Heinz Grabowski (* 13. November 1920 in Osterode am Harz; † 21. August 1945) war ein deutscher SS-Untersturmführer und als erster Lagerführer im Außenlager Rottleberode des KZ Buchenwald und ab 1944 des KZ Mittelbau-Dora eingesetzt.
Leben Heinz Grabowski trat zum 1. August 1938 der SS bei (SS-Nummer 316.917) und wurde zum 30. Januar 1944 zum Untersturmführer befördert.Bundesarchiv R 9361-III/526989 Er war vom 9. März bis November 1944 im Alter von 22 Jahren als erster Lagerführer des KZ-Außenlagers Rottleberode eingesetzt. Als solcher war er u. a. für den Einsatz der Häftlinge in der Heimkehle zuständig. Ab Juli 1944 musste ein Teil der Häftlinge auch auf benachbarten Baustellen und im Sägewerk Uftrungen arbeiten.Jens Christian Wagner: Außenlager Rottleberode. In: Wolfgang Benz, Barbara Distel (Hrsg.): Der Ort des Terrors – Geschichte der nationalsozialistischen Konzentrationslager, Band 7, München 2008, S. 330–331. Sein Nachfolger wurde Erhard Brauny.
Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges wurde Heinz Grabowski inhaftiert und vermutlich in Merseburg als Kriegsverbrecher zum Tode verurteilt und hingerichtet.
Literatur Andreas Weigelt, Klaus-Dieter Müller, Thomas Schaarschmidt, Mike Schmeitzner (Hrsg.): Todesurteile sowjetischer Militärtribunale gegen Deutsche (1944–1947). Eine historisch-biographische Studie. Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen 2015, ISBN 978-3-525-36968-5, S. 191.
Einzelnachweise
Kategorie:Personal im KZ Mittelbau-Dora Kategorie:Personal im KZ Buchenwald Kategorie:SS-Mitglied Kategorie:SMT-Verurteilter Kategorie:Hingerichtete Person (NS-Kriegsverbrechen) Kategorie:Hingerichtete Person (Sowjetische Besatzungszone) Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1920 Kategorie:Gestorben 1945 Kategorie:Mann