Peter II. Kämmerer von Worms genannt von Bechtolsheim Ordnungszahl nach Bollinger, S. 10–13. (* um 1338 Bollinger, S. 23. ; † 13. März 1387 So: Schwennicke, Taf. 55. Bollinger, S. 23 dagegen gibt das Jahr 1397 an und beruft sich auf die Inschrift des erhaltenen Grabsteins außerhalb der Kirche von Bechtolsheim an. ) war ein Mitglied des Familienzweigs derer von Dalberg.

Herkunft und Familie Peter II. war der Sohn von Winand I. Kämmerer von Worms (* um 1302 Bollinger, S. 20. ; † 2. März 1365 Schwennicke, Taf. 55. ) und Demudis von Bechtolsheim († 29. Mai 1348). Verheiratet war er seit 1365 mit Elisabeth (* um 1345 Bollinger, S. 20. ; † 31. Juli 1371 So: Schwennicke, Taf. 55. Friedrich Battenberg: Dalberger Urkunden. Regesten zu den Urkunden der Kämmerer von Worms gen. von Dalberg und der Freiherren von Dalberg 1165–1843 Band 14/3: Corrigenda, Indices und Stammtafeln (v. Dalberg und Ulner von Dieburg) = Repertorien des Hessischen Staatsarchivs Darmstadt 14/3. Darmstadt 1987. ISBN 3-88443-238-9, Taf. I, nennt den 13. Juli 1371, Bollinger, S. 20, den 31. August 1371, als Todestag. ), Witwe des Hermann von Biegen und Tochter von Sigfried von Lindau und Irmengard, geborene von Bommersheim. Aus dieser Ehe gingen hervor Soweit nicht anders vermerkt, stammen die Angaben aus Schwennicke, Taf. 55. Irmgard (Bertha) (genannt ab 1387; † 1440, bestattet in Neckarsteinach). Sie war mit Dietrich Landschad von Steinach († 13. November 1439) verheiratet. Elisabeth, starb noch als Kind. Winand, starb noch als Kind. Wolf, starb noch als Kind. Bollinger, S. 23, nicht genannt bei Schwennicke. Peter III., der Jüngere, wird ab 1389 erwähnt († 20. März 1397, bestattet in Bechtolsheim). Er war zwei Mal verheiratet: 1.) Liebmudis von Reifenberg († 30. Dezember 1388, bestattet in Bechtolsheim), 2.) Ida, Tochter von Konrad und Ida von Franckenstein, die zwischen 1398 und 1405 nachzuweisen ist. Demudis (erwähnt ab 1395; † 28. Februar 1425 Bollinger, S. 23. ) heiratete um 1390 Bollinger, S. 23. Eberhard von Hirschhorn (erwähnt ab 1380; † 15. November 1420 Bollinger, S. 23, gibt dagegen an: † 1421. ).

Beigesetzt wurden die Eheleute Peter II. und Elisabeth in oder an der Kirche St. Maria und St. Christopherus / Maria Himmelfahrt und St. Christopherus [sic] Die Kirche ist heute eine Simultankirche, woraus sich die etwas sperrige Bezeichnung ergibt. in Bechtolsheim.

Wirken Erwähnt wird Peter II. seit 1354. Schwennicke, Taf. 55. Ab 1370 ist er Amtmann in Odernheim. Schwennicke, Taf. 55; Bollinger, S. 23.

1390 erwarb er zusammen mit seinem Bruder, Johann XI., die Rechte des Klosters Fulda in den Dörfern Abenheim, Dittelsheim und Mölsheim. Bollinger, S. 23. Während Abenheim dauerhaft bis zum Ende des Alten Reichs Dahlbergischer Besitz blieb, wurden die Rechte in den anderen beiden Dörfern später wieder verkauft: Mölsheim gelangte an Pfalz-Zweibrücken, Dittelsheim wurde 1606 an Friedrich IV. von der Pfalz verkauft. Bollinger, S. 25.

Literatur Johannes Bollinger: 100 Familien der Kämmerer von Worms und der Herren von Dalberg. Bollinger, Worms-Herrnsheim 1989. Ohne ISBN. Detlev Schwennicke: Europäische Stammtafeln. Stammtafeln zur Geschichte der europäischen Staaten. Neue Folge, Bd. 9: Familien vom Mittel- und Oberrhein und aus Burgund. Marburg 1986. Ohne ISBN.

Anmerkungen

Einzelnachweise

Peter 02 Kategorie:Bechtolsheim Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren im 14. Jahrhundert Kategorie:Gestorben 1387 Kategorie:Mann