Groß Eichsenzentriert|160x160px??Das Orgelwerk ist nicht erhalten. 1687 für Groß Eichsen erbaut, 1725 nach Mühlen Eichsen versetzt. 1883 Neubau unter Verwendung des Prospektes durch Carl Börger aus Rostock.
Weblinks Orgelbauer in Mecklenburg Orgelmuseum Malchow
Einzelnachweise
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