mini|Luise Volkmann beim Moers Festival 2020 Luise Isabel Volkmann (* 1992 in Bielefeld) ist eine deutsche Jazz- und Improvisationsmusikerin (Altsaxophon, Komposition).
Wirken Volkmann, die 2008 als Schülerin für ein Jahr in der brasilianischen Küstenstadt Natal lebte, studierte zunächst in Leipzig (u. a. bei Richie Beirach und Johannes Enders). Ab 2015 war sie dann, zunächst durch ein Erasmus-Stipendium, am Pariser Konservatorium, und blieb danach als freischaffende Musikerin in Paris. Parallel dazu wohnte sie in der Künstlerresidenz Cité Internationale des Arts Paris. Ab 2018 studierte sie in Köln, wo sie zwei Master in Komposition (Jazz und Neue Musik) und Musikwissenschaften absolvierte.
Als Musikerin arbeitet sie mit zeitgenössischer komponierter und improvisierter Musik, an der Grenze zu Folk, Pop und transkultureller Musik. Unter anderem spielte sie Konzerte mit Mia Zabelka, Xu Fengxia, Moritz Sembritzki, Natsuki Tamura, Nils Wogram, Günter Baby Sommer, Satoko Fujii, Frank Gratkowski, Julia Kadel. Als Bandleaderin gründete sie kleine Bands wie KonglomeratInterview (Konglomerat) und auch große Ensembles in Deutschland und Frankreich.
2014 wurde Volkmann zum Berliner Xjazz-Festival und zu den Leipziger Jazztagen eingeladen; 2015 war sie im Rahmen von NRW Soundtrip, Jazz ist Revolution und dem BandleaderInnen Festival zu sehen. Für ihren Zyklus „Eudaimonia“ hat sie mit Été Large eine Formation von zunächst zwölf Musikern zusammengestellt;Das Porträt (Kulturradio rbb) Die Zeit wählte Eudaimonia unter die besten Alben 2017.Musikempfehlungen: Die besten Alben des Jahres Mit Été Large hat sie bis 2025 drei Alben veröffentlicht, das letzte als Koproduktion mit dem Deutschlandfunk.
2018 trat sie mit Eve Rissers White Desert Orchestra beim Umlaut-Festival auf. In der Band Attika arbeitete sie mit Liz Kosack und Tilo Weber. Mit Max Santner und Athina Kontou gründete sie das Trio Autochrom. Ihre Gruppe LEONESauvage stellte sie im Rahmen des Darmstädter Jazzforums 2021 in Deutschland vor. In ihrem Trio 3grams arbeitete sie mit den Sängern Casey Moir und Michael Schiefel. In ihrem Trio Cheel wirkt sie mit Max Andrzejewski und Keisuke Matsuno zusammen. Weiterhin betreibt sie ein Duo mit dem brasilianischen Gitarristen und Sänger Kiko Dinucci.
Preise und Auszeichnungen Volkmann errang 2021 die Kathrin Lemke Scholarship for Young Jazz Improvisers (auch: „Kathrin-Preis“): „Ihre intensive Auseinandersetzung mit den afroamerikanischen Wurzeln und Konventionen des Jazz, immer im Bewusstsein um die eigene Position einer im Hier und Jetzt spielenden westeuropäischen Musikerin nimmt Diskurse auf, die in der heutigen Zeit viele junge Menschen weltweit bewegen,“ meinte Wolfram Knauer.Kathrin-Preis Im Mai 2021 wurde ihr das Horst-und-Gretl-Will-Stipendium für Jazz/Improvisierte Musik der Stadt Köln zuerkannt.Stadt Köln Pressemitteilung vom 21. Mai 2021: Preisträger*innen der Förderstipendien für junge Kunst 2021, von Robert Baumanns, abgerufen am 21. Mai 2021 2023 erhielt Volkmann beim Jazzfestival Münster, wo sie mit zwei ihrer Bands auftrat, den Westfalen-Jazz-Preis 2023.Westfalen-Jazz-Preis 2023 für Luise Volkmann aus Bielefeld 2026 gewann sie in den Kategorien „Großes Ensemble des Jahres“ und „Rundfunkproduktion des Jahres“ den Deutschen Jazzpreis sowie den Sonderpreis für aktuelle Musik der Gerhard-und-Renate-Baum-Stiftung.
Diskographische Hinweise mini|Luise Volkmann 2021 bei der Ensemble-Performance ihrer Komposition im Green Room des Stadtgartens in Köln Luise Volkmann, Été Large: Eudaimonia (Nwog Records, 2017, mit Gabriel Lemaire, Emmanuel Cremer, Benoît Joblot bzw. Jan Roth, Vincent Bababoutilabo, Johannes Bigge, Otis Sandsjö, Julian Schließmeyer, Athina Kontou, Fritz Mooshammer, Casey Moir, Laurin Oppermann) Sophia & Olga Shells in Motion (Unit Records, 2017, mit Sophia Bicking, Olga Reznichenko, Konstantin Döben, Fabian Timm, Lukas Akintaya)Besprechung (Jazz thing) Luise Volkmann, Didier Matry Wünsche (Umlaut 2019) Luise Volkmann Autochrom RGB (Nwog records 2019, mit Athina Kontou, Max Santner) Gelber Flieder: Ölbaumgewächse (Creative Sources, 2020, mit Yves Arques, João Camões) Luise Volkmann, Été Large: When the Birds Upraise Their Choir (Nwog Records, 2020, mit Timothée Quost, Janning Trumann, Vincent Bababoutilabo, Jędrzej Łagodziński, Paul Jarret, Yannick Lestra, Lola Malique, Athina Kontou, Max Santner, Casey Moir, Laurin Oppermann)Besprechung (Weltecho) Rites de passage (NWog Records 2023) Luise Volkmann, Été Large: The Stories We Tell (Boomslang Records 2025, mit Conni Trieder bzw. Nicolas Schwabe, Peter Ehwald, Rémi Fox, Johannes Böhmer, Marleen Dahms, Johanna Stein, Yannick Lestra, Paul Jarret, Athina Kontou, Max Santner, Casey Moir, Laurin Oppermann)
Weblinks
Webpräsenz Interview Bericht (Jazzzeitung)
Einzelnachweise
Kategorie:Jazz-Saxophonist Kategorie:Improvisationsmusiker Kategorie:Komponist (Jazz) Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1992 Kategorie:Frau