Mandacou (, ) ist ein Dorf mit 196 Einwohnern (Stand: 1968) in der französischen Gemeinde Plaisance im Département Dordogne in der Region Nouvelle-Aquitaine. Als bis 1972 selbstständige Gemeinde gehörte Mandacou zum Arrondissement Bergerac.

Am 1. Januar 1973 schlossen sich die ehemaligen Gemeinden Falgueyrat, Mandacou und Eyrenville zur neu entstandenen Gemeinde Plaisance zusammen, wobei die früheren Gemeinden den Status einer Commune associée erhielten. Durch Beschluss nach dem Referendum vom 17. Januar 2010 wurde der Zusammenschluss in die Form einer einfachen Fusion der drei Communes associées umgewandelt, bei der die früheren Gemeinden in Plaisance integriert wurden.

Geografie

Mandacou liegt etwa 17 Kilometer südsüdöstlich von Bergerac in der Landschaft des Bergeracois, Teil des touristisch benannten Périgord pourpre am südlichen Rand des Départements. Das Ortsgebiet erstreckt sich über den nordwestlichen Teil von Plaisance. Es liegt im Einzugsgebiet der Garonne und wird entwässert von den Flüsschen Banège, das es im Osten begrenzt, und Courbarieux, das es im Westen begrenzt. Der Ort erstreckt sich über eine waldarme Hügellandschaft, deren Erhebungen Höhen bis erreichen.

Umgeben wird Mandacou von drei Nachbargemeinden und zwei weiteren Ortsteilen von Plaisance:

Etymologie und Geschichte Der Name des Dorfes wird in einem späten Text aus dem Jahr 1464 in der Schreibweise Mandaco erwähnt. Er steht wahrscheinlich für einen Personennamen germanischen Ursprungs, Manacholdus. Eine weniger überzeugende Hypothese schlägt einen präkeltischen Ausgangspunkt vor. Der Name sollte demnach von den Wörtern °manda (), gefolgt von einem unklaren Suffix, gebildet sein.Siehe Tanet, Hordé, Seite 270

Der Ort, auf einem Kalksteinplateau gelegen, besitzt einen urgeschichtlichen Fundort. Er blickt auf eine sehr lange Tradition der Steingewinnung zurück, die durch das dort ansässige Unternehmen ergänzt wird – ein lokaler natürlicher Rohstoff, der mit einem historisch renommierten Weinberg einhergeht.

Einwohnerentwicklung

Sehenswürdigkeiten Pfarrkirche Saint-Pierre-ès-Liens Sie wurde im 19. Jahrhundert im Stil des Eklektizismus neu errichtet. Die Kirche besitzt einen Glockengiebel in Glockenform und hat ursprüngliche Wände und ein Eingangsportal aus dem 14. Jahrhundert bewahrt.

Literatur

Weblinks

Einzelnachweise

Kategorie:Ort in Nouvelle-Aquitaine Kategorie:Ehemalige Gemeinde im Département Dordogne Kategorie:Gemeindeauflösung 1972 Kategorie:Plaisance (Dordogne) Kategorie:Ersterwähnung 1464