Berg ist eine Gemeinde im oberfränkischen Landkreis Hof. Der gleichnamige Hauptort ist Sitz der Gemeindeverwaltung und liegt im Bayerischen Vogtland etwa zwölf Kilometer nordwestlich der Kreisstadt Hof an der Autobahn A 9 (Anschlussstelle 31 Berg/Bad Steben).
Geografie Höchste Erhebung Die höchste Erhebung im Gemeindegebiet ist der 644 m hohe Hügel zwischen den Straßen nach Rothleiten und Issigau.
Nachbargemeinden Angrenzende Gemeinden sind:
Gemeindegliederung mini|Gemeindeteil Eisenbühl mit dem Hausberg Gupfen (2007)
Die Gemeinde hat 30 Gemeindeteile (in Klammern ist der Siedlungstyp angegeben):
Die Einöden Lerchenhaag, Ludwigshöhe, Mitteltiefengrün und Obertiefengrün sind keine Gemeindeteile.
Es gibt auf dem Gemeindegebiet die Gemarkungen Berg, Bruck, Bug b.Berg, Eisenbühl, Gottsmannsgrün, Hadermannsgrün, Rudolphstein, Schnarchenreuth und Tiefengrün. Die Gemarkung Berg hat eine Fläche von 6,178 km² und ist in 990 Flurstücke aufgeteilt, die eine durchschnittliche Fläche von 6240,37 m² haben. In ihr liegen neben dem namensgebenden Ort die Rothleiten und Wacholderreuth.
Geschichte Bis zur Gemeindegründung Der früheste bekannte Beleg für den Ort, das lateinische …de Monte stammt aus dem Jahr 1234.Reitzenstein, S. 36 Der Ort ist namensgebend für die Familie von Berg. Als Teil des Fürstentums Bayreuth gehörte Berg ab 1500 zum Fränkischen Reichskreis. Berg fiel im Frieden von Tilsit 1807 an Frankreich und kam 1810 zum Königreich Bayern. Im Zuge der Verwaltungsreformen in Bayern entstand mit dem Gemeindeedikt von 1818 die heutige Gemeinde.
Eingemeindungen Im Zuge der Gebietsreform in Bayern wurde am 1. Januar 1978 die Gemeinde Gottsmannsgrün eingegliedert. Am 1. Mai 1978 kamen Bruck, Bug, Eisenbühl, Hadermannsgrün, Rudolphstein, Schnarchenreuth und Tiefengrün dazu.
Einwohnerentwicklung Im Zeitraum 1988 bis 2018 sank die Einwohnerzahl von 2525 auf 2066 um 459 bzw. um 18,2 %. Am 31. Dezember 1996 hatte Berg 2793 Einwohner.
Ortsname Der Ortsname ist belegt mit „… de Monte“ (1234 und 1246; lat. für vom/von Berg), „… ze dem Perge“ (1320), „… in Monte“ (1347; lat. für in Berg), „Pergen“ (1348), „… zu dem Berge“ (1358), „Perck“ (1430), „… zum Perg“ (1542) und „… zum Berg“ (1579).
Der Ursprung des Namens ist das mittelhochdeutsche Wort bërc (für Berg).
Die Gegend um Berg wird auch als Berger Winkel bezeichnet.
Politik Gemeinderat Die Kommunalwahlen am 15. März 2020 führten zur im Diagramm dargestellten Sitzverteilung im Gemeinderat von Berg (n. k. = nicht kandidiert):Wahl des Gemeinderats 2020, Gemeinde Berg (Lkr Hof)
+ Sitzverteilungen früherer Wahlen Parteien und Wählergruppen 2002 2008 2014 CSU 6 6 6 SPD 4 4 3 ÜWG 4 4 3 Jugend für den Berger Winkel (JBW) n. k. n. k. 2 Summe 14 14 14
Bürgermeister Bürgermeisterin ist seit 12. April 2017 Patricia Rubner (CSU); sie ist Nachfolgerin von Peter Rödel (ÜWG), der das Amt 18 Jahre ausübte und aus Altersgründen nicht mehr kandidierte. Bürgermeister-Wechsel im Bayer. Rundfunk, abgerufen am 17. August 2019 Bei der Kommunalwahl 2020 wurde Rubner mit 63,85 % der gültigen Stimmen im Amt bestätigt.
Im Jahr 2026 wurde in einer Stichwahl zwischen CSU und ÜWG entschieden, Gewinner und neuer Bürgermeister war Sebastian Kant. Ergebnisse der Stichwahl: CSURubner Patricia58745,5 % -ÜWGKant Sebastian70354,5 %
Wappen
Gemeindepartnerschaften Berg unterhält eine Gemeindepartnerschaft mit der Bergs kommun in der Provinz Jämtlands län in Schweden.
Wirtschaft und Infrastruktur Industrie Seit 2011 ist Berg der Sitz des internationalen Seilherstellers LIROS. Im Gemeindegebiet befindet sich der Steinbruch der Firma Beyer Baustoffe GmbH.
Feuerwehr und Rotes Kreuz In der Gemeinde Berg gibt es Freiwillige Feuerwehren in Berg (Stützpunktfeuerwehr), Bruck, Bug, Eisenbühl, Gottsmannsgrün, Hadermannsgrün, Rudolphstein, Schnarchenreuth und Tiefengrün. Das Bayerische Rote Kreuz (BRK) unterhält eine Bereitschaft in Berg. Im Jahre 2005 wurde vom Bayerischen Roten Kreuz und den Freiwilligen Feuerwehren ein Helfer-vor-Ort-Standort (HvO) und 2007 der als gemeinnützig anerkannte Förderverein HvO Berg e. V. gegründet.
Sehenswürdigkeiten mini|Rathaus und Jakobuskirche (2007)
Jakobuskirche (Berg) einschließlich umgebendes Ensemble mit Rathaus, Torturm und Pfarrhof Panorama-Aussicht über das Hofer Land: Sowohl vom Bereich Friedhof aus als auch vom östlichen Ortseingang des Hauptortes aus (Hofer Straße) hat man einen weiten Blick über die Landschaft.
Persönlichkeiten Personen, die vor Ort wirken oder gewirkt haben Oliver Bär (* 1977), Politiker (CSU) Johann Christoph Stierlein (1759–1827), Militär und Burgenforscher
Personen, die mit dem Ort in Verbindung stehen Johann Joseph Seyler (1669–1719), Pädagoge und evangelischer Theologe
Literatur Hans Vollet, Kathrin Heckel: Die Ruinenzeichnungen des Plassenburgkartographen Johann Christoph Stierlein, 1987 Wolf-Armin von Reitzenstein: Lexikon fränkischer Ortsnamen, Verlag C. H. Beck, München 2009, ISBN 978-3-406-59131-0
Weblinks
Website der Gemeinde Berg
Einzelnachweise
Kategorie:Ort im Landkreis Hof Kategorie:Frankenwald Kategorie:Ersterwähnung 1234 Kategorie:Gemeindegründung 1818
Kategorie:Kirchdorf (Siedlungstyp) Kategorie:Gemarkung im Landkreis Hof