Die Mikrodontie (aus und ) ist eine seltene Veränderung, bei der einer, mehrere oder alle Zähne im Verhältnis zum Kiefer kleiner als normal sind.

Ein zu kleiner Zahn kann auch abnormal geformt sein.

Einteilung Je nach Anzahl der veränderten Zähne ist folgende Einteilung sinnvoll: Echte generalisierte Mikrodontie: Bei dieser Form sind alle Zähne abnormal klein. Sie tritt sehr selten bei einem Wachstumshormonmangel auf. Relative generalisierte Mikrodontie (Pseudomikrodontie): Hier sind die Zähne normal ausgebildet, aber der Kiefer ist zu groß. Fokale Mikrodontie: Bei der herdförmigen Form ist einer oder einzelne Zähne zu klein. Dies ist die häufigste Form und mit einer Hypodontie assoziiert.

Vorkommen Die Häufigkeit wird mit weniger als 1 % der Milchzähne und etwa 2,5 % der bleibenden Zähne angegeben. Am Häufigsten sind die oberen äußeren Schneidezähne und Weisheitszähne betroffen. Das weibliche Geschlecht ist häufiger betroffen.

Ursache Als Ursache bzw. möglicher Auslöser kommt eine Reihe von Faktoren infrage: Chemotherapie Ektodermale Dysplasie Lippen-Kiefer-Gaumenspalte Strahlentherapie während der Entwicklung der Zähne Wachstumshormonmangel

Im Rahmen von Syndromen Im Rahmen zahlreicher Syndrome kann eine Mikrodontie auftreten:Enzyklopädie Dermatologie ADULT-Syndrom Amelogenesis imperfecta Bloch-Sulzberger-Syndrom Coffin-Siris-Syndrom Down-Syndrom EEC-Syndrom Goltz-Gorlin-Syndrom Gorlin-Chaudhry-Moss-Syndrom Johanson-Blizzard-Syndrom Kranioektodermale Dysplasie Marshall-Syndrom Okulo-dento-digitale Dysplasie Rieger-Syndrom Salamon-Syndrom Silver-Russell-Syndrom Williams-Beuren-Syndrom

Dentindysplasie Typ 1 mit Mikrodontie und Formanomalien MOPD Typ II LAMM-Syndrom

Einzelnachweise

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