Saint-Valery-en-Caux ist eine französische Gemeinde mit Einwohnern (Stand ) im Département Seine-Maritime in der Region Normandie. Sie liegt an der Alabasterküste, einem Teil der französischen Ärmelkanalküste. Sie ist Hauptstadt des Pays de Caux Hauptort des gleichnamigen Kantons.

Geografie Die Gemeinde liegt jeweils 30 Kilometer von den Häfen Dieppe und Fécamp entfernt. Östlich und westlich des Ortes erheben sich steile Kreideklippen. Der geschützte Hafen beherbergt neben Fischerbooten vor allem Yachten.

Geschichte Der Ort wurde erstmals im Jahr 990 urkundlich als Besitz der Benediktinerabtei von Fécamp erwähnt.

Als sich Frankreich im Zweiten Weltkrieg unter deutscher Besatzung befand, kapitulierte hier 1940 die von den deutschen Truppen eingeschlossene britische 51st (Highland) Division. Im Kriegsverlauf wurden große Teile des Ortes zerstört. Am 1. September 1944 konnte der Ort befreit werden.

Am 17. Januar 1945 ereignete sich in Saint-Valery-en-Caux ein schwerer Eisenbahnunfall: Der Bahnhof von Saint-Valery-en-Caux bildete das Streckenende und war so ein Kopfbahnhof. Ein Zug überfuhr den das Gleis abschließenden Prellbock. 84 Menschen starben, 226 wurden verletzt. Peter W. B. Semmens: Katastrophen auf Schienen. Eine weltweite Dokumentation. Transpress, Stuttgart 1996, ISBN 3-344-71030-3, S. 114.

Sehenswürdigkeiten Bauwerke Das Fachwerkhaus Maison Henri IV am Hafen stammt aus dem Jahr 1540 und beherbergt ein Museum und eine Touristeninformation. Ein kleiner Leuchtturm an der Hafeneinfahrt stammt aus dem Jahr 1872.

Denkmäler Auf der östlichen Klippe erinnert ein Gedenkstein an die britische 51. (Highland) Infanterie-Division. Daneben erinnert ein weiteres Denkmal an Dieudonné Costes und seinen Copiloten, die am 2. September 1930 auf der Route von Paris nach New York den Ort überflogen.

Partnerstädte Inverness in Schottland und Sontheim an der Brenz in Deutschland sind Partnerstädte von Saint-Valery-en-Caux.

Bildergalerie mini|hochkant=4.5|links|Panorama Saint-Valery-en-Caux

Wirtschaft und Infrastruktur Tourismus zählt heute zu den wichtigsten wirtschaftlichen Einnahmequellen. So befindet sich unterhalb der Kreidefelsen bei der Hafeneinfahrt ein gut ausgestatteter und kostenpflichtiger Wohnmobilstellplatz, der Platz für 20 Fahrzeuge bietet.

Sechs Kilometer südwestlich des Ortes liegt das Kernkraftwerk Paluel.

Verkehr Der Flugplatz Saint-Valery-Vittefleur liegt etwa 6 km südwestlich der Ortsmitte.

Söhne und Töchter

Jacques-François Ochard (1800–1870), Maler und Zeichenlehrer des jungen Claude Monet Paul-Félix Arsène Billard (1829–1901), römisch-katholischer Geistlicher René Cogny (1904–1968), General Fabien Canu (* 1960), Judo-Weltmeister

Weblinks

Website der Stadt

Einzelnachweise

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